{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213851,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213851,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213851,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213851,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213851,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213851,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213851,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213851,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213851,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213851,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213851,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213851,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213851,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213851,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213851,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213851,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213851,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213851,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3851","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Z\u00f6liakie. Wenn Gluten krank macht","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Z\u00f6liakie ist eine lebenslange, chronisch entz\u00fcndliche Autoimmunerkrankung. Bei dieser Erkrankung f\u00fchrt die Aufnahme von Gluten, einem in vielen Getreidesorten vorkommenden Klebereiweiss, zu einer Sch\u00e4digung des D\u00fcnndarms. Diese kann dazu f\u00fchren, dass N\u00e4hrstoffe nur vermindert aufgenommen werden und Komplikationen entstehen. Neben Mangelerscheinungen k\u00f6nnen auch diverse andere medizinische Probleme wie zum Beispiel Unfruchtbarkeit, Osteoporose, Haarausfall und M\u00fcdigkeit auftreten. Die Erkrankung betrifft Menschen aller Altersstufen gleichermassen. Unter einer strikten, glutenfreien Di\u00e4t k\u00f6nnen Personen mit Z\u00f6liakie jedoch meist v\u00f6llig beschwerdefrei leben. </p><p>- Rund 80 000 Personen in der Schweiz sind von Z\u00f6liakie betroffen, Tendenz klar steigend. </p><p>- Bereits Kleinkinder sind von Z\u00f6liakie betroffen.</p><p>- Z\u00f6liakie kann in allen Lebensphasen auftreten.</p><p>Momentan ist die glutenfreie Di\u00e4t die einzige existierende Therapieform. Das Nicht-Einhalten der Di\u00e4t schadet der Gesundheit und belastet das Gesundheitssystem langfristig. Die Mehrkosten f\u00fcr die Di\u00e4t belaufen sich auf bis zu 200 Franken pro Monat. Momentan leistet die Invalidenversicherung bis zum 20. Lebensjahr einen Pauschalbetrag f\u00fcr die entstehenden Mehrkosten. Danach kann lediglich in einigen Kantonen ein Steuerabzug innerhalb der 5 Prozent-Regel f\u00fcr Krankheitskosten geltend gemacht werden. Unter dem Strich: F\u00fcr einen Grossteil der Betroffenen ergibt sich somit keinerlei Anspruch auf eine Unterst\u00fctzung. </p><p>Ich bitte den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Ist er bereit, die Fortsetzung des Anspruchs auf IV-Entsch\u00e4digung der krankheitsbedingten Mehrkosten nach dem Erreichen des 20. Altersjahres zu pr\u00fcfen und damit die Benachteiligung der an Z\u00f6liakie erkrankten Menschen gegen\u00fcber Menschen mit anderen chronischen Krankheiten zu beseitigen?</p><p>2. Ist er bereit, die statistisch relevanten Daten zum Thema Z\u00f6liakie zu erheben?</p><p>3. Ist er bereit, Ursachen- und Versorgungsforschung im Bereich Z\u00f6liakie zu f\u00f6rdern? Wenn ja, wie?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die obligatorische Krankenversicherung verg\u00fctet gem\u00e4ss dem Bundesgesetz \u00fcber die Krankenversicherung (KVG) Leistungen zur Diagnose oder Behandlung einer Krankheit. Darunter fallen auch sogenannte Di\u00e4tmittel. Dabei handelt es sich um Lebensmittel f\u00fcr besondere medizinische Zwecke (FSMP: Foods for special medical purposes) gem\u00e4ss Lebensmittelgesetz oder Medizinprodukte gem\u00e4ss Heilmittelgesetz (HMG). Der Bundesrat erachtet die Weiterf\u00fchrung der Verg\u00fctung von in der IV verg\u00fcteten Di\u00e4tmitteln durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) auch nach dem 20. Altersjahr als grunds\u00e4tzlich gew\u00e4hrleistet. Einschr\u00e4nkungen gegen\u00fcber den Leistungen der IV k\u00f6nnen in der OKP auf Grund von altersspezifischen Unterschieden hinsichtlich der Wirksamkeit, Zweckm\u00e4ssigkeit und Wirtschaftlichkeit zur Anwendung kommen. </p><p>Personen mit Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten m\u00fcssen gewisse Lebensmittel meiden, sind aber in der Regel nicht ausschliesslich auf spezifische Di\u00e4tmittel angewiesen, sondern k\u00f6nnen auf andere Produkte ausweichen. Z\u00f6liakie-Erkrankte k\u00f6nnen z.B. auf allt\u00e4gliche, nicht glutenhaltige Lebensmittel wie Reis, Kartoffeln, Mais, Hirse, H\u00fclsenfr\u00fcchte, Quinoa ausweichen. Nicht in den Geltungsbereich des KVG fallen allf\u00e4llig h\u00f6here Lebenshaltungskosten auf Grund einer chronischen Krankheit. Diese Umst\u00e4nde k\u00f6nnen \u00fcber andere Systeme wie zum Beispiel Erg\u00e4nzungsleitungen oder Steuerbemessungen ausgeglichen werden. Der Bundesrat sieht somit keine grunds\u00e4tzliche Ungleichbehandlung von an Z\u00f6liakie erkrankten Personen gegen\u00fcber Menschen mit anderen chronischen Krankheiten.</p><p>2. Allgemeine Angaben zum Gesundheitszustand und zu gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen werden in der f\u00fcnfj\u00e4hrlichen Gesundheitsbefragung durch das Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) erhoben. Der Bundesrat erachtet eine zus\u00e4tzliche statistische Erhebung von Daten zum Thema Z\u00f6liakie zur Erf\u00fcllung der Aufgaben des Bundes als nicht notwendig. Krankheitsbezogene oder epidemiologische Daten werden bei Bedarf aus Studien gewonnen.</p><p>3. Die Forschung ist grunds\u00e4chlich Sache der Fachwelt. Forschende haben die M\u00f6glichkeit, Forschungsprojekte zu Z\u00f6liakie beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) einzureichen. Dar\u00fcber hinaus ist keine weitere krankheitsspezifische Ursachen- und Versorgungsforschung zu Z\u00f6liakie durch den Bund vorgesehen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1629849600000)\/","SubmittedBy":"Feri Yvonne","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1633046400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2446|2836|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1715877024420)\/","SubmissionDate":"\/Date(1623888000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5110,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Steuer|Sozialer Schutz|Gesundheit"}}