{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214101,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214101,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214101,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214101,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214101,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214101,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214101,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214101,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214101,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214101,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214101,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214101,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214101,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214101,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214101,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214101,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214101,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20214101,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.4101","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Trinkwasser in unseren \u00f6ffentlichen Schwimmb\u00e4dern. Die reinste Verschwendung!","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Vor dem Hintergrund der Begr\u00fcndung bitte ich den Bundesrat um Antwort auf folgende Fragen:</p><p>1. Ist sich der Bundesrat des Problems bewusst, dass \u00f6ffentliche Schwimmb\u00e4der mit Trinkwasser gef\u00fcllt werden, obwohl andere, \u00f6kologischere und wirtschaftlichere L\u00f6sungen eingesetzt werden k\u00f6nnten?</p><p>2. Ist er der Meinung, es sei verh\u00e4ltnism\u00e4ssig, dass Seewasser, das die Kriterien zum Baden erf\u00fcllt, nicht direkt f\u00fcr die F\u00fcllung der Bassins oder die Erneuerung des Wassers in den Bassins in den \u00f6ffentlichen Schwimmb\u00e4dern genutzt werden kann?</p><p>3. Die Verordnung des EDI \u00fcber Trinkwasser sowie Wasser in \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen B\u00e4dern und Duschanlagen (TBDV) verweist auf die SIA-Norm 546 385/9. Welche L\u00f6sungen kann sich der Bundesrat im Hinblick auf die Schonung der nat\u00fcrlichen Ressourcen vorstellen, um die sch\u00e4dliche Wirkung, die auf eine strikte Anwendung dieser Norm zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, zu verhindern?</p>","ReasonText":"<p>Artikel\u00a013 TBDV besagt Folgendes: \"Wasseraufbereitungs- und Duschanlagen m\u00fcssen nach den anerkannten Regeln der Technik eingerichtet, betrieben oder abge\u00e4ndert werden.\" Wie so oft, verweist die Verordnung auf die geltenden technischen Vorschriften; im vorliegenden Fall ist das die SIA-Norm 546 385/9, die sich mit Wasser und Wasseraufbereitungsanlagen in Gemeinschaftsb\u00e4dern befasst und unter Ziffer 2.1.1 festlegt, das F\u00fcllwasser m\u00fcsse die gleichen hygienischen Anforderungen erf\u00fcllen wie das Trinkwasser.</p><p>Um dieser Anforderung nachzukommen, f\u00fcllen zahlreiche Gemeinden ihre \u00f6ffentlichen B\u00e4der mit Trinkwasser direkt aus dem Trinkwassernetz, das oft mit Quellwasser gespeist wird. </p><p></p><p>Der Klimawandel, dem wir uns heute gegen\u00fcbersehen, sollte uns in Erinnerung rufen, dass Trinkwasser ein wertvolles, nicht mehr zu verschwendendes Gut ist. Es muss alles unternommen werden, um den Verbrauch nat\u00fcrlicher Ressourcen wie Quellwasser so stark wie m\u00f6glich einzud\u00e4mmen. Wenn wir nichts tun, verschwinden diese Ressourcen mittelfristig schlicht und ergreifend.  </p><p>In unserem Land wird die Wasserqualit\u00e4t in Fl\u00fcssen und Seen st\u00e4ndig \u00fcberwacht. Im Kanton Waadt beispielsweise kontrolliert das Wasserinspektorat den Sommer \u00fcber die bakteriologische Qualit\u00e4t an den Ufern der verschiedenen Seen. Eine Kartografie wird online gestellt, damit sich die Bev\u00f6lkerung \u00fcber die Wasserqualit\u00e4t an den verschiedenen Seeufern im Kanton informieren kann. Wenn die Qualit\u00e4t des gepr\u00fcften Wassers schlecht ist, wird mit dem Einverst\u00e4ndnis des Kantonsarztes ein Badeverbot ausgesprochen. Das Seewasser ist also anerkannt als zum Baden geeignet oder nicht geeignet. Warum nutzt man es also nicht zu einem geringeren Preis sowohl aus \u00f6kologischer als auch aus finanzieller Sicht, um unsere Schwimmb\u00e4der ohne zus\u00e4tzliche Behandlung zu f\u00fcllen? </p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der Einsatz von Frischwasser m\u00f6glichst in Trinkwasserqualit\u00e4t in Badeanlagen ist Voraussetzung zur Gew\u00e4hrleistung einer optimalen Hygiene und dient der Sicherheit der Badeg\u00e4ste. Seewasser enth\u00e4lt organisches Material (Mikroorganismen, pflanzliches Material, tierische F\u00e4kalien etc.) sowie Stoffe aus Abwasser von Landwirtschaft und Gewerbe. Der Einsatz von Seewasser h\u00e4tte in B\u00e4dern einen \u00fcberproportionalen Aufbereitungsaufwand zur Folge, da bei der direkten Desinfektion dieses Wassers zahlreiche unerw\u00fcnschte Nebenprodukte entstehen. Je 40\u00a0Prozent des Schweizer Trinkwassers stammen aus Quellen und Grundwasser und m\u00fcssen nicht oder nur wenig aufbereitet werden. Die restlichen 20\u00a0Prozent stammen aus Seewasser, welches aufw\u00e4ndige Reinigungsstufen in Wasserwerken, die extra daf\u00fcr ausger\u00fcstet sind, durchlaufen muss.</p><p>2. Die Zufuhr von Frischwasser aus dem Trinkwasserverteilnetz stellt f\u00fcr Badebetreiber aus \u00f6konomischer und \u00f6kologischer Sicht die beste L\u00f6sung dar, um Gesundheit und Sicherheit zu gew\u00e4hrleisten sowie die Bed\u00fcrfnisse der Badeg\u00e4ste an \u00c4sthetik und Komfort (z. B. Aussehen und Geruch des Wassers) optimal zu erf\u00fcllen. Der Einsatz von Seewasser w\u00fcrde aufgrund der schwankenden Wasserqualit\u00e4t und -quantit\u00e4t den Betrieb jeder Badeanlage erheblich erschweren, da diese nicht daf\u00fcr ausger\u00fcstet sind. Schlimmstenfalls k\u00f6nnte ein ganzj\u00e4hriger Badebetrieb, wie z. B. in Hallenb\u00e4dern oder Schul- und Therapieb\u00e4dern \u00fcblich, nicht mehr garantiert werden. Zudem m\u00fcsste neben dem bestehenden Trinkwasserverteilnetz schweizweit eine zus\u00e4tzliche Transportinfrastruktur f\u00fcr Seewasser mit Zuleitungen zu Badeanlagen erstellt werden, was unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig w\u00e4re.</p><p>3. Bereits vor dem Inkrafttreten der Verordnung des EDI \u00fcber Trinkwasser sowie Wasser in \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen B\u00e4dern und Duschanlagen (TBDV; SR 817.022.11) am 1. Mai 2017 wurde f\u00fcr Badeanlagen Trinkwasser verwendet. Die bis zu diesem Datum geltenden kantonalen Badewasserverordnungen sowie die Kontrollen bezogen sich auf die SIA-Norm 385/9. Nebst den sicherheitsrelevanten und \u00f6konomischen Gr\u00fcnden sieht der Bundesrat auch aus Sicht des Ressourcenschutzes keinen Handlungsbedarf, da der Trinkwasserverbrauch in der Schweiz trotz starkem Anstieg der Bev\u00f6lkerungszahl seit Jahren zur\u00fcckgeht und das f\u00fcr \u00f6ffentliche Schwimmb\u00e4der eingesetzte Trinkwasser weniger als 5\u00a0Prozent der j\u00e4hrlich gewonnenen Gesamtmenge ausmacht.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1636502400000)\/","SubmittedBy":"Pointet Fran\u00e7ois","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1639699200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1763108327400)\/","SubmissionDate":"\/Date(1632787200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5111,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Umwelt"}}