{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214289,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214289,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214289,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214289,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214289,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214289,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214289,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214289,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214289,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214289,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214289,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214289,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214289,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214289,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214289,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214289,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214289,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20214289,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.4289","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Nach dem Bericht der SCNAT zum Thema Insekten in der Schweiz: Sind der Schutz und die F\u00f6rderung der Insekten wichtige strategische Ziele der Agrarpolitik?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Im Jahr 2017 untersuchte Agroscope die Bedeutung der Best\u00e4uberleistung von Honig- und Wildbienen f\u00fcr die landwirtschaftliche Produktion in der Schweiz. Sie sch\u00e4tzte den direkten Wert der Best\u00e4uberleistung f\u00fcr die Landwirtschaft auf 341 Millionen Franken j\u00e4hrlich ein. Auf den indirekten Wert der Best\u00e4uberleistung f\u00fcr die Landwirtschaft oder auf deren Gesamtwert f\u00fcr alle gesellschaftspolitischen Bereiche, ging die Untersuchung damals nicht ein. Nunn hat Agroscope k\u00fcrzlich eine Studie zur Bedeutung von Wild- und Honigbienen publiziert, die zum Teil signifikante Produktionssteigerungen durch verbesserte Insektenbest\u00e4ubung beschreibt, insbesondere auch auf Grund der Zahl und Diversit\u00e4t von Wildbienen.</p><p>Angesichts des fortschreitenden Insektensterbens und seiner sozio\u00f6konomischen Bedeutung bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Welche Kulturen profitieren in der Schweizer Landwirtschaft von der Best\u00e4ubung durch Insekten oder sind auf sie angewiesen? Auf jeweils wie vielen Hektaren?</p><p>2. Wie hoch ist der j\u00e4hrliche Verkaufswert der Erzeugnisse aus diesen Kulturen?</p><p>3. Wie gross ist die Differenz, zwischen dem j\u00e4hrlichen Verkaufswert dieser Kulturen und dem von Agroscope berechneten Wert der Best\u00e4uberleistung? Wie ist eine allf\u00e4llige Differenz zu erkl\u00e4ren?</p><p>4. Was genau wird als indirekte Best\u00e4uberleistung f\u00fcr die Landwirtschaft bezeichnet und als wie hoch kann deren Wert f\u00fcr die Landwirtschaft beziffert werden?</p><p>5. Haben Honigbienen und Wildbest\u00e4uber - nebst der Best\u00e4ubung - f\u00fcr die Landwirtschaft auch noch weitere spezifische Funktionen? Wenn ja, welche und wie hoch ist deren Wert?</p><p>6. F\u00e4llt der Beitrag der Wildbest\u00e4uber zur Best\u00e4uberleistung in der Landwirtschaft ungef\u00e4hr gleich hoch aus, wie der der Honigbienen? Sind Wildbienen f\u00fcr gewisse Kulturen sogar die effizienteren Best\u00e4uber? Wenn ja, was bedeutet dies f\u00fcr die Landwirtschaft? K\u00f6nnen Wildbienen durch Honigbienen ersetzt werden?</p><p>7. Stellen der Schutz und die F\u00f6rderung von Insekten einen signifikanten Beitrag an die Ern\u00e4hrungssicherheit in der Schweiz dar und - angesichts des fortschreitenden Insektensterbens - sind sie wichtige strategische Ziele der Agrarpolitik? Wenn nein: Warum nicht? Wenn ja: Wird die n\u00e4chste Agrarpolitik ambitionierte, \u00fcberpr\u00fcfbare und terminierte Ziele und Massnahmen zum Schutz und zur F\u00f6rderung der Insekten enthalten?