{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213861,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213861,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213861,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213861,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213861,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213861,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213861,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213861,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213861,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213861,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213861,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213861,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213861,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213861,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213861,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213861,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213861,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213861,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3861","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Auswirkungen von Pestiziden auf die Gesundheit. Standortbestimmung in der Schweiz","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht vorzulegen, in dem der aktuelle Kenntnisstand \u00fcber die Anzahl Erkrankungen an Parkinson, Lymphomen und Hirntumoren bei Personen, die in der Landwirtschaft, im Obstanbau und im Weinbau t\u00e4tig sind, dargelegt wird.</p>","ReasonText":"<p>In Frankreich werden seit 2012 mehrere Krankheiten als Berufskrankheiten angesehen. Dazu geh\u00f6ren unter anderem Parkinson, Lymphome und Krebskrankheiten im Hals-Nasen-Ohren-Bereich. Vor Kurzem wurden Hirntumore von B\u00e4uerinnen und Bauern, die 2020 verstorben sind, als Berufskrankheiten angesehen. Es wurde ein Fonds f\u00fcr die Entsch\u00e4digung von Pestizidopfern geschaffen, aus dem B\u00e4uerinnen und Bauern, aber auch Kinder, die vor der Geburt Pestiziden ausgesetzt waren, entsch\u00e4digt werden.</p><p>Die Schaffung einer nationalen Datenbank \u00fcber Pestizidopfer stellt ein statistisches Werkzeug wie auch ein Hilfsmittel f\u00fcr die Gesundheits\u00fcberwachung dar. Alle Berufsgruppen sollten dazu ermutigt werden, Daten \u00fcber Krankheiten zu erheben, die einen potenziellen Zusammenhang mit einer Belastung durch Pestizide haben, deren \u00dcbertragungswege verschieden sein k\u00f6nnen: \u00fcber die Augen, die Haut, die Atemwege oder die Verdauung. Die am st\u00e4rksten belasteten Berufe sind Berufe in der Landwirtschaft, im Obstanbau und im Weinbau. Aber auch Personen, die mitten in oder am Rande von Gebieten leben, in denen Pestizide eingesetzt werden, sind stark belastet.</p><p>In der Schweiz verf\u00fcgen wir \u00fcber kein Register, das die m\u00f6glichen Zusammenh\u00e4nge auff\u00fchrt zwischen der Pestizidbelastung und verschiedenen Krankheiten, von denen bekannt ist, dass sie bei chronischer Belastung eine erh\u00f6hte Inzidenz haben. Ein Walliser Neurologe hat bei Patientinnen und Patienten mit Parkinson (das in Frankreich eine 13-prozentig h\u00f6here Inzidenz als beim Rest der Bev\u00f6lkerung aufweist) eine Blutbestimmung von Pestiziden durchgef\u00fchrt und bis zu zw\u00f6lf verschiedene Pestizide mit Werten gefunden, die klar sind h\u00f6her als die Werte, die im Blut als akzeptabel angesehenen sind.</p><p>Diese einzelne Studie erm\u00f6glicht es jedoch nicht, mit Sicherheit einen Zusammenhang zwischen Krankheiten und der Pestizidexposition der untersuchten Personen herzustellen, und es ist die Aufgabe des Bundesrates, die Auswirkungen der Pestizidbelastung im Rahmen der Berufsaus\u00fcbung auf die Gesundheit zu untersuchen. Die nationale Krebsregistrierungsstelle ist zwar erst seit 2020 t\u00e4tig, k\u00f6nnte aber bereits dabei helfen, den Zusammenhang zwischen der Inzidenz von gewissen Krebskrankheiten und dem Beruf oder dem Lebensort der betroffenen Patientinnen und Patienten zu untersuchen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat sorgt sich um die Gesundheit der Personen, die in der Landwirtschaft, im Obstanbau und im Weinbau besch\u00e4ftigt sind, insbesondere wenn diese durch eine berufsbedingte Exposition gegen\u00fcber Pflanzenschutzmitteln beeintr\u00e4chtigt werden kann. Wie er in seiner Stellungnahme zur Interpellation Munz 20.4193 erw\u00e4hnte, hat das Institut f\u00fcr Arbeit und Gesundheit der Universit\u00e4t Lausanne im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (SECO) eine Literaturstudie \u00fcber die gesundheitlichen Auswirkungen der beruflichen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft durchgef\u00fchrt. Gest\u00fctzt auf die aktuell international vorhandenen epidemiologischen Daten zeigen die Ergebnisse dieser 2017 publizierten Studie, dass gewisse Arten von Krebs und bestimmte neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson bei Personen, die bei ihrer Arbeit Pflanzenschutzmitteln ausgesetzt sind, h\u00e4ufiger auftreten als bei anderen Berufsgruppen.</p><p>Angesichts dieser Erkenntnis hat das SECO im Rahmen des Aktionsplans des Bundesrates zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln die Studie \"\u00dcberwachung der chronischen Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf die Gesundheit von professionellen Anwendern in der Schweiz\" in Auftrag gegeben. Die 2020 publizierte Studie pr\u00e4sentiert verschiedene weltweit bestehende \u00dcberwachungssysteme, beschreibt die Voraussetzungen f\u00fcr den Aufbau eines entsprechenden Systems und skizziert die notwendigen Etappen f\u00fcr die Einf\u00fchrung eines an die Bedingungen in der Schweiz angepassten \u00dcberwachungssystems. Die Studie kommt zum Schluss, dass in der Schweiz zwar Datenbanken verf\u00fcgbar sind, diese aber nicht zur Beurteilung der Gesundheitsrisiken von Anwenderinnen und Anwendern von Pflanzenschutzmitteln konzipiert wurden.</p><p>Zum jetzigen Zeitpunkt l\u00e4sst sich anhand der verf\u00fcgbaren Daten die Anzahl der Personen, die in der Landwirtschaft, im Obstanbau und im Weinbau t\u00e4tig und potenziell von den im Postulat erw\u00e4hnten Erkrankungen betroffen sind, nicht genau ermitteln. Es ist daher nicht m\u00f6glich, einen Bericht zu diesem Thema vorzulegen. Durch die Umsetzung der parlamentarischen Initiative der WAK-S 19.475 sollte sich die Datenqualit\u00e4t zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln jedoch verbessern. Mittelfristig d\u00fcrfte somit mehr \u00fcber die Exposition von professionellen Anwenderinnen und Anwendern bekannt sein.</p><p>Bestandteil des aktuell umgesetzten Aktionsplans zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln ist auch die Weiterbildungspflicht f\u00fcr die berufliche Anwendung von Pflanzenschutzmitteln sowie die Verst\u00e4rkung der Kenntnisse \u00fcber den Umgang mit Pflanzenschutzmitteln in der beruflichen Grundbildung und in der h\u00f6heren Berufsbildung. Damit sollten professionelle Anwenderinnen und Anwender von Pflanzenschutzmitteln einfacher identifiziert werden k\u00f6nnen, womit sich auch die Pr\u00e4vention verbessern l\u00e4sst.</p><p>Nach Meinung des Bundesrates wurde die Gesundheits\u00fcberwachung der Landwirtinnen und Landwirte im erw\u00e4hnten Aktionsplan bereits eingehend behandelt. Somit braucht es zurzeit keinen spezifischen Bericht zu diesem Thema.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1631059200000)\/","SubmittedBy":"Crottaz Brigitte","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1686528000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1712762834150)\/","SubmissionDate":"\/Date(1623888000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5110,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}