{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213996,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213996,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213996,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213996,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213996,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213996,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213996,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213996,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213996,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213996,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213996,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213996,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213996,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213996,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213996,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213996,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20213996,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20213996,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.3996","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wie will der Bundesrat die medizinische Versorgung in den Berggebieten st\u00e4rken?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>W\u00e4hrend die Kosten im Gesundheitswesen laufend steigen, nimmt die Versorgung etlicher Bergregionen mit medizinischen Leistungen laufend ab. Die Schere \u00f6ffnet sich immer weiter. Hausarztpraxen k\u00f6nnen nicht mehr besetzt werden, die Patientinnen und Patienten m\u00fcssen - sofern sie \u00fcberhaupt mobil sind - gr\u00f6ssere Distanzen in Kauf nehmen und die Versorgung von Touristen w\u00e4hrend der Hochsaison ist vor Ort nicht gew\u00e4hrleistet. Diese negative Entwicklung betrifft nicht nur die Haus\u00e4rzte, sondern auch andere Bereiche wie Augen\u00e4rzte, Gyn\u00e4kologen, psychiatrische Betreuung usw. Der Bericht von B.S.S. vom September 2020 best\u00e4tigt diesen Befund. Zudem drohen zahlreiche Spit\u00e4ler auf dem Lande geschlossen zu werden. Gerade Berggemeinden sind zunehmend mit den Herausforderungen des demographischen Wandels konfrontiert. Umso wichtiger ist eine gute medizinische Versorgung, auch als Standortfaktor.</p><p>In diesem Zusammenhang gestatte ich mir folgende Fragen:</p><p>1. Welche Massnahmen sieht der Bundesrat vor, um der weiter abnehmenden Versorgungsqualit\u00e4t in den Berggebieten und l\u00e4ndlichen R\u00e4umen entgegen zu treten?</p><p>2. Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass in der Gesundheitspolitik vermehrt r\u00e4umlich differenzierte Ans\u00e4tze zur Anwendung gelangen m\u00fcssen?</p><p>3. Hat nicht gerade die Corona-Pandemie in Erinnerung gerufen, wie wichtig intakte und leistungsf\u00e4hige dezentrale medizinische Infrastrukturen und Leistungen sind?</p><p>4. Ist der Bundesrat bereit, neue Versorgungsmodelle wie z.B. den Einsatz von Advanced Practise Nurses aktiv zu unterst\u00fctzen?</p><p>5. Wie sch\u00e4tzt der Bundesrat das Synergiepotenzial zwischen verschiedenen Leistungstr\u00e4gern innerhalb des Gesundheitswesens aber auch mit anderen Leistungstr\u00e4gern der Grundversorgung (z.B. im Bereich Mobilit\u00e4t) mit Fokus auf die Bergregionen ein?</p><p>6. Welche Potenziale sieht der Bundesrat in der Digitalisierung, um die Erreichbarkeit der medizinischen Versorgung zu verbessern und neue Versorgungsmodelle zu entwickeln?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Wie in der Stellungnahme zum Postulat 21.4226 Bulliard \"Die medizinische Grundversorgung im l\u00e4ndlichen Raum und in den Berggebieten sicherstellen\" dargelegt, liegt die Sicherstellung der Versorgung im Zust\u00e4ndigkeitsbereich der Kantone. Der Bund kann im Bereich der Ausbildung Massnahmen ergreifen, wie er dies im Sonderprogramm zur Erh\u00f6hung der Abschlusszahlen in Humanmedizin getan hat. Er kann zudem bei der Weiterbildung, den Anforderungen zur Aus\u00fcbung dieser Berufe sowie bei der Abgeltung der haus\u00e4rztlichen Leistungen Vorschriften vorsehen, wie zuletzt im Rahmen des Masterplans Hausarztmedizin geschehen. Gem\u00e4ss aktueller Datenlage gibt es indes weder Hinweise auf eine Abnahme der Versorgungsqualit\u00e4t noch auf einen generellen Versorgungsmangel (vgl. auch Punkt 2).</p><p>2. Der Bundesrat teilt die Auffassung, dass die Gesundheitsversorgung r\u00e4umlich differenziert betrachtet werden muss. Daher untersuchte das Obsan 2020 im Auftrag des Forums medizinische Grundversorgung das Angebot und die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen in l\u00e4ndlichen, st\u00e4dtischen und intermedi\u00e4ren Regionen. Die Studie konnte in keiner der untersuchten Regionen einen Versorgungsmangel feststellen, auch wenn sie aufgrund der Datenlage keine Aussagen zu einzelnen Gemeinden machte. Jedoch konnte sie festhalten, dass keine allgemeine Unterversorgung in l\u00e4ndlichen Gegenden oder Bergregionen besteht. Es liegt in der Verantwortung der Kantone und Gemeinden, bei lokalen Engp\u00e4ssen geeignete Massnahmen wie z.B. gemeinde\u00fcbergreifende Angebote vorzusehen.