{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214094,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214094,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214094,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214094,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214094,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214094,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214094,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214094,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214094,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214094,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214094,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214094,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214094,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214094,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214094,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214094,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214094,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20214094,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.4094","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Ruhe, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind am Sterben!","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein Observatorium f\u00fcr Arbeitsgesundheit und -unf\u00e4lle zu errichten, das die quantitativen und qualitativen Daten insbesondere zu Arbeitsunf\u00e4llen, zur Gesundheit am Arbeitsplatz und Gesundheitsstatistiken mit Bezug auf die sozioprofessionellen Kategorien, den Bildungsstand und auf andere soziodemografische Kriterien zur Verf\u00fcgung stellt und dem Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) angegliedert wird. Das Observatorium soll Empfehlungen zu Gesetzes\u00e4nderungen und zur betrieblichen Pr\u00e4vention herausgeben.</p>","ReasonText":"<p>In der Schweiz mangelt es an Daten zu Arbeitsunf\u00e4llen und Gesundheit am Arbeitsplatz. Verschiedene Institutionen, Kantone oder Netzwerke \u00f6ffentlicher kantonaler Spit\u00e4ler f\u00fchren dazu zwar Statistiken, doch Daten auf nationaler Ebene und Querschnittsdaten sind zu selten und zu l\u00fcckenhaft.</p><p>Zwar ver\u00f6ffentlicht das BFS Daten zu Gesundheit und Arbeit, diese sind aber nur wenig hilfreich f\u00fcr die Entwicklung von Pr\u00e4vention und Politik, denn sie stellen keine Verkn\u00fcpfungen her zwischen Krankheiten, Unf\u00e4llen und Berufen, da Letztere in den Datenbanken kaum oder gar nicht kodiert sind. Die Suva ihrerseits erfasst die Daten zu Krankheiten und Unf\u00e4llen, die anerkanntermassen mit dem Beruf zusammenh\u00e4ngen: 2400 Krankheitsf\u00e4lle pro Jahr. Eine zu tief angesetzte Zahl, in der \u00fcberdies die psychischen Erkrankungen nicht erfasst sind. Die vom SECO durchgef\u00fchrten Hochrechnungen gehen von 1,1 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit gesundheitlichen Problemen aus, die mit dem Arbeitsplatz zusammenh\u00e4ngen.</p><p>Die Covid-Pandemie zeigt in aller Deutlichkeit die Schw\u00e4che dieser Daten. Indikatoren zu Beruf und Arbeitsort der infizierten Personen fehlen. Die Zahlen des BAG zeigen einzig, dass sich 8,7 Prozent aller Infizierten am Arbeitsplatz angesteckt haben d\u00fcrften und diese Ansteckungen hinter denjenigen durch ein Familienmitglied oder andere an dritter Stelle liegen. Laut der Analyse von Alessandro Pelizzari, Direktor der HETSL (Fachhochschule f\u00fcr soziale Arbeit und Gesundheit in Lausanne) bestehe ein enger Zusammenhang zwischen dem Mangel an sozioprofessionellen Daten und dem Willen der Beh\u00f6rden, die Arbeit nicht ins Zentrum der Covid-19-Pr\u00e4vention zu r\u00fccken. </p><p>Unter diesen Bedingungen ist es schwierig, Zusammenh\u00e4nge zwischen der Aus\u00fcbung bestimmter Berufe und dem Risiko von Unf\u00e4llen und Krankheiten, sowohl physischer als auch psychischer Art, festzustellen; schwierig auch, diesen Risiken vorzubeugen und sie zu verhindern. Die Arbeit verursacht jedes Jahr mehrere Tote und raubt den Betroffenen je nach Beruf Jahre ihrer Lebenserwartung. Die Kosten f\u00fcr arbeitsbedingte Krankheiten belaufen sch\u00e4tzungsweise sich j\u00e4hrlich auf 30 Milliarden. Es ist also Zeit, ein Observatorium f\u00fcr Arbeitsgesundheit und -unf\u00e4lle zu errichten, um die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer besser zu sch\u00fctzen und die betriebliche Pr\u00e4vention in den Unternehmen in den Fokus zu r\u00fccken. Unter guten Bedingungen kann die Arbeit zur Gesundheit beitragen. Dies muss f\u00fcr alle Wirklichkeit werden!</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat ist auch der Ansicht, dass die Messung der Gesundheit und der Unf\u00e4lle am Arbeitsplatz wichtig ist. Die Schaffung eines Observatoriums, das die notwendigen Daten erfasst und Empfehlungen f\u00fcr die Gesetzgebung und die Pr\u00e4vention abgibt, erachtet er jedoch aus folgenden Gr\u00fcnden als nicht n\u00f6tig.</p><p>Die Unfallversicherer f\u00fchren gem\u00e4ss dem Bundesgesetz \u00fcber die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) einheitliche Statistiken, die der Verh\u00fctung von Unf\u00e4llen und Berufskrankheiten dienen (Art. 79 Abs. 1 UVG). Gem\u00e4ss Artikel\u00a0105 Absatz\u00a04 der Verordnung \u00fcber die Unfallversicherung (UVV, SR 832.202) sind zur Beschaffung von Unterlagen f\u00fcr die Verh\u00fctung von Unf\u00e4llen und Berufskrankheiten Statistiken \u00fcber die Ursachen von Berufsunf\u00e4llen und Berufskrankheiten sowie von Nichtberufsunf\u00e4llen zu f\u00fchren. Basierend auf Artikel\u00a0105 UVV hat das Eidgen\u00f6ssische Departement des Innern (EDI) die Verordnung des EDI \u00fcber die Statistiken der Unfallversicherung (SR 431.835) erlassen. In Artikel\u00a01 Absatz\u00a01 Buchstabe\u00a0a dieser Verordnung werden die UVG-Versicherer verpflichtet, sich im Rahmen der obligatorischen Versicherung an der Erstellung der Statistik \u00fcber die Zahl der Unf\u00e4lle und Berufskrankheiten zu beteiligen.</p><p>Die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr Pr\u00e4ventionsmassnahmen ist bereits im UVG und im Arbeitsgesetz (ArG, SR 822.11) verankert. Gem\u00e4ss Artikel\u00a082 Absatz\u00a01 UVG ist der Arbeitgeber verpflichtet, zur Verh\u00fctung von Berufsunf\u00e4llen und Berufskrankheiten alle Massnahmen zu treffen, die nach der Erfahrung notwendig, nach dem Stand der Technik anwendbar und den gegebenen Verh\u00e4ltnissen angemessen sind. Dar\u00fcber hinaus ist der Arbeitgeber gem\u00e4ss Artikel\u00a06 Absatz\u00a01 ArG verpflichtet, zum Schutze der Gesundheit der Arbeitnehmenden alle Massnahmen zu treffen, die nach der Erfahrung notwendig, nach dem Stand der Technik anwendbar und den Verh\u00e4ltnissen des Betriebes angemessen sind.</p><p>Das Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) verf\u00fcgt bereits \u00fcber detaillierte Daten zu Gesundheit, sozioprofessionellen Kategorien, Bildungsstufen und weiteren soziodemografischen Kriterien, die vertiefte Analysen erm\u00f6glichen. Diese Daten k\u00f6nnen durch einen geeigneten Abgleich miteinander verkn\u00fcpft werden, um die Komponenten Krankheit, Unfall und Beruf zu verbinden. Ausserdem beteiligt sich das SECO an verschiedenen nationalen und internationalen Studien zur Gesundheit am Arbeitsplatz. Die Ergebnisse dieser Studien werden in regelm\u00e4ssigen Abst\u00e4nden publiziert und erm\u00f6glichen die Nachverfolgung der Situation rund um die Gesundheit am Arbeitsplatz (z.B. die Schweizerische Gesundheitsbefragung, letzte Ausgabe 2017, sowie die viertelj\u00e4hrliche Schweizerische Arbeitskr\u00e4fteerhebung vom BFS durchgef\u00fchrt). Die Entwicklung rund um Gesundheitsprobleme, die nur bedingt die Kriterien f\u00fcr die Anerkennung als Berufskrankheit erf\u00fcllen, wird durch spezifische Studien \u00fcberwacht (z.B. die Europ\u00e4ische Unternehmensbefragung \u00fcber neue und aufkommende Risiken des SECO).</p><p>Im Rahmen der Strategie Gesundheit2030, die der Bundesrat am 6. Dezember 2019 verabschiedet hat, verschreiben sich der Bund, vertreten durch das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG), und die Kantone namentlich dem Ziel, die Gesundheit in der Arbeitswelt und damit auch ein gesundes Arbeitsumfeld zu f\u00f6rdern. Bund, Kantone und Sozialpartner sollen Verbindlichkeit und Wirksamkeit der bestehenden Massnahmen zur Gesundheitsf\u00f6rderung und Pr\u00e4vention in Wirtschaft und Arbeitswelt erh\u00f6hen. Der Entwicklung und Implementierung von Pr\u00e4ventionsmassnahmen, die im Bereich der psychosozialen Belastungen (Arbeitszeit, Stress, Mobbing, Burnout etc.) messbare Wirkung erzielen, kommt dabei besondere Bedeutung zu.</p><p>Die vom Postulat erwarteten Bed\u00fcrfnisse und Ergebnisse werden somit bereits durch bestehende Massnahmen abgedeckt. Die Einf\u00fchrung eines Observatoriums f\u00fcr die Gesundheit und f\u00fcr Unf\u00e4lle am Arbeitsplatz w\u00fcrde zu Doppelspurigkeiten, administrativem Aufwand und ungerechtfertigten zus\u00e4tzlichen Kosten f\u00fchren.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1637107200000)\/","SubmittedBy":"Prezioso Batou Stefania","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1694701191000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"44|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763105006990)\/","SubmissionDate":"\/Date(1632787200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5111,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Gesundheit"}}