{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214253,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214253,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214253,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214253,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214253,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214253,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214253,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214253,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214253,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214253,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214253,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214253,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214253,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214253,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214253,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214253,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214253,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20214253,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.4253","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Unerkannte Krankheit Endometriose. Starke Periodenschmerzen sind nicht normal","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Rund 10 Prozent der Frauen weltweit und in der Schweiz leiden unter der chronischen Krankheit Endometriose. Bei Endometriose w\u00e4chst geb\u00e4rmutterschleimhaut\u00e4hnliches Gewebe (sog. Endometriose-Herde) ausserhalb der Geb\u00e4rmutter, etwa an Eierst\u00f6cken, im Beckenraum, an Darm oder Bauchfell. In manchen F\u00e4llen treten Endometrioseherde auch ausserhalb des Bauchraums im gesamten K\u00f6rper auf. Herde k\u00f6nnen zyklisch bluten, weiterwachsen und sich entz\u00fcnden sowie Verklebungen in betroffenen K\u00f6rperregionen verursachen. Zu den Symptomen der Erkrankungen z\u00e4hlen extrem starke, zyklusabh\u00e4ngige Unterleibsschmerzen, die es den Betroffenen teilweise verunm\u00f6glichen, ihrer Arbeit nachzugehen. Auch zyklusunabh\u00e4ngige Schmerzen und ungewollte Kinderlosigkeit geh\u00f6ren zum Krankheitsbild - beinahe die H\u00e4lfte aller Frauen mit unerf\u00fclltem Schwangerschaftswunsch sind von der Erkrankung betroffen.</p><p>Trotz der weiten Verbreitung der Krankheit und den Konsequenzen der Erkrankung auf die Lebensqualit\u00e4t der Betroffenen ist Endometriose in der Bev\u00f6lkerung noch wenig bekannt. Auch die \u00c4rzt*innenschaft ist sich der Krankheit noch zu wenig bewusst - im Schnitt vergehen ab Auftauchen der Symptome bis zur Diagnose der Krankheit 7 Jahre. Die Ursachen f\u00fcr die Entstehung der Endometriose sind bislang wissenschaftlich noch ungekl\u00e4rt. Es existiert momentan auch noch keine Therapie, mit der Endometriose vollst\u00e4ndig verhindert, beseitigt oder geheilt werden kann.</p><p>Deshalb bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Was kann der Bund tun, um die Lebensqualit\u00e4t der Frauen, die an Endometriose leiden, zu verbessern?</p><p>2. Wie viele Forschungsgelder sind in den letzten zehn Jahren vom Bund in die Erforschung der Endometriose geflossen?</p><p>3. Welche Leistungen werden von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung bei der Behandlung von Endometriose-Betroffenen \u00fcbernommen, welche nicht oder nur teilweise?</p><p>4. Was unternimmt der Bundesrat, damit die Forschung gef\u00f6rdert wird und wirksame Therapiemethoden entwickelt werden? Was h\u00e4lt er von einem Engagement der Schweiz f\u00fcr eine internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich?</p><p>5. Australien hat seit 2018 einen Nationalen Aktionsplan, der auf die drei priorit\u00e4ren Handlungsfelder Sensibilisierung/Aufkl\u00e4rung, Therapie und Forschung fokussiert. Was h\u00e4lt der Bundesrat von einem solchen Aktionsplan f\u00fcr die Schweiz?