{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214193,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214193,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214193,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214193,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214193,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214193,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214193,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214193,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214193,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214193,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214193,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214193,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214193,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214193,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214193,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214193,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214193,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20214193,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.4193","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Brustkrebs und Aluminiumsalze in Kosmetika. Wann anerkennen wir endlich den Kausalzusammenhang?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In der Schweiz ist Brustkrebs die h\u00e4ufigste Todesursache bei Frauen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren. Aluminiumsalze sind einer von zahlreichen Faktoren, welche die explosionsartige Zunahme dieser chronischen Krankheit bei immer j\u00fcngeren Frauen erkl\u00e4ren k\u00f6nnten. </p><p>In seinem Bericht vom Juni 2020 zum Postulat 16.3762 kam der Bundesrat allerdings zum Schluss, dass der Kausalzusammenhang zwischen Aluminiumsalzen und dem Auftreten von Brustkrebs durch bisherige Studien nicht hinreichend belegt ist. Zwei k\u00fcrzlich im International Journal of Molecular Sciences publizierte Studien zeigen, dass die Brustdr\u00fcsenzellen von S\u00e4ugetieren, die Aluminiumsalzen in vitro ausgesetzt sind, dieses Metall schnell aufnehmen. Innert 24 Stunden trat in diesen Zellen eine genomische Instabilit\u00e4t in Form einer Ver\u00e4nderung der Struktur und der Anzahl Chromosomen auf. Die Untersuchungen zeigen auf, dass das Aluminium die Zell-DNA in gleicher Weise ver\u00e4ndert wie Substanzen, deren krebserregende Wirkung anerkannt ist, was das karzinogene Potenzial von Aluminium best\u00e4tigt. Diese Wirkung tritt in denselben Schadstoffkonzentrationen auf, die in der Brustdr\u00fcse der von diesem Krebs betroffenen Patientinnen gefunden werden. Die genomische Instabilit\u00e4t ist ein beinahe universelles Merkmal von menschlichen Tumoren und eine notwendige Voraussetzung daf\u00fcr, dass sich S\u00e4ugetierzellen b\u00f6sartig ver\u00e4ndern k\u00f6nnen. Ein solcher Effekt ist bei b\u00f6sartigen, durch bekannte Karzinogene verursachten Gewebever\u00e4nderungen bekannt, was das krebserregende Potenzial von Aluminium folglich noch wahrscheinlicher macht. </p><p>Ich bitte den Bundesrat deswegen um die Beantwortung der folgenden Fragen:</p><p>1. Sind ihm diese neuen Daten bekannt?</p><p>2. In seinem Bericht stellte er fest, dass \"ein krebserregender Effekt von Aluminiumsalzen beim Menschen bei den \u00fcber kosmetische Produkte aufgenommenen Dosen nicht zu erwarten ist\" und dass \"die verf\u00fcgbaren Daten zu in-vitro-Zellen es nicht erlauben, einen Kausalzusammenhang zwischen dem Aluminium in Deodorants und dem Brustkrebsrisiko herzustellen\". Tragen die oben genannten j\u00fcngsten Ergebnisse nicht dazu bei, diese Aussagen grundlegend zu hinterfragen?</p><p>3. Sollte Aluminium in Anbetracht seiner Akkumulationsf\u00e4higkeit in Brustzellen und der dadurch verursachten genomischen Instabilit\u00e4t nicht in allen Kosmetika verboten werden?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1-2). Der Bundesrat hat die beiden neuen Studien zur Kenntnis genommen. Die Ergebnisse dieser Studien, die an Zellen von M\u00e4usen und an weiblichen M\u00e4usen (Mandriota et al. [12/2020]) sowie an Zellen von Hamstern (Tenan et al. [7/2021]) durchgef\u00fchrt wurden, best\u00e4tigen die fr\u00fcheren experimentellen Beobachtungen der Forschungsgruppe Mandriota/Sappino: Sie zeigen erneut ein genotoxisches Potenzial und kanzerogene Eigenschaften von Aluminium. Allerdings wurden sie nicht unter Einhaltung der anerkannten wissenschaftlichen Weisungen f\u00fcr die Bewertung von Kosmetika durchgef\u00fchrt. Das Scientific Committee on Consumer Safety (SCCS) der EU hat bereits mehrere \u00e4hnliche Studien ausgewertet und diese in seiner letzten, 2020 publizierten Stellungnahme ber\u00fccksichtigt. Die beiden Studien bringen keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse, die vom SCCS nicht bereits ber\u00fccksichtigt worden w\u00e4ren.</p><p>Gem\u00e4ss Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV) f\u00fchren die Ergebnisse der beiden neuen Studien somit zu keiner neuen Gesamtrisikobewertung im Zusammenhang mit der Verwendung von Aluminium in Kosmetika. Es besteht daher kein Grund, die Aussagen im Bericht des Bundesrates vom Juni 2020 und die Schlussfolgerungen des SCCS auf europ\u00e4ischer Ebene in Frage zu stellen.</p><p>3. Kosmetika werden haupts\u00e4chlich auf der Haut verwendet, und Aluminium dringt nur sehr schwach \u00fcber die Haut ein. Das SCCS kommt zum Schluss, dass die t\u00e4gliche Verwendung von aluminiumhaltigen Kosmetika die systemische Exposition der Konsumentinnen und Konsumenten im Vergleich zu anderen Aluminiumquellen (z. B. durch die Ern\u00e4hrung) nicht signifikant erh\u00f6ht.</p><p>Da die Ergebnisse der beiden neuen Studien nichts an den Schlussfolgerungen des Berichts des Bundesrates \u00e4ndern, beabsichtigt dieser nicht, Aluminium in Kosmetika zu verbieten. Wir weisen jedoch darauf hin, dass der SCCS in seiner Stellungnahme von 2020 H\u00f6chstkonzentrationen von Aluminium in Antitranspirantien, Lippenpflegeprodukten und Zahnpasta festgelegt hat, die er als gesundheitlich unbedenklich erachtet. Diese Konzentrationen entsprechen denjenigen in den Produkten, die aktuell auf dem Markt sind, und bereits im Rahmen der Selbstkontrolle die Sicherheit der Konsumentinnen und Konsumenten gew\u00e4hrleisten m\u00fcssen. Die Europ\u00e4ische Kommission pr\u00fcft derzeit, wie die Stellungnahme des SCCS in ihre Gesetzgebung einfliessen kann (vorgesehen f\u00fcr 2022). Diese Grenzwerte werden gegebenenfalls in die Schweizer Gesetzgebung aufgenommen, um die Gleichwertigkeit mit dem EU-Recht zu wahren.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1636502400000)\/","SubmittedBy":"Python Valentine","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1639699200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1715177858700)\/","SubmissionDate":"\/Date(1632960000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5111,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Gesundheit"}}