</p><p>3. Wie der Bundesrat in der Antwort auf die dringliche Interpellation 21.4007 Fraktion Gr\u00fcnliberale \"Medizinische Versorgung und Pflegequalit\u00e4t auch in Krisen\" erkl\u00e4rt hat, ist die auch zu Normalzeiten angespannte Personalsituation ein Faktor, welcher dazu beitr\u00e4gt, dass Kapazit\u00e4ten nicht unbegrenzt erh\u00f6ht werden k\u00f6nnen. Die dauerhafte Ausrichtung des Gesundheitswesens auf eine Ausnahmesituation wie die Corona-Pandemie w\u00fcrde aber langfristig zu einer \u00dcberversorgung f\u00fchren. Eine \u00dcberlastung der Strukturen bestand w\u00e4hrend der Corona-Pandemie zudem haupts\u00e4chlich bei Intensivstationen sowie teilweise auf allgemeininternistischen Abteilungen von Zentrumsspit\u00e4lern. Auch das Personal in den Alters- und Pflegeheimen erlebte insbesondere in den ersten zwei Wellen eine sehr hohe Belastung. Die Gesundheitsversorgung in den anderen Versorgungsbereichen war indessen nicht \u00fcberlastet.</p><p>4. Der Bundesrat wird voraussichtlich 2022 den Bericht in Erf\u00fcllung des Postulats 19.4278 Streiff: \"Versorgungsl\u00fccken schliessen. Es ist Zeit f\u00fcr neue Pflegemodelle\" verabschieden. Dabei werden insbesondere die Versorgungsqualit\u00e4t und der aktuelle Stand der Entwicklung von Advanced Practice Nurses (APN) in Bezug auf Rolle, Einsatzgebiete, etc. untersucht. Zudem wird eine gesetzliche Regulierung (inkl. Abgeltung von Leistungen) von APN gepr\u00fcft. Des Weiteren sieht der Bundesrat im Rahmen des Pakets 2 der Massnahmen zur Kostend\u00e4mpfung die Definition von Netzwerken zur koordinierten Versorgung als eigene Leistungserbringer vor, was die Umsetzung von neuen Versorgungsmodellen erleichtern sollte.</p><p>5. Im F\u00f6rderprogramm \"Interprofessionalit\u00e4t im Gesundheitswesen 2017-20\" wurden Empfehlungen f\u00fcr die m\u00f6gliche Nutzung von Synergien durch interprofessionellen Zusammenarbeit (IPZ) zwischen den Professionen formuliert (www.bag.admin.ch/fpinterprof). Diese betonten, dass Gemeinden gerade in l\u00e4ndlichen Gebieten eine tragende Rolle einnehmen, indem sie Austauschgef\u00e4sse zur Verf\u00fcgung stellen und f\u00fcr verbindlich erkl\u00e4ren. Mit dem indirekten Gegenvorschlag zur Pflegeinitiative (Pa. Iv. 19.401) und den darin enthaltenen Finanzbeschl\u00fcssen k\u00f6nnten entsprechende Projekte gef\u00f6rdert werden.</p><p>6. Die Digitalisierung tr\u00e4gt zur niederschwelligen, ortsunabh\u00e4ngigen Gesundheitsversorgung bei, was in Bergregionen besonders relevant ist. Dazu geh\u00f6ren zum Beispiel die Nutzung von telemedizinischen Angeboten, aber auch mHealth-Anwendungen wie Gesundheits-Apps. Mit der Integration von Telemedizin und Telemonitoring in integrierte/koordinierte Versorgungsmodelle kann die Autonomie der Menschen zu Hause gest\u00e4rkt werden. Solche Modelle bieten sich insbesondere in l\u00e4ndlichen Regionen mit grossen Distanzen zu Gesundheitseinrichtungen an. Gerade das EPD kann mit dem kontrollierten Fernzugriff auf medizinische Unterlagen der Patientinnen und Patienten einen Beitrag leisten. Der Bund f\u00f6rdert die Digitalisierung daher im Rahmen seiner Zust\u00e4ndigkeiten. So ist sie ein Fokus der Strategie Gesundheit2030 (www.bag.admin.ch &gt; Strategie &amp; Politik &gt; Gesundheit2030); auch die Strategie eHealth Schweiz 2.0 beinhaltet ein Ziel zur digitalen Kompetenz und zum verantwortungs- und risikobewussten Umgang mit digitalen Gesundheitsdaten. Zur F\u00f6rderung der Transparenz im Bereich mHealth hat die Kompetenz- und Koordinationsstelle eHealth Suisse Kriterien bez\u00fcglich der Qualit\u00e4t von Gesundheitsapps ver\u00f6ffentlicht. Weiter pr\u00fcft der Bund im Bericht zur Erf\u00fcllung des Postulats 19.3382 Stahl \"Versandhandel mit nichtverschreibungspflichtigen Arzneimitteln\", wie der Online-Versandhandel mit nichtverschreibungspflichtigen Arzneimitteln vereinfacht werden kann. Insbesondere in peripheren Gebieten k\u00f6nnte dadurch der Zugang erleichtert werden. Der Bericht soll Ende 2021 vom Bundesrat verabschiedet werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1637712000000)\/","SubmittedBy":"Bulliard-Marbach Christine","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1695974341000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"34|52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1745523523487)\/","SubmissionDate":"\/Date(1631577600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5111,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Medien und Kommunikation|Umwelt|Gesundheit"}}