{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214227,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214227,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214227,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214227,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214227,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214227,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214227,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214227,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214227,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214227,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214227,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214227,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214227,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214227,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214227,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214227,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214227,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20214227,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.4227","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit. Anerkennung der durch Familienarbeit erworbenen Kompetenzen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat ist gebeten, den volkswirtschaftlichen Nutzen der Familienarbeit (j\u00e4hrlich 6,5 Mia Arbeitsstunden) aufzuzeigen und mittels Zertifizierung oder anderer geeigneter Massnahmen der Familienarbeit die notwendige Anerkennung zukommen zu lassen. Als Aspekt der besseren Vereinigung von Familien-und Erwerbsarbeit soll Familienarbeit, ob f\u00fcr M\u00e4nner oder Frauen, Teil der Arbeitsbiografie sein.</p>","ReasonText":"<p>2010 hat das Eidgen\u00f6ssische B\u00fcro f\u00fcr die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) die Aufwertung und Anerkennung der Familienarbeit gefordert. Es sei eine \"Verschwendung der Ressourcen\", wenn Familienarbeit vorwiegend als Biografiel\u00fccke fungiert und die dabei erworbenen Schl\u00fcsselkompetenzen wie Belastbarkeit, Flexibilit\u00e4t, Kommunikations- und Organisationsf\u00e4higkeit keine Rolle spielen. Diese Kompetenzen sind grunds\u00e4tzlich auf dem Arbeitsmarkt gefragt und deren Bedeutung f\u00fcr die Wirtschaft haben signifikant zugenommen. Es braucht Rahmenbedingungen, um L\u00fccken im CV zu schliessen und um beiden Elternteilen bessere Chancen auf Teilhabe an der Erwerbst\u00e4tigkeit zu erm\u00f6glichen. In seiner Stellungnahme auf das Postulat 21.3900 geht der Bundesrat davon aus, \"dass die Vertragsparteien selbst am besten wissen, welche Kompetenz wo gewinnbringend genutzt werden kann\".</p><p>Aktuelle Studien (Soft Skills aus dem Kinderzimmer. Zusammenfassung der Berichte 1-4 der Studie</p><p>\"Elternkompetenzen &amp; Arbeit\", 04. Juni 2019, Lask &amp; Junker, Nieder-Ramstadt/Frankfurt a.M.) belegen das genaue Gegenteil. Der Arbeitsmarkt erleidet durch die mangelnde Anerkennung der Familienarbeit einen Kompetenz- und Fachkr\u00e4fteverlust von etwa 50 Prozent. Die vom EBG 2010 verwendete Formulierung (\"Verschwendung von Ressourcen\") kann klar adressiert und belegt werden. Die Anerkennung der informell in der Familie erworbenen Kompetenzen im Sinne einer allgemein g\u00fcltigen und breit anerkannten Zertifizierung ist daher in einer Gesamtstrategie zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit zu ber\u00fccksichtigen. Die Aufwertung der Familienarbeit st\u00e4rkt die Gleichstellung, da Kompetenzen in der Familienarbeit unabh\u00e4ngig vom Geschlecht erworben werden, sie erh\u00f6ht die Chancen von Eltern beim Wiedereinstieg in den Beruf oder Aufstockung des Pensums, sie steigert somit mittel- und langfristig die Besch\u00e4ftigungsquote, vor allem von Frauen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der volkswirtschaftliche Nutzen der Familienarbeit ist in der Schweiz gut dokumentiert. Das Bundesamt f\u00fcr Statistik misst die volkswirtschaftliche Bedeutung der unbezahlten Arbeit mit dem Satellitenkonto Haushaltsproduktion (SHHP), indem der fiktive monet\u00e4re Wert der unbezahlten Arbeit in Bezug gesetzt wird zur gesamten Bruttowertsch\u00f6pfung der Schweiz. Die gesamte im Jahr 2016 geleistete unbezahlte Arbeit wird auf einen Geldwert von 408 Milliarden Franken gesch\u00e4tzt. Die Hausarbeit macht mit 293 Milliarden Franken oder rund 72\u00a0Prozent des Gesamtwertes den gr\u00f6ssten Anteil aus. Die Betreuungsaufgaben werden auf 81 Milliarden oder 20\u00a0Prozent des Gesamtwertes gesch\u00e4tzt, die institutionalisierte und informelle Freiwilligenarbeit zusammen auf 34 Milliarden Franken oder 8\u00a0Prozent des Gesamtwertes. Die Bruttowertsch\u00f6pfung der privaten Haushalte machte damit 2016 knapp 41 Prozent der um die Haushaltsproduktion erweiterten Gesamtwirtschaft aus.</p><p>Die M\u00f6glichkeit, spezifische im Rahmen der Familienarbeit erworbene Kompetenzen f\u00fcr den Arbeitsmarkt nutzen zu k\u00f6nnen, ist bereits heute gegeben. So k\u00f6nnen sich betroffene Personen ihre informell gewonnenen Kompetenzen und Erfahrungen im Pflege- und Betreuungsbereich anrechnen lassen (siehe Stellungnahme zur Motion 19.4280 Page). Die angemessene Anrechnung von Praxiserfahrung und Bildungsleistungen, die ausserhalb \u00fcblicher Bildungsg\u00e4nge erbracht wurden, ist mit Artikel\u00a09 Absatz\u00a02 des Berufsbildungsgesetzes grunds\u00e4tzlich gew\u00e4hrleistet. Betreuende und pflegende Personen k\u00f6nnen die erworbenen Kompetenzen validieren lassen, eine verk\u00fcrzte berufliche Grundbildung absolvieren und/oder Gesuche zur Dispensation von Bildungsleistungen in formalen Bildungsg\u00e4ngen (Praktika, Unterricht oder Pr\u00fcfungen) stellen. Dispensationen sind auf Sekundarstufe II wie auch auf Terti\u00e4rstufe m\u00f6glich.</p><p>Eine Zertifizierung von Familienarbeit an sich mit dem Ziel, den im Rahmen der Familienarbeit informell erworbenen Kompetenzen eine bessere Anerkennung in der Arbeitswelt zukommen zu lassen, ist hingegen nach Ansicht des Bundesrates keine zielf\u00fchrende Massnahme. Zertifizierungen eignen sich nur begrenzt f\u00fcr den Nachweis von \u00fcbergeordneten \"Soft Skills\", wie sie auch mit der Familienarbeit erworben werden. Damit von den Zertifizierungen eine gewisse Signalwirkung ausgehen kann, m\u00fcsste die Vergabe zudem selektiv erfolgen. Zum anderen ist der Bundesrat weiterhin der Ansicht, dass es bereits heute im eigenen Interesse der Arbeitgeber ist, auch informelle Kompetenzen geb\u00fchrend zu ber\u00fccksichtigen.</p><p>Um beiden Elternteilen bessere Chancen auf Teilhabe an der Erwerbst\u00e4tigkeit zu erm\u00f6glichen, sind andere Massnahmen zielf\u00fchrender. Die Legislaturplanung 2019-2023 sieht vor, in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen eine nationale Strategie zu erarbeiten und eine Botschaft \u00fcber die Massnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verabschieden. Zudem wird im Rahmen der Erf\u00fcllung des Postulats 20.4327 Arslan gepr\u00fcft, wie der Wiedereinstieg von Frauen in den Arbeitsmarkt gef\u00f6rdert werden kann.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1637712000000)\/","SubmittedBy":"Binder-Keller Marianne","BusinessStatus":216,"BusinessStatusText":"Abschreibungsantrag liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1775001600000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1779310836920)\/","SubmissionDate":"\/Date(1632960000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5111,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}