{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214434,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214434,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214434,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214434,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214434,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214434,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214434,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214434,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214434,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214434,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214434,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214434,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214434,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214434,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214434,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214434,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214434,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20214434,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.4434","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Mit mehrdeutigen Fragen die psychische Flugtauglichkeit beurteilen. F\u00fcr Privatpiloten der richtige Ansatz?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Nach einem bewusst verursachten Absturz eines Linienflugzeugs im Jahre 2015 verlangt die EASA bei der periodischen medizinischen Untersuchung auch Abkl\u00e4rungen \u00fcber den psychischen Zustand der Piloten. Obwohl von der EASA nicht vorgeschrieben, m\u00fcssen alle Piloten (PPL/LAPL) seit kurzem einen \"Mental Health Mini Fragebogen\" der Europ\u00e4ischen Gesellschaft f\u00fcr Luftfahrtpsychologie ausf\u00fcllen und unterzeichnen. Gefragt wird z.B., ob sie nach dem Konsum von Alkohol Schuldgef\u00fchle haben, sie sich im Beruf zu wenig herausgefordert f\u00fchlen, ihre finanzielle Situation angespannt sei, ihr Gewicht h\u00e4ufig schwanke, sie leicht einschlafen, sie nach der Arbeit gerne bei einem Drink entspannen, oder ob sie nach einigen Tagen Arbeit Schwierigkeiten haben, den \"Schlafrhythmus wieder zu normalisieren\". Geantwortet werden kann nur mit \"stimme gar nicht zu/stimme eher zu/weiss nicht/stimme eher zu/stimme v\u00f6llig zu\". Laut BAZL handelt es sich nur um eine Checkliste f\u00fcr die \u00c4rzte. </p><p>Viele Fragen sind schwammig oder mehrdeutig formuliert: Unklar ist z.B., was und wieviel ein \"Drink\" bedeutet. Leichtes Einschlafen bedeutet beim Zubettgehen etwas grunds\u00e4tzlich anderes als im Cockpit. Fragen nach einem \"h\u00e4ufig \u00e4ndernden Beziehungsstatus\" oder Schuldgef\u00fchlen fokussieren sachfremd auf moralische Werte, und wenn gar realit\u00e4tsfremd insinuiert wird, \"nach einigen Tagen Arbeit\" sei der Schlafrhythmus gest\u00f6rt, fehlt eine ad\u00e4quate Antwortm\u00f6glichkeit. Dass alle Fragen auch mit \"weiss nicht\" beantworten werden k\u00f6nnen, zeigt wie unausgegoren der Fragenbogen ist. Er kann nicht guten Gewissens unterzeichnet werden und greift unzul\u00e4ssig in die Privatsph\u00e4re und Pers\u00f6nlichkeitsrechte Betroffener, insbesondere von Privat- und Sportpiloten, ein.</p><p>- Glaubt der Bundesrat, dass anhand derart undifferenzierter Fragen und strikter Antwortvorgaben gef\u00e4hrliche psychische Auff\u00e4lligkeiten erkannt werden k\u00f6nnen?</p><p>- Wie beurteilt der Bundesrat die Verwendung dieses Fragebogens, nachdem die EASA aktuell einen Forschungsauftrag ausgeschrieben hat, weil es keine validierten Methoden zur Bewertung der psychischen Gesundheit des Luftfahrtpersonals gibt?</p><p>- Weshalb m\u00fcssen Piloten eine Checkliste f\u00fcr Vertrauens\u00e4rzte unterzeichnen? </p><p>- Welche Nachteile drohen Piloten, die den Fragebogen nicht ausf\u00fcllen und unterzeichnen? </p><p>- Wie w\u00fcrde der Bundesrat die Frage beantworten, ob er nach dem Alkoholkonsum ein schlechtes Gewissen hat?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Einf\u00fchrung des \"Mental Health Questionnaires\" (MHQ) geht zur\u00fcck auf den von einem Piloten herbeigef\u00fchrten Absturz eines Flugzeugs von Germanwings im Jahr 2015. Danach legte die EU-Kommission sechs Massnahmen betreffend die psychische Gesundheit fest, die in die EU-Verordnungen (EU) Nr. 1178/2011 und (EU) Nr. 965/2011 aufgenommen wurden. Aufgrund des Luftverkehrsabkommens zwischen der Schweiz und der EU sind diese Massnahmen auch in der Schweiz anwendbar. Der daraus resultierende MHQ wird in mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern (u.a. Spanien, Deutschland, \u00d6sterreich, Italien) seit 2019 verwendet und wurde 2021 - nach Evaluation der Erfahrungen aus anderen Staaten - in der Schweiz \u00fcbernommen. Bei einem Transfer der Fluglizenz aus der Schweiz in einen anderen Mitgliedstaat der Europ\u00e4ischen Agentur f\u00fcr Flugsicherheit (EASA) wird das Ausf\u00fcllen des Fragebogens vorausgesetzt.</p><p>1. Der MHQ unterst\u00fctzt Vertrauens\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte, indem er systematisch die relevanten Aspekte einer psychiatrisch-psychologischen Evaluation abdeckt und auf m\u00f6gliche Risikofaktoren hinweist. Die Fragen wurden unter Einbezug von Fachpersonen der European Society for Aviation Psychology erarbeitet und sind Teil einer standardisierten, klinischen Risikobeurteilung. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass damit psychische Erkrankungen erkannt werden k\u00f6nnen, der Fragebogen aber nicht garantieren kann, ob eine Pilotin oder ein Pilot k\u00fcnftig eine psychische Auff\u00e4lligkeit entwickeln wird oder gar gef\u00e4hrliche Absichten hegt.</p><p>2. Der Fragebogen entspricht dem aktuellen Stand der internationalen Best Practice in der Flugmedizin. Die von der EASA angestossene Weiterentwicklung und Verfeinerung der Beurteilungsmethoden f\u00fcr die psychische Gesundheit durch die Vertrauens\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte erachtet der Bundesrat als wichtig und sinnvoll. Dies entspricht auch der Haltung der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO, der EASA sowie flugmedizinischer Fachgesellschaften.</p><p>3. Pilotinnen und Piloten m\u00fcssen sowohl die Tauglichkeitspr\u00fcfung als auch den erg\u00e4nzenden MHQ jeweils als Selbstdeklaration unterzeichnen. Mit der Unterzeichnung der Selbstdeklaration erkl\u00e4ren sie, dass sie die Angaben nach bestem Wissen und Gewissen vollst\u00e4ndig richtig angegeben und weder wichtige Informationen verschwiegen noch falsche Angaben gemacht haben. Die Selbstdeklaration \u00fcber Fragebogen entspricht der gesetzlichen Praxis bei der vertrauens\u00e4rztlichen Untersuchung; so auch in der Beurteilung der psychischen Gesundheit. Ausserdem h\u00e4lt sie den Untersuchungsaufwand in Grenzