{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214357,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214357,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214357,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214357,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214357,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214357,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214357,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214357,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214357,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214357,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214357,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214357,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214357,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214357,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214357,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214357,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214357,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20214357,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.4357","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Andere Verfahren zur Messung kurzlebiger Treibhausgase","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Angesichts neuer wissenschaftlicher Entwicklungen, welche die Messung des Klimawandels erm\u00f6glichen, wird der Bundesrat ersucht, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Inwieweit kann das Erderw\u00e4rmungspotenzial (\"Global Warming Potential\", GWP) die Folgen kurzlebiger Treibhausgase sachgem\u00e4ss widerspiegeln? </p><p>2. Kann das GWP als Grundlage f\u00fcr realistische Reduktionsmassnahmen dienen und erm\u00f6glicht es objektive Berechnungen?</p><p>3. Wie steht der Bundesrat zum neuen Messwerkzeug, dem \"Equivalent Warming Potential\" (GWP*), das eigens entwickelt wurde, um kurzlebige Treibhausgase und ihre Folgen korrekt erfassen zu k\u00f6nnen?</p><p>4. Zieht der Bundesrat in Erw\u00e4gung, bei der Festlegung von Reduktionszielen und -massnahmen in Zukunft das GWP* anzuwenden, das im Vergleich zum klassischen GWP erm\u00f6glicht, die kurzlebigen Eigenschaften von Treibhausgasen angemessen anzugeben?</p>","ReasonText":"<p>Die meistgenutzte Messgr\u00f6sse ist das GWP, das die Klimawirksamkeit der einzelnen Gase im Vergleich zu CO2, einem langlebigen Gas, angibt; das GWP ist das Referenzmass in Klimastrategien und -abkommen. In den letzten Jahren ist es zunehmend in die Kritik geraten. Eines der Argumente ist, dass das GWP die Eigenschaften kurzlebiger Treibhausgase wie Methan falsch erfasst, insbesondere bei gleichbleibenden oder abnehmenden Emissionen. Zum einen untersch\u00e4tzt das GWP die kurzfristigen Auswirkungen der Methanemissionen auf die Erderw\u00e4rmung und zum anderen \u00fcbersch\u00e4tzt es die langfristigen Auswirkungen. Es besteht somit das erhebliche Risiko, dass man sich bei der Festlegung wirksamer Klimamassnahmen auf falsche Annahmen st\u00fctzt.</p><p>Das GWP* bezeichnet eine k\u00fcrzlich vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) eingef\u00fchrte Messgr\u00f6sse. Es ersetzt nicht das klassische Erderw\u00e4rmungspotenzial, sondern stellt eine Erg\u00e4nzung dar, welche die Auswirkungen kurzlebiger Treibhausgase auf das Klima besser beschreibt. Dadurch wird eine realistische Bewertung der Emissionen kurzlebiger Treibhausgase erm\u00f6glicht. In Zukunft muss dieser Wert zwingend beachtet werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1) Im Kontext der Klimarahmenkonvention der vereinten Nationen (UNFCCC) hat sich die Verwendung des \"global warming potential\" (GWP) mit dem Zeithorizont 100 Jahre, kurz GWP100, als Standard etabliert, um die Klimawirksamkeit verschiedener Treibhausgase zu vergleichen. Mit dem GWP100 berechnet man die durchschnittliche Klimawirkung eines Treibhausgases \u00fcber einen Zeithorizont von 100 Jahren. M\u00f6chte man einen k\u00fcrzeren Zeithorizont betrachten, m\u00fcsste man das GWP \u00fcber den entsprechenden Zeithorizont verwenden (z.B. f\u00fcr den Zeithorizont 20 Jahre das GWP20). F\u00fcr kurzlebige Treibhausgase ist die Wirkung kurz nach der Emission am gr\u00f6ssten und nimmt mit der Zeit ab. Folglich ist das GWP20 f\u00fcr diese Treibhausgase gr\u00f6sser als das GWP100.</p><p>2) F\u00fcr alle langlebigen Treibhausgase ist das GWP100 ein brauchbarer Massstab f\u00fcr die Beurteilung der Wirkung von Klimaschutzmassnahmen. Bei kurzlebigen Treibhausgasen hingegen wird die zeitliche Entwicklung der Klimawirkung durch GWP100 nicht genau erfasst. Beispielsweise ist Methan ein kurzlebiges Treibhausgas, dessen Klimawirkung kurz nach der Emission am gr\u00f6ssten und nach mehreren Jahrzehnten kaum noch vorhanden ist. Die dauerhafte Reduktion von Methanemissionen in den n\u00e4chsten Jahrzehnten kann deshalb wesentlich dazu beitragen, die Klimaziele zu erreichen. Wenn man mit dem GWP100 die durchschnittliche Klimawirkung von Methanemissionen \u00fcber einen Zeithorizont von 100 Jahren berechnet, wird deren Klimawirkung auf kurze Sicht folglich untersch\u00e4tzt. Auf lange Sicht wird die Klimawirkung von Methanreduktionen mit GWP100 hingegen \u00fcbersch\u00e4tzt.</p><p>3) Das k\u00fcrzlich in der wissenschaftlichen Literatur und im 6. Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) eingef\u00fchrte \"effektive global warming potential\" GWP* ist eine wertvolle Weiterentwicklung, um den zeitlichen Verlauf der Klimawirkung kurzlebiger Treibhausgase im Zusammenhang mit Emissionsbudgets besser zu ber\u00fccksichtigen. Allerdings ist GWP* nicht f\u00fcr alle Fragestellungen gleichermassen geeignet. Die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) erarbeitet derzeit im Auftrag des Bundesamtes f\u00fcr Umwelt (BAFU) ein Faktenblatt, welches die verschiedenen Bewertungsmethoden detailliert beschreibt und einander gegen\u00fcberstellt.</p><p>4) Die Ziele und die Bewertung von Massnahmen der nationalen Klimapolitik orientieren sich an den Vorgaben der Klimarahmenkonvention (UNFCCC). F\u00fcr 2030 hat die Schweiz gegen\u00fcber der UNFCCC sowohl den Umfang der Emissionsreduktion wie auch die Methodik, wie diese Reduktion berechnet wird, festgehalten (u.a. Verwendung des GWP100 gem\u00e4ss 5. Sachstandsbericht des IPCC). F\u00fcr die Pr\u00e4zisierung der langfristigen Ziele und der dazu n\u00f6tigen Massnahmen wird der Bundesrat neue wissenschaftliche Erkenntnisse und internationale Vorgaben ber\u00fccksichtigen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1643155200000)\/","SubmittedBy":"Page Pierre-Andr\u00e9","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1655424000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1690502615730)\/","SubmissionDate":"\/Date(1638230400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5112,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Umwelt"}}