{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214143,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214143,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214143,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214143,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214143,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214143,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214143,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214143,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214143,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214143,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214143,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214143,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214143,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214143,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214143,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214143,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214143,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20214143,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.4143","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Agroscope streicht die Bedeutung der F\u00f6rderung von Honig- und Wildbienen in der Agrarlandschaft hervor. Was tut der Bundesrat?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Anteil an insektenbest\u00e4ubten Kulturen nimmt in der Schweiz stetig zu. Entsprechend steigt die Nachfrage nach Best\u00e4ubungsleistung. Eine Studie von Agroscope zeigen nun, dass Honig- UND Wildbienen f\u00fcr eine gute Best\u00e4ubung unerl\u00e4sslich sind. Dabei scheinen Wildbest\u00e4uber f\u00fcr die Produktion von Kern-, Steinobst- und Beerenkulturen besonders wichtig: Verschiedene Arten sind bei unterschiedlichen Temperaturen aktiv und k\u00f6nnen die Bl\u00fcten bei unterschiedlichsten Wetterbedingungen best\u00e4uben. Wie SCNAT im Bericht \"Insektenvielfalt in der Schweiz\" festh\u00e4lt, stehen Wildbest\u00e4uber durch den kontinuierlichen Verlust von Habitaten und Nahrungsressourcen sowie die Belastung durch Licht und Pestizide aber zunehmend unter Druck.</p><p>Agroscope h\u00e4lt zur eigenen Studie fest: \"Die Ergebnisse zeigen die Wichtigkeit vielf\u00e4ltiger Agrarlandschaften und ein Zusammenspiel von verschiedenen geh\u00f6lzerreichen und halbnat\u00fcrlichen Habitaten, wie artenreiche Waldr\u00e4nder und Hecken, zusammen mit krautigen, bl\u00fctenreichen Lebensr\u00e4umen. [...] Hierbei k\u00f6nnen Buntbrachen oder Bl\u00fchstreifen f\u00fcr Best\u00e4uber wertvolle Nahrungsressourcen, und wenn mehrj\u00e4hrig, auch Nistm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Wildbienen bieten.</p><p>Wenn durch diese Massnahmen Best\u00e4uber gef\u00f6rdert werden und diese zus\u00e4tzlich die Felder und Obstg\u00e4rten optimal best\u00e4uben, entsteht eine Win-Win-Situation f\u00fcr die landwirtschaftliche Produktion und die Biodiversit\u00e4t.\"</p><p>1. Nachdem Agroscope gezeigt hat, dass eine optimale Best\u00e4ubung durch Honig- und Wildbienen einen Einfluss auf Quantit\u00e4t UND Qualit\u00e4t der befruchteten Kulturen haben kann: Aufweichen Wert bel\u00e4uft sich nun die j\u00e4hrlichen Best\u00e4uberleistung in der Schweiz?</p><p>2. Offenbar k\u00f6nnte ein fortschreitender Verlust der Wildbest\u00e4uber zu hohen Einbussen in der Landwirtschaft f\u00fchren: Was kostet es, den Verlust der Best\u00e4uberleistung wettzumachen, bei einem Verlust von 25 Prozent bzw. 50 Prozent bzw. 75 Prozent bzw. 100 Prozent der Wildbest\u00e4uber, gegen\u00fcber heute? Welche Verfahren w\u00fcrden eingesetzt?</p><p>3. Was kostet es im Vergleich, das fortschreitende Insektensterben zu stoppen?</p><p>4. Wie Agroscope, kommt SCNAT im Bericht \"Biodiversit\u00e4tsf\u00f6rdernde Strukturen im Landwirtschaftsgebiet\" zum Schluss, dass solche oft fehlen und schl\u00e4gt darum rund 60 Massnahmen vor, um identifizierte Defizite zu beheben: Welche Sofortmassnahmen schl\u00e4gt der Bundesrat vor? Welche ambitionierten, messbaren und terminierten Ziele verfolgt er in der mittleren und langen Frist?</p><p><a href=\"https://www.researchgate.net/profile/Louis-Sutter/publication/336716776_Wildbienen_-Unterschatzte_Helfer_der_Kirschenproduktion/links/5daeaa32299bf111d4bfa6b1/Wildbienen-_Unterschaetzte-Helfer-der-Kirschenproduktion.pdf\">https://www.researchgate.net/profile/Louis-Sutter/publication/336716776_Wildbienen_-Unterschatzte_Helfer_der_Kirschenproduktion/links/5daeaa32299bf111d4bfa6b1/Wildbienen-_Unterschaetzte-Helfer-der-Kirschenproduktion.pdf</a></p><p><a href=\"https://scnat.ch/de/uuid/i/0ffab3f6-5259-51df-a67b-6a04cc8def23-Insektenvielfalt_in_der_Schweiz\">https://scnat.ch/de/uuid/i/0ffab3f6-5259-51df-a67b-6a04cc8def23-Insektenvielfalt_in_der_Schweiz</a></p><p><a href=\"https://scnat.ch/de/uuid/i/f278cef9-b02b-51e1-8962-554847c00423-Biodiversit%C3%A4tsf%C3%B6rdernde_Strukturen_im_Landwirtschaftsgebiet\">https://scnat.ch/de/uuid/i/f278cef9-b02b-51e1-8962-554847c00423-Biodiversit%C3%A4tsf%C3%B6rdernde_Strukturen_im_Landwirtschaftsgebiet</a></p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Im genannten Bericht von Agroscope wird der Wert der Best\u00e4ubungsleistung mit j\u00e4hrlich 341 Millionen Franken beziffert. Dieser Wert wurde f\u00fcr das Jahr 2014 berechnet und stellt den Mittelwert der urspr\u00fcnglichen Sch\u00e4tzung von Sutter et al. (2017) dar, die eine Spannweite von CHF 205-479 Mio. errechnet hatten. Weil die Insektenbest\u00e4ubung nicht nur die Ertragsmenge, sondern auch die Qualit\u00e4t bestimmter Kulturen beeinflusst, stellt dieser Mittelwert eine eher konservative Sch\u00e4tzung dar. Um wieviel die Sch\u00e4tzung durch Miteinbeziehen der Qualit\u00e4t nach oben korrigiert werden m\u00fcsste, kann aufgrund der vorliegenden Daten nicht gesagt werden. Es ist jedoch anzunehmen, dass er sich in der genannten Spannweite bewegt.</p><p>2. Geht man von der oben genannten Sch\u00e4tzung und der Erkenntnis aus, dass etwa die H\u00e4lfte der Wertsch\u00f6pfung durch Insektenbest\u00e4ubung durch Hummeln und Wildbienen erbracht wird (Kleijn et al. 2015; globales Mittel), so kann der Schaden f\u00fcr die Landwirtschaft bei einem Totalausfall der Wildbest\u00e4uber auf rund 170 Millionen Franken pro Jahr gesch\u00e4tzt werden. Ein Ausfall der Best\u00e4ubungsleistung durch Hummeln und Wildbienen k\u00f6nnte durch eine Erh\u00f6hung der Anzahl Honigbienenv\u00f6lker und ihre gezielte Platzierung bei insektenbest\u00e4ubten Kulturen teilweise ersetzt werden. Ausserdem k\u00f6nnten vermehrt kommerziell erh\u00e4ltliche Hummeln und Solit\u00e4rbienen eingesetzt werden. Eine weitere M\u00f6glichkeit stellt der vermehrte Anbau von selbstbest\u00e4ubenden Sorten dar. Solche Sorten existieren jedoch nicht f\u00fcr alle Kulturen, und selbst wenn sie existieren, kann ein Vollertrag nur durch zus\u00e4tzliche Insektenbest\u00e4ubung erreicht werden. F\u00fcr wenige Kulturen und Produktionssysteme k\u00f6nnte zuk\u00fcnftig auch eine mechanische Best\u00e4ubung durch Roboter oder Drohnen denkbar sein. Wie hoch die sogenannten \"replacement costs\" sind, kann nicht beziffert werden.</p><p>3. Der Bundesrat hat im Rahmen der Sofortmassnahmen zum Aktionsplan Strategie Biodiversit\u00e4t Schweiz deutliche Mittelaufstockungen vorgenommen. Damit werden Massnahmen zur Erhaltung der Insektenvielfalt und ihrer Kernhabitate unterst\u00fctzt. Alleine seit dem Jahr 2021 setzt der Bund rund 20 Millionen pro Jahr zus\u00e4tzlich ein. Diese Mittel werden durch die Kantone im Rahmen der Programmvereinbarungen in \u00e4hnlichem Umfang erg\u00e4nzt. Damit wird die Sanierung von nationalen Biotopen unterst\u00fctzt, was auch den Insekten hilft. Wie bereits in der Antwort auf die Motion 20.3010 angek\u00fcndigt, ist der Bundesrat zudem bereit zu pr\u00fcfen, ob sich unter Ber\u00fccksichtigung des Berichtes zuhanden der UREK-N und den von der Kommission geforderten weiteren Schritten zus\u00e4tzlicher Handlungsbedarf ergibt. Die damit verbundenen Kosten werden ebenfalls Teil dieser Pr\u00fcfung sein.</p><p>4. Der SCNAT-Bericht wurde vom BLW mitfinanziert, um die F\u00f6rderung der Strukturen in der Agrarpolitik zu verbessern. Schnell umsetzbare Massnahmen wurden in die Agrarpolitik 2022+ integriert. Letztere schl\u00e4gt als messbares Ziel die Zunahme der biologischen Vielfalt auf den Biodiversit\u00e4tsf\u00f6rderfl\u00e4chen und eine stabile Entwicklung auf der restlichen landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4che zwischen dem ersten und zweiten Erhebungszyklus des ALL-EMA-\u00dcberwachungsprogramms vor. Die Bewertung der Beitr\u00e4ge zur F\u00f6rderung der biologischen Vielfalt hat gezeigt, dass das Vorhandensein von Strukturen entscheidend ist f\u00fcr die Erhaltung und F\u00f6rderung der biologischen Vielfalt auf landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1637107200000)\/","SubmittedBy":"Graf Maya","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1639526400000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|36|52|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690501546673)\/","SubmissionDate":"\/Date(1632873600000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5111,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Wissenschaft und Forschung|Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}