{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213843,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213843,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213843,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213843,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213843,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213843,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213843,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213843,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213843,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213843,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213843,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213843,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213843,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213843,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213843,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213843,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213843,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213843,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3843","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Auswirkung des Numerus clausus auf die medizinische Versorgungssicherheit","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird gebeten, in einem Bericht aufzuzeigen, welche neuen Grundlagen oder Anpassungen an den bestehenden Gesetzen, Verordnungen oder Reglementen n\u00f6tig sind, um die medizinische Versorgungssicherheit in den kommenden 10 bis 20 Jahren durch ausgebildetes Fachpersonal in der Schweiz zu gew\u00e4hrleisten, sowohl in den Spit\u00e4lern als auch in den ambulant t\u00e4tigen Praxen. Allf\u00e4llige Hindernisse sollen identifiziert werden, welche diese Zielerreichung gef\u00e4hrden und die daf\u00fcr notwendigen Handlungsempfehlungen darzulegen. </p><p>Es ist zu pr\u00fcfen, ob die Eintrittspr\u00fcfung zum Medizinstudium inhaltlich hinreichend geeignet ist, die Eignung zum Arztberuf des oder der Anw\u00e4rterin festzustellen. Weiter soll dargelegt werden, wie die Vor- und Nachteile der Selektionsmethoden des Zulassungstestes zum Studium Humanmedizin (resp. der Evaluation im 1. Studienjahr) aussehen, ob die Pr\u00fcfungsmodalit\u00e4ten einen Einfluss auf das Geschlechter-Ungleichgewicht der MedizinstudentInnen hat und welche Verbesserungen hier vorzunehmen sind, da eine viel h\u00f6here Zahl von Frauen als M\u00e4nner den Zugang zum Medizinstudium finden. Hierbei soll speziell er\u00f6rtert werden, wie sich dieses Ungleichgewicht der Geschlechter auf die Erwerbst\u00e4tigkeit und die medizinische Versorgungssicherheit der Schweiz in der Zukunft auswirkt und wie der Bundesrat gedenkt, mit der steigenden Tendenz der Teilzeiterwerbst\u00e4tigkeit und der geschlechterspezifischen Entwicklung bei \u00c4rztInnen die Versorgungssicherheit in der Schweiz zu gew\u00e4hrleisten? Hierbei sollen die aktuellen Laufbahnmodelle der Spit\u00e4ler in die Analyse miteinbezogen werden. Warum ist die medizinische Grundversorgung v.a. in l\u00e4ndlichen Gegenden in Frage gestellt?</p><p>Es soll er\u00f6rtert werden, ob eine \u00c4nderung bzw. Verschiebung der Aufgaben und Kompetenzen der Patientenversorgung weg von den \u00c4rztInnen, hin zu anderem medizinisch ausgebildetem Personal (bspw. Pflegefachleute oder ApothekerInnen) zielf\u00fchrend ist oder die Schweiz die hohe Zahl von ausl\u00e4ndischen \u00c4rztInnen in Kauf nimmt, um Ausbildungskosten einzusparen und wie hoch die Investitionen ausfallen w\u00fcrden, wenn die Auslandsabh\u00e4ngigkeit der \u00c4rztInnen auf OECD-Niveau, reduziert w\u00fcrde.</p><p>Die umfassende Untersuchung der Ausgangslage soll in Zusammenarbeit mit der Branche bzw. den betroffenen Akteuren durchgef\u00fchrt werden.</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat ist mit der Postulantin einig, dass die medizinische Versorgungssicherheit von grosser Wichtigkeit ist, insbesondere die Ausbildung von gen\u00fcgend inl\u00e4ndischem Fachpersonal. Dabei steht auf \u00e4rztlicher Ebene die Erh\u00f6hung der Studienplatzkapazit\u00e4ten im Vordergrund (vgl. Antwort auf Motion Carobbio Guscetti, 20.3425). Durch das Sonderprogramm Humanmedizin (100 Millionen Franken) wurden u.a. 489 neue Bachelor- und 390 neue Masterstudienpl\u00e4tze (Stand 2021) geschaffen, um die Anzahl der Master-Diplome in Humanmedizin von knapp 900 im Jahr 2016 nachhaltig auf \u00fcber 1300 im Jahr 2025 zu erh\u00f6hen; eine Massnahme, die den Schlussfolgerungen aus dem Bericht des Bundesrats \"Strategie gegen den \u00c4rztemangel und zur F\u00f6rderung der Hausarztmedizin\" (2011) entspricht, wonach zur Sicherstellung des \u00c4rztebestandes und der Verringerung der Auslandsabh\u00e4ngigkeit 1200 bis 1300 Abschl\u00fcsse pro Jahr notwendig sind. Da die Anzahl Anmeldungen die Kapazit\u00e4ten der universit\u00e4ren Hochschulen deutlich \u00fcbersteigen, beschr\u00e4nken diese den Zugang zum Medizinstudium mittels Eignungstest (EMS) und Numerus Clausus oder mittels Selektion nach dem ersten Studienjahr.</p><p>Die Schweizerische Hochschulkonferenz hat 2017, gest\u00fctzt auf den Bericht des Schweizerischen Wissenschaftsrats von 2016 \"Zulassungsverfahren f\u00fcr das Medizinstudium an den Universit\u00e4ten mit Numerus clausus\", den kognitiv orientierten EMS als geeignetes Instrument zur Selektion der Medizinstudierenden best\u00e4tigt. Der Bericht hat die Vor- und Nachteile verschiedener Selektionsmethoden (Praktika, Wissenstests, etc.) untersucht und im Ergebnis bekr\u00e4ftigt, dass es sich beim EMS um einen f\u00fcr beide Geschlechter fairen, kosteneffizienten und validen Test zur Ermittlung der Studieneignung handelt, der zudem m\u00f6glicherweise die soziale Selektivit\u00e4t verringert. Die Methode der Selektion nach dem ersten Studienjahr \u00f6ffnet zwar den freien Zugang zum ersten Studienjahr, birgt aber u.a. hohe Kosten und Anforderungen bez\u00fcglich der notwendigen Infrastruktur. Der Bericht unterstreicht zudem, dass im Ergebnis nicht die Zulassungsart f\u00fcr die Anzahl der Abschl\u00fcsse entscheidend sei, sondern die Kapazit\u00e4ten der medizinischen Fakult\u00e4ten f\u00fcr die klinische Ausbildung.</p><p>Die Entwicklungen in der Gesundheitsversorgung werden von Bund und Kantonen im Sinne der Postulantin genau beobachtet. Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium Obsan, eine gemeinsame Institution von Bund und Kantonen beim Bundesamt f\u00fcr Statistik, erstellt Bestandes- und Bedarfsanalysen zur \u00c4rzteschaft und hat dazu ein Modell des holl\u00e4ndischen Instituts NIVEL adaptiert. Der Dialog Nationale Gesundheitspolitik hat dem Obsan ein Mandat mit dem Ziel erteilt, mithilfe dieses Modells den zuk\u00fcnftigen Bestand und Bedarf an \u00c4rztinnen und \u00c4rzten f\u00fcr verschiedene Fachgebiete zu ermitteln. Die Arbeiten haben 2021 begonnen und sind \u00fcber f\u00fcnf Jahre geplant. Zudem werden Entwicklungen wie die Geschlechterverteilung und die Zahl von ausl\u00e4ndischem Gesundheitspersonal laufend beobachtet. Auch die Inanspruchnahme des medizinischen Angebots in der Schweiz steht unter genauer Beobachtung. Eine im Auftrag des Forums Medizinische Grundversorgung des BAG durchgef\u00fchrte Studie des Obsan (www.bag.admin.ch =&gt; Strategie und Politik =&gt; Nationale Gesundheitspolitik =&gt; Forum Medizinische Grundversorgung =&gt; Obsan-Bericht 2020) kommt zum Schluss, dass vor dem Hintergrund der zunehmenden Mobilit\u00e4t vieler Personen die hohe Versorgungsqualit\u00e4t durch eine B\u00fcndelung von gewissen Dienstleistungen in st\u00e4dtischen Gebieten bei gleichzeitiger Sicherstellung eines ad\u00e4quaten Grundangebots in l\u00e4ndlichen Gebieten erzielt werden kann.</p><p>Der Nationale Versorgungsbericht f\u00fcr die Gesundheitsberufe 2016 von GDK und OdASant\u00e9 (www.gdk-cds.ch =&gt; Gesundheitsberufe =&gt; Personalbedarf und Ausbildungszahlen) wie auch der vom Bundesrat zur Kenntnis genommene Bericht von WBF und EDI \"Gesamtsicht Aus- und Weiterbildung Medizin im System der Gesundheitsversorgung\" (2016) betonen zudem, dass neben gen\u00fcgenden aus- und weitergebildeten Fachpersonen auch weitere Optimierungen der gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen notwendig sind, wie die Attraktivit\u00e4t der Arbeitsbedingungen, ein bedarfsgerechter Fachkr\u00e4ftemix, die St\u00e4rkung von Interprofessionalit\u00e4t und die Erh\u00f6hung der Berufsverweildauer. Ein aktualisierter Versorgungsbericht wird im Herbst 2021 erscheinen.</p><p>Der Bundesrat erachtet aus all diesen Gr\u00fcnden und der bereits vorhandenen Vielzahl an Analysen einen weiteren Bericht als nicht zielf\u00fchrend.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1629849600000)\/","SubmittedBy":"Riniker Maja","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1632096000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|32|44|2811|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690503447173)\/","SubmissionDate":"\/Date(1623888000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5110,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Bildung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Migration|Gesundheit"}}