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. - 3. Folgende Kulturen profitieren von der Bienenbest\u00e4ubung (Stand: 2020): \u00c4pfel (3657 ha), Birnen (742 ha), Aprikosen (734 ha), Kirschen (523 ha), Pflaumen (299 ha), Kastanien (341 ha), Kiwis (21 ha), Quitten (12 ha), Erdbeeren (520 ha), Himbeeren (171 ha), Brombeeren (33 ha), Heidelbeeren (108 ha), Johannisbeeren (34 ha), Stachelbeeren (6 ha), Ackerbohnen (957 ha), Raps (24391 ha), Sojabohnen (2031 ha), Sonnenblumen (4472 ha), Bohnen (1346 ha), K\u00fcrbis (399 ha), Zucchetti (304 ha), Gurken (95 ha) und Tomaten (181 ha). Gem\u00e4ss der Sch\u00e4tzung von Agroscope aus dem Jahr 2017, die die oben erw\u00e4hnten Hauptkulturen ber\u00fccksichtigt, bel\u00e4uft sich der Gesamtwert auf rund 714 Millionen Franken. Zieht man den direkten Wert der Best\u00e4ubungsleistung (341 Millionen Franken) ab, so ergibt sich ein Unterschied von rund 373 Millionen Franken. Dieser Unterschied erkl\u00e4rt sich aus der Tatsache, dass ein Teil der Best\u00e4ubung durch Wind oder Selbstbest\u00e4ubung erfolgt.</p><p>4. und 5. Der gesch\u00e4tzte direkte Wert der Best\u00e4ubung (341 Millionen Franken) ist eine Untersch\u00e4tzung. Darin sind andere Aspekte, die schwieriger abzusch\u00e4tzen sind, nicht ber\u00fccksichtigt. So wird beispielsweise der Einfluss der Best\u00e4ubung auf die Produktequalit\u00e4t nicht ber\u00fccksichtigt. Dar\u00fcber hinaus best\u00e4uben Bienen Wildpflanzen, die f\u00fcr die langfristige Erhaltung der Funktionsf\u00e4higkeit von Agrar\u00f6kosystemen unerl\u00e4sslich sind. Die spezifische und genetische Vielfalt der Wiesen ist von der Leistung der Best\u00e4uber abh\u00e4ngig. Die Vielfalt der Best\u00e4uber ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Best\u00e4ubungsleistung w\u00e4hrend der gesamten Vegetationsperiode und unter verschiedenen Witterungsbedingungen erbracht wird und die spezifischen Bed\u00fcrfnisse jeder Kultur- oder Wildpflanze erf\u00fcllt werden. Schliesslich darf nicht vergessen werden, dass die Honigbienen Honig produzieren, dessen direkter Wert je nach Jahr zwischen 36 und 78 Millionen Franken schwankt.</p><p>6. Gem\u00e4ss wissenschaftlichen Erkenntnissen leisten Wildbienen etwa die H\u00e4lfte der Best\u00e4ubungsleistung. Wildbienen k\u00f6nnen aber mit der gleichen Zahl von Bl\u00fctenbesuchen einen doppelt so hohen Fruchtansatz wie Honigbienen erreichen. Forschende haben zudem herausgefunden, dass die einzelnen Bl\u00fcten h\u00e4ufiger besucht werden, je mehr Wildbienenarten vorhanden sind. Ausschliesslich langr\u00fcsselige Hummeln sind in der Lage, Pflanzen mit langen, engen Bl\u00fctenr\u00f6hren zu best\u00e4uben und dadurch deren Fortbestand zu sichern. Solche Pflanzen werden von Honigbienen nicht best\u00e4ubt, da ihr R\u00fcssel zu kurz ist. Ausserdem sind Hummeln daf\u00fcr bekannt, dass sie bei niedrigen Temperaturen und schlechtem Wetter effiziente Best\u00e4uber sind. Die Erhaltung der biologischen Vielfalt von \u00d6kosystemdienstleistern, d.h. auch der Wildbienenvielfalt, ist daher von entscheidender Bedeutung f\u00fcr die Aufrechterhaltung des ungehinderten Funktionierens von Agrar\u00f6kosystemen f\u00fcr die Gesellschaft und f\u00fcr die Wirtschaft.</p><p>7. Insektenschutz- und -f\u00f6rdermassnahmen tragen zur Erhaltung der Ern\u00e4hrungssicherheit bei. Die F\u00f6rderung der biologischen Vielfalt (einschliesslich Insekten) bleibt ein strategisches Ziel der Agrarpolitik. Agrarpolitische Massnahmen spielen eine wichtige Rolle beim Schutz der Insekten, k\u00f6nnen aber ihren R\u00fcckgang nicht alleine aufhalten, sondern m\u00fcssen durch Massnahmen in anderen Politikbereichen erg\u00e4nzt werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1637107200000)\/","SubmittedBy":"M\u00fcller-Altermatt Stefan","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1647561600000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690501531620)\/","SubmissionDate":"\/Date(1633046400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5111,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}