{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214158,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214158,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214158,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214158,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214158,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214158,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214158,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214158,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214158,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214158,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214158,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214158,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214158,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214158,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214158,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214158,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214158,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20214158,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.4158","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Hochqualifizierten Immigrantinnen und Immigranten mehr Chancen auf Bildung und eine gute Arbeit geben","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Viele Immigrierte weisen eine hohe Qualifikation auf. So sind seit der Fl\u00fcchtlingskrise 2015 vermehrt Personen aus Herkunftsl\u00e4ndern mit einem gut entwickelten terti\u00e4ren Bildungssystem (Syrien, T\u00fcrkei, Iran, Irak, Afghanistan etc.) in die Schweiz gefl\u00fcchtet. Aufgrund rechtlicher, b\u00fcrokratischer und sozialer Hindernisse arbeiten jedoch viele weit unter ihrem fachlichen Niveau in niedrig qualifizierten Jobs. Dieses Fachkr\u00e4ftepotenzial zu ignorieren, ist nicht allein menschlich st\u00f6rend, sondern auch ein Nachteil f\u00fcr die Wirtschaft und den Steuerzahler.</p><p>1. Was unternimmt der Bundesrat, um in Absprache mit den ETH, Kantonen, Universit\u00e4ten, Fachhochschulen und h\u00f6heren Berufsschulen </p><p>a. die partielle oder modulare Anerkennung fr\u00fcherer Qualifikationen, ausl\u00e4ndischer Studienleistungen und professioneller Erfahrungen einzuf\u00fchren?</p><p>b. Verfahren zu entwickeln, um ungen\u00fcgend dokumentierte Qualifikationen anzuerkennen?</p><p>c. modulare Pr\u00fcfungen einzuf\u00fchren, um die individuelle Eignung oder die Gleichwertigkeit ausl\u00e4ndischer Leistungen festzustellen?</p><p>2. K\u00f6nnen solche modularen Anerkennungen zum Zugang verk\u00fcrzter Studieng\u00e4nge oder Weiterbildungen beitragen oder diesen erleichtern?</p><p>3. Wie lassen sich im Ausland erworbene Qualifikationen so anerkennen, dass nicht konsekutive Abschl\u00fcsse m\u00f6glich werden, also Bachelor- oder Master-Studien \u00fcbersprungen oder Anschlussstudien in einem anderen Fach absolviert werden k\u00f6nnen?</p><p>4. Was unternimmt der Bundesrat mit den Verbundpartnern, um f\u00fcr Hochqualifizierte mehr, bessere und kostenfreie Sprachangebote auf der Terti\u00e4rstufe bereitzustellen?</p><p>5. Um f\u00fcr diese Gruppe kostenfreie Standortbestimmungen und Laufbahnberatungen anzubieten?</p><p>6. Um entsprechende Informationen besser bekannt und zug\u00e4nglich zu machen?</p><p>7. Um das Angebot entsprechender und dem Arbeitsmarkt angepasster Weiterbildungen deutlich auszubauen?</p><p>8. Um die Studienkosten bezahlbar zu machen?</p><p>9. Um Verfahren gem\u00e4ss der Lissabon Konvention Artikel VII oder entsprechend dem European Qualifications Passport for Refugees anzubieten? </p><p>10. Um auf dem Arbeitsmarkt Diskriminierungen und weitere Hindernisse zu beseitigen, um f\u00fcr hoch qualifizierte Immigrierte den \u00dcbergang von der Forschung und Wissenschaft in die Privatwirtschaft zu erleichtern? Z.B. mittels Praktika, Coaching, Beratung von Arbeitgebern, Zugang zu Beschwerdeverfahren?</p><p>11. Um Talente an die Schweiz zu binden (talent retention)?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. &amp; 9. Der Bundesrat teilt die Ansicht des Interpellanten, dass die gesellschaftliche, wirtschaftliche und dem jeweiligen Ausbildungsniveau angepasste Integration von Immigrierten eine wichtige Aufgabe ist (vgl. auch Antwort des Bundesrates auf Ip. 17.3048). Seit Inkrafttreten von Artikel\u00a0121a BV hat der Bundesrat verschiedene Massnahmen ergriffen, um dieses Potential besser nutzen zu k\u00f6nnen. Die Kompetenz zum Entscheid \u00fcber die Zulassung und Anerkennung von Qualifikationen an Hochschulen liegt in der Schweiz ausschliesslich bei den autonomen Hochschulen. Swissuniversities f\u00fchrt eine Liste \u00fcber die Gleichwertigkeit ausl\u00e4ndischer Maturit\u00e4tsabschl\u00fcsse, die zu einem Hochschulstudium in der Schweiz qualifizieren. Die schweizerische Informationsstelle f\u00fcr Anerkennungsfragen Swiss ENIC kann eine Anerkennungsempfehlung f\u00fcr ausl\u00e4ndische Hochschulabschl\u00fcsse zuhanden von Arbeitgebenden ausstellen, solange es sich nicht um einen reglementierten Beruf handelt. Sie bietet zudem speziell f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge mit einem Hochschulabschluss, der nicht gen\u00fcgend dokumentiert werden kann, die M\u00f6glichkeit, eine Diplomerl\u00e4uterung zu beantragen.</p><p>2. &amp; 3. Die Kompetenz liegt bei den anbietenden Institutionen (siehe Antwort 1). So erm\u00f6glicht etwa das Projekt \"Horizon acad\u00e9mique\" der Universit\u00e4t Genf, das mit der Bildungsdirektion des Kantons Genf entwickelt wurde, Zugewanderten mit hohem Potenzial eine vereinfachte Zulassung anhand klarer Kriterien. Die ersten Zahlen sind vielversprechend (2016: 35 Zugewanderte; 2021: 276). \u00c4hnliche Projekte sind auch an anderen Hochschulen zu finden.</p><p>4. Der Bund leistet keine Beitr\u00e4ge zur sprachlichen F\u00f6rderung von Hochqualifizierten. Gest\u00fctzt auf Art. 54 des Bundesgesetzes \u00fcber die Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder und die Integration (AIG; SR 142.20) ist die F\u00f6rderung von Zugewanderten grunds\u00e4tzlich durch die bestehenden Regelstrukturen der Bildung zu leisten, wozu auch die Hochschulbildung und darauf vorbereitende Angebote geh\u00f6ren.</p><p>Hinsichtlich der Integration von anerkannten Fl\u00fcchtlingen und vorl\u00e4ufig Aufgenommenen haben Bund (WBF, EJPD) und Kantone (KdK, EDK, SODK) im Rahmen der Integrationsagenda Schweiz 2018 vereinbart, dass die sprachliche F\u00f6rderung bis zum Niveau A2 des Gemeinsamen europ\u00e4ischen Referenzrahmens f\u00fcr Sprachen (GER) durch die Integrationsf\u00f6rderung \u00fcbernommen wird. Auf Grundlage des Bundesgesetzes \u00fcber die Weiterbildung (WeBiG, SR 419.1, Art. 16) werden Grundkompetenzkurse f\u00fcr Erwachsene gef\u00f6rdert. Diese Angebote stehen grunds\u00e4tzlich allen Erwachsenen mit fehlenden Grundkompetenzen offen. Das Weiterbildungsgesetz und das Ausl\u00e4nder- und Integrationsgesetz erg\u00e4nzen sich.</p><p>5. Die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr die Berufs-, Studien-, und Laufbahnberatung liegt bei den Kantonen. Mit dem Angebot \"viamia\" subventioniert das SBFI 2019 bis 2024 im Auftrag des Bundesrates die Entwicklung und Implementierung einer kostenlosen Standortbestimmung f\u00fcr Erwachsene ab 40 Jahren.</p><p>6. Auf der von den Kantonen bereitgestellten Online-Plattform www.berufsberatung.ch k\u00f6nnen sich Interessierte \u00fcber verschiedene Weiterbildungsangebote informieren.</p><p>7. Die Anbieter von Weiterbildungen entscheiden autonom dar\u00fcber, welche Weiterbildungen sie anbieten. Die Organisationen der Arbeitswelt sind bei der Konzeption formeller und informeller Bildungsangebote f\u00fcr ihre Branche engagiert und bef\u00f6rdern so den Bezug zum Arbeitsmarkt.</p><p>8. Die Stipendien, mit denen auch Studiengeb\u00fchren finanziert werden k\u00f6nnen, sind in der Schweiz in kantonaler Kompetenz.</p><p>10. Im Rahmen der Integrationsagenda Schweiz bieten Bund und Kantone anerkannten Fl\u00fcchtlingen ein Case Management und Jobcoaching an, um sie beim Eintritt in den Arbeitsmarkt zu unterst\u00fctzen.</p><p>11. Bereits heute gelten f\u00fcr Staatsangeh\u00f6rige aus Drittstaaten mit einem Abschluss einer schweizerischen Hochschule erleichterte Zulassungsvoraussetzungen (siehe Stellungnahme zur Motion Dobler 17.3067). F\u00fcr diese Kategorie von Personen kommt der Inl\u00e4ndervorrang nicht zur Anwendung, wenn ihre Erwerbst\u00e4tigkeit gem\u00e4ss Artikel\u00a021 Absatz\u00a03 AIG von hohem wissenschaftlichem oder wirtschaftlichem Interesse ist. Am 27.10.2021 hat der Bundesrat weitere Zulassungserleichterungen zum Arbeitsmarkt f\u00fcr Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder mit einem Schweizer Hochschulabschluss in die Vernehmlassung geschickt (Vorschlag zur Anpassung von Art. 30 Abs. 1 AIG).</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1637712000000)\/","SubmittedBy":"Atici Mustafa","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1695973743000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|32|44|2811","Category":null,"Modified":"\/Date(1745523495830)\/","SubmissionDate":"\/Date(1632960000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5111,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Bildung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Migration"}}