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Endometriose ist f\u00fcr die erkrankten Personen \u00e4usserst belastend. Die Schmerzen vermindern die Lebensqualit\u00e4t der betroffenen Frauen und f\u00fchren dazu, dass ihr Alltag, ihr soziales und psychisches Wohlbefinden eingeschr\u00e4nkt sind. Die betroffenen Personen ben\u00f6tigen eine ad\u00e4quate und kontinuierliche Behandlung und Begleitung. Gem\u00e4ss Bundesverfassung (BV; SR 101) setzen sich Bund und Kantone daf\u00fcr ein, dass jede Person die f\u00fcr ihre Gesundheit notwendige Pflege erh\u00e4lt. F\u00fcr die Gesundheitsversorgung sind die Kantone zust\u00e4ndig.</p><p>2. Gem\u00e4ss der Forschungsdatenbank P3 des Schweizerischen Nationalfonds SNF wurde bislang ein Projekt zu dieser Thematik im Rahmen eines Stipendiums f\u00fcr angehende Forschende gef\u00f6rdert (<a href=\"https://p3.snf.ch\">https://p3.snf.ch</a>). Daneben gibt es in der Schweiz zehn von der Stiftung Endometriose Forschung zertifizierte Endometriosezentren in allen Landesteilen (<a href=\"http://www.endometriose-sef.de\">www.endometriose-sef.de</a>).</p><p>3. Zur Behandlung von Endometriose sind verschiedene Therapieans\u00e4tze m\u00f6glich. Je nach Bed\u00fcrfnissen und individueller Situation der betroffenen Person und je nach Schweregrad der Erkrankung ist eine medikament\u00f6se oder eine chirurgische Behandlung sinnvoll. Diese Leistungen werden grunds\u00e4tzlich von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) \u00fcbernommen, sofern sie den Kriterien der Wirksamkeit, Zweckm\u00e4ssigkeit und Wirtschaftlichkeit (WZW) entsprechen. Es liegt somit in der Kompetenz der behandelnden \u00c4rztin oder des behandelnden Arztes, der Patientin eine medizinische Behandlung gem\u00e4ss dem aktuellen Stand des medizinischen Wissens zukommen zu lassen. F\u00fcr die \u00e4rztlichen Leistungen besteht keine abschliessende Positivliste aller Pflichtleistungen der OKP. Es gilt das sogenannte Vertrauensprinzip, wonach vermutet wird, dass \u00c4rztinnen und \u00c4rzte Leistungen erbringen, die den WZW-Kriterien entsprechen. Bez\u00fcglich der Behandlung von Endometriose ist keine spezifische Regelung und somit auch keine Einschr\u00e4nkungen hinsichtlich von der OKP nicht \u00fcbernommenen \u00e4rztlichen Leistungen vorhanden. Nicht \u00fcbernommen werden komplement\u00e4rmedizinische Leistungen, die von nicht-\u00e4rztlichen Therapeutinnen und Therapeuten durchgef\u00fchrt werden.</p><p>4. Im Auftrag des Bundes f\u00f6rdert der Schweizerische Nationalfonds (SNF) Forschung in allen wissenschaftlichen Disziplinen, auch in der Medizin. Dabei haben Forschende \u00fcber die Projektf\u00f6rderung SNF - oder bei eher anwendungsorientierten Themen \u00fcber die Innosuisse - die M\u00f6glichkeit, Mittel f\u00fcr die Durchf\u00fchrung wissenschaftlicher Projekte zu beantragen. Die Mittel werden nach dem Wettbewerbsprinzip vergeben. Nach diesem Prinzip werden vom SNF auch Studien gef\u00f6rdert, die Therapieoptimierungen untersuchen. Ob f\u00fcr die Entwicklung von wirksamen Therapiemethoden bei der Endometriose eine internationale Zusammenarbeit zielf\u00fchrend w\u00e4re, sollte durch die medizinisch-pflegerische Fachwelt beantwortet werden.</p><p>5. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass Sensibilisierung/Aufkl\u00e4rung, Therapie und Forschung von grosser Bedeutung sind, um die Diagnose und Behandlung der w\u00e4hrend langer Zeit vernachl\u00e4ssigten, aber weit verbreiteten Krankheit Endometriose zu verbessern. Die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr diese Handlungsfelder liegt jedoch haupts\u00e4chlich bei den medizinischen Fachgesellschaften, die entsprechende Leitlinien und Standards erarbeiten oder Fortbildungen anbieten. Daher erachtet er aktuell die Erarbeitung eines nationalen Aktionsplans durch den Bund als nicht zielf\u00fchrend.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1637712000000)\/","SubmittedBy":"Suter Gabriela","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1695988850000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763106446000)\/","SubmissionDate":"\/Date(1632960000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5111,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Gesundheit"}}