{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214077,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214077,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214077,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214077,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214077,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214077,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214077,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214077,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214077,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214077,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214077,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214077,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214077,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214077,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214077,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214077,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214077,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20214077,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.4077","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Zuckergehalt reduzieren, insbesondere f\u00fcr die Kinder","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Schweizer Bev\u00f6lkerung konsumiert ca. 110 g Zucker pro Tag. Das ist mehr als das Doppelte der 50 g, die die WHO als maximale Tagesdosis empfiehlt. Ein zu hoher Konsum von Zucker, insbesondere in Form von zuckerhaltigen Getr\u00e4nken, hat Auswirkungen auf die Gesundheit, da er \u00dcbergewicht und Adipositas sowie Karies beg\u00fcnstigt.</p><p>Der Bund hat in Zusammenarbeit mit Lebensmittelproduzenten und Vertreterinnen und Vertretern des Detailhandels mit der Erkl\u00e4rung von Mailand ein Projekt initiiert, dessen Ziel es ist, den Zucker in Joghurts und Fr\u00fchst\u00fcckscerealien - diese beiden Produkte enthalten oft eine grosse Menge an zugesetztem Zucker - schrittweise zu reduzieren. </p><p>Die Unternehmen scheinen 2019 die im Jahr 2017 festgelegten Reduktionsziele erreicht zu haben: Zwischen 2016 und 2018 wurde der zugesetzte Zucker in Joghurts um 3,5 Prozent und in Fr\u00fchst\u00fcckscerealien um 13 Prozent reduziert. Mit der Unterzeichnung der Erkl\u00e4rung von Mailand haben sich die Unternehmen verpflichtet, den zugesetzten Zucker bis 2024 in Joghurts um 10 Prozent und in Fr\u00fchst\u00fcckscerealien um 15 Prozent zu senken. </p><p>Ich bitte den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>1. Dass der Zuckergehalt bei einer Auswahl von Produkten reduziert werden konnte, ist positiv. Doch wie gross ist der Anteil des Zuckerkonsums bei diesen Produkten am Zuckerkonsum insgesamt? Werden diese Produkte schlicht durch andere, st\u00e4rker ges\u00fcsste Produkte ersetzt?</p><p>2. Hat die Erkl\u00e4rung von Mailand dazu gef\u00fchrt, dass die Schweizer Bev\u00f6lkerung weniger Zucker konsumiert?</p><p>3. Eine der Zielgruppen von zuckerhaltigen Produkten sind insbesondere Kinder und Jugendliche; direkte Werbung ist oft an sie gerichtet (Marketing f\u00fcr Kinder). Hat die Erkl\u00e4rung von Mailand hier eine Ver\u00e4nderung bewirkt? Wenn nicht, ist der Bundesrat der Meinung, dass andere Massnahmen n\u00f6tig sind, um die Kinder und Jugendlichen zu sch\u00fctzen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat ist sich des Problems des \u00fcberm\u00e4ssigen Zuckerkonsums und dessen gesundheitlicher Folgen bewusst. Daher messen das Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV) und die Kantone diesem Thema bei der Umsetzung der Schweizer Ern\u00e4hrungsstrategie 2017-2024 bzw. der kantonalen Programme besondere Bedeutung zu. Auch die Schweizer Ern\u00e4hrungsscheibe, die auf die 4- bis 12-J\u00e4hrigen ausgerichtet ist, und die App MySwissFoodPyramid f\u00fcr Jugendliche und Erwachsene seien in diesem Zusammenhang erw\u00e4hnt.</p><p>1-2) Bei der Lancierung der Erkl\u00e4rung von Mailand 2015 lag der Akzent auf Lebensmittelgruppen, die zu einer ausgewogenen Ern\u00e4hrung geh\u00f6ren, von der Bev\u00f6lkerung als gesund wahrgenommen werden und zu den Hauptzuckerlieferanten z\u00e4hlen. So werden etwa mit dem Verzehr eines Joghurts und einer Portion Cerealien 22 Gramm Zucker aufgenommen (vgl. Punkt 3). Unabh\u00e4ngig von der Erkl\u00e4rung von Mailand l\u00e4sst sich seit einigen Jahren feststellen, dass das Angebot an Produkten ohne Zuckerzusatz w\u00e4chst, was die Kaufentscheide der Konsumentinnen und Konsumenten erleichtert.</p><p>Das BLV verf\u00fcgt weder \u00fcber neue Daten zum Zuckerkonsum in der Schweiz noch \u00fcber Zahlen zum Anteil von Joghurt und Cerealien am Gesamtzuckerkonsum. Inwiefern die Konsumentinnen und Konsumenten Produkten mit reduziertem Zuckergehalt gegen\u00fcber st\u00e4rker gezuckerten Produkten den Vorrang geben, ist demnach nicht bekannt.</p><p>Die 2018 vom BLV durchgef\u00fchrte Untersuchung zeigte, dass Joghurts f\u00fcr Kinder im Vergleich zu den nicht speziell f\u00fcr Kinder bestimmten Joghurts im Schnitt deutlich weniger gezuckert waren. Untersuchungen aus den Jahren 2016-2018 ergaben, dass die Menge an zugesetztem Zucker in Joghurts f\u00fcr Kinder tendenziell abnimmt. Bei den Fr\u00fchst\u00fcckscerealien sind die Produkte f\u00fcr Kinder hingegen deutlich zuckerhaltiger. Im Zuge der Umsetzung der Erkl\u00e4rung von Mailand ging der Zuckergehalt in Joghurts und Fr\u00fchst\u00fcckscerealien um die in der Interpellation genannten Mengen zur\u00fcck, und die Hersteller haben sich verpflichtet, den Anteil an Zucker bis 2024 weiter zu reduzieren.</p><p>3) Kinder sind f\u00fcr Marketing sehr empf\u00e4nglich und ben\u00f6tigen daher einen besonderen Schutz. Deshalb hat das BLV die Kriterien der WHO \u00fcbernommen, die darauf abzielen, das auf Kinder ausgerichtete Marketing von Lebensmitteln mit einem zu hohen Salz- und Zuckergehalt freiwillig zu reduzieren. Die Gespr\u00e4che mit der Industrie zur Begrenzung der an Kinder gerichteten Lebensmittelvermarktung verliefen bisher ergebnislos, da weder bei den Auswahlkriterien f\u00fcr die Produkte noch bei den Zielen eine Einigung erzielt werden konnte. Die Gespr\u00e4che werden 2022 weitergef\u00fchrt. Parallel dazu findet ein neues Monitoring statt, dessen Ergebnisse Anfang 2023 vorliegen werden. Um die Erkl\u00e4rung von Mailand zu st\u00e4rken, will das BLV deren Ausweitung auf Getr\u00e4nke auf Milchbasis, Quarkprodukte und S\u00fcssgetr\u00e4nke vorschlagen. Ein Monitoring des Zuckergehalts in S\u00fcssgetr\u00e4nken wird durchgef\u00fchrt. Gest\u00fctzt auf dessen Ergebnisse sollen Reduktionsziele formuliert und mit der Lebensmittelindustrie diskutiert werden.</p><p>Schliesslich hat der Bundesrat am 23. Juni 2021 die Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 verabschiedet. Eines der dort definierten Ziele lautet, dass der Anteil der Bev\u00f6lkerung, der sich entsprechend den Ern\u00e4hrungsempfehlungen der Schweizer Lebensmittelpyramide gesund, ausgewogen und nachhaltig ern\u00e4hrt, auf einen Drittel steigen soll.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1636502400000)\/","SubmittedBy":"Fehlmann Rielle Laurence","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1695986058000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|15|28|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1745523360357)\/","SubmissionDate":"\/Date(1632355200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5111,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Wirtschaft|Soziale Fragen|Gesundheit"}}