{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213847,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213847,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213847,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213847,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213847,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213847,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213847,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213847,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213847,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213847,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213847,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213847,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213847,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213847,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213847,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213847,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213847,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213847,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3847","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Auslegeordnung f\u00fcr CO2-arme Zementproduktion","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ende 2020 hat der Bundesrat den Bericht \"Rohstoffe zur Herstellung von Zement - Bedarf und Versorgungssituation der Schweiz\" publiziert. Ironischerweise wurde der Bericht aufgrund des Aktionsplanes \"gr\u00fcne Wirtschaft\" erstellt, liest sich jedoch als Rechtfertigungsbericht der Branche, um weiter wie bisher arbeiten zu k\u00f6nnen. Aufgrund der Klimakrise und den bundesr\u00e4tlichen Klimazielen ist jedoch ein weiter wie bisher unerw\u00fcnscht bei einer Branche, die mehr als 5 Prozent zu den CO2-Emissionen der Schweiz beitr\u00e4gt. Deshalb ist auch im Langfristklimaplan des Bundesrates explizit erw\u00e4hnt, dass Zementwerke k\u00fcnftig ihr CO2 auffangen und speichern m\u00fcssen. </p><p>Aufgrund dieser Ausgangslage und des vorliegenden Berichtes, stellen sich folgende Fragen:</p><p>1. Es wird argumentiert, dass die 6 heutigen Standorte von Zementwerken nicht hinterfragt werden sollen. Sind somit diese 6 Standort geeignet, um CO2 unterirdisch einzulagern oder in ein CO2-Pipeline-System einzuspeisen? </p><p>2. Das neue Zementverfahren, das mit Bundesunterst\u00fctzung an der EPFL entwickelt wurde, basiert auf tonhaltigen Rohstoffen. Weshalb zeigt der Rohstoffsicherungsbericht nicht auf, wo solche Ton-Vorkommen in der Schweiz zu erwarten sind? </p><p>3. In 19.3922 und im Anhang des Berichtes wird eine Vielzahl von Technologien und Projekten aufgelistet, die zum Ziel haben, den Zementbedarf zu reduzieren und die Zementproduktion weniger CO2-intensiv zu machen. Hat dies keinen Einfluss auf den Kalk- und Mergelbedarfs im Jahre 2030?</p><p>5. Rund um die Schweiz gibt es zahlreiche Zementwerke. Wie vergleicht sich die Klimavertr\u00e4glichkeit dieser Werke mit den Schweizer Anlagen? Gibt es Werke, die alternative Rohstoffe verwenden?</p><p>6. Die Eigenschaften von Beton und insbesondere auch die Langlebigkeit im Hoch- und Tiefbau werden im Bericht gelobt. Gibt es objektive Bestandesaufnahmen wonach Hoch- und Tiefbauten langlebiger sind als solche aus anderen Baumaterialien?</p><p>7. Wie sieht ein ganzheitlicher Vergleich verschiedener Baumaterialen/Baukonstruktionen aus, wenn insbesondere auch deren Auswirkungen aufs Klima und die Biodiversit\u00e4t betrachtet werden?</p><p>8. Ist der Bundesrat bereit in seinen n\u00e4chsten Rohstoffberichten eine Auslegeordnung zu machen, welche tats\u00e4chlich den Zielen einer gr\u00fcnen Wirtschaft gerecht werden und dies ungeachtet der aktuellen Brancheninteressen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1) Ein CO2-Speicherpotenzial im tiefen Untergrund existiert vor allem im Mittelland, wo auch f\u00fcnf der sechs Zementwerke ihren Standort haben. Dieses Potential m\u00fcsste aber erst weiter erkundet und erschlossen werden (vgl. Mo. 20.4063 FDP-Liberale Fraktion und Po. 18.4211 Thorens Goumaz). Alle Zementwerke verf\u00fcgen \u00fcber Bahnanschl\u00fcsse, die f\u00fcr den Transport von abgeschiedenem CO2 genutzt werden k\u00f6nnten. L\u00e4ngerfristig scheint es nach aktuellem Kenntnisstand technisch machbar, diese Werke an ein m\u00f6gliches zuk\u00fcnftiges CO2-Pipelinesystem anzuschliessen.</p><p>2) Ton kommt in der Schweiz reichlich vor. Das neue Zementverfahren wird aber zurzeit nicht verwendet und ist deshalb im Rohstoffsicherungsbericht nicht aufgef\u00fchrt. Sobald Tonzement in der Schweiz wirtschaftlich an Bedeutung gewinnen sollte, werden die Tonvorkommen im Rohstoffsicherungsbericht dargestellt werden.</p><p>3) Die Reduktion des Klinkeranteils im Zement (dessen Herstellung massgeblich f\u00fcr die CO2-Emissionen der Zementbranche verantwortlich ist) mit neuartigen Verfahren k\u00f6nnte die Nachfrage nach Kalk und Mergel sowie die CO2-Emissionen weiter reduzieren. Dies ist aus Umwelt- und Klimasicht zu begr\u00fcssen. Marktwirtschaftliche Anreize dazu existieren etwa aufgrund der Einbindung der Zementwerke in das Emissionshandelssystem. Der effektive zuk\u00fcnftige Rohstoffbedarf wird jedoch von den jeweiligen Dekarbonisierungsstrategien der Zementwerke abh\u00e4ngen (etwa bzgl. Brennstoffen, Klinkerersatz oder CO2-Abscheidung und -Speicherung) und ist daher schwierig abzusch\u00e4tzen.</p><p>5) Gem\u00e4ss Daten der Zementverb\u00e4nde lag die durchschnittliche CO2-Intensit\u00e4t pro produzierte Tonne Zement 2019 in der Schweiz (565 t CO2) im Schnitt fast 10 Prozent tiefer als im EU-28 Durchschnitt (620 t CO2) und schnitt auch im Vergleich zu den Nachbarl\u00e4ndern gut ab (Frankreich: 635 t CO2; Italien: 630 t CO2; Deutschland: 580 t CO2; \u00d6sterreich 550 t CO2). F\u00fcr die Schweiz und Deutschland ist dem Bundesrat bekannt, dass Zementwerke alternative Rohstoffe verwenden. Aufgrund der genannten CO2-Intensit\u00e4ten pro Tonne Zement ist davon auszugehen, dass auch in den anderen Nachbarl\u00e4ndern alternative Rohstoffe verwendet werden.</p><p>6) Dem Bundesrat sind keine vergleichenden Studien aus der Schweiz zur Langlebigkeit verschiedener Baumaterialien bekannt. Das deutsche Kompetenzzentrum \"Kosteng\u00fcnstig qualit\u00e4tsbewusst Bauen\" im Institut f\u00fcr Erhaltung und Modernisierung von Bauwerken (IEMB) hat 2006 die Lebensdauer von verschiedenen Bauteilen und Bauteilschichten gegliedert nach Funktion (bspw. Aussenw\u00e4nde, Innenw\u00e4nde) zusammengefasst. Der Vergleich zeigt bspw. keinen Unterscheid zwischen der Lebensdauer von Aussenw\u00e4nden aus Beton oder Hartholz; als Fundament kommt jedoch nur Beton in Frage.</p><p>7) Bei einem korrekten und verl\u00e4sslichen Vergleich der Umweltwirkungen im Baubereich werden Bauteile und Baukonstruktionen verglichen, die dieselbe Funktion erf\u00fcllen. Ein Vergleich auf der Ebene von Baumaterialen (Mengen) ist nicht sinnvoll. Die \u00d6kobilanz zeigt beispielsweise, dass eine Standard-W\u00e4rmed\u00e4mmung von Neubauten mit Glaswolle hinsichtlich Gesamtumweltbelastung und Klimawirkung besser abschneidet als eine mit Kork. Wenn man die Umweltwirkungen pro Kilogramm vergleichen w\u00fcrde, w\u00e4re nicht erkennbar, dass Glaswolle aufgrund der besseren W\u00e4rmed\u00e4mmungseigenschaften die geringeren Umweltwirkungen verursacht als Kork. Mit der Empfehlung der Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der \u00f6ffentlichen Bauherren (KBOB) \"\u00d6kobilanzdaten im Baubereich\" stehen gute, periodisch aktualisierte Grundlagendaten zur Berechnung einer \u00d6kobilanz zur Verf\u00fcgung. Mit der Methode der \u00f6kologischen Knappheit gibt es dabei eine Bewertungsmethode, welche die Umweltwirkungen bez\u00fcglich Klima, Luft, Wasser, Boden, Biodiversit\u00e4t etc. einbezieht.</p><p>8) Der Rohstoffsicherungsbericht 2020 hatte zum Ziel, Grundlagendaten zur Sicherung der langfristigen Versorgung der Schweiz mit Zementrohstoffen zusammenzufassen. Die Arbeiten der Verwaltung wurden von Praxis und Forschung unterst\u00fctzt. Die Substitution von prim\u00e4ren durch sekund\u00e4re Rohstoffe (bspw. Asche) und Betongranulat sowie neue Produktionsverfahren wurden ebenfalls thematisiert. Diese Aspekte werden im Sinne einer nachhaltigen Wirtschaft weiterhin feste Bestandteile der Rohstoffsicherungsberichte sein.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1630454400000)\/","SubmittedBy":"Egger Kurt","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1686873600000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52|2846","Category":null,"Modified":"\/Date(1716287041777)\/","SubmissionDate":"\/Date(1623888000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5110,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt|Raumplanung und Wohnungswesen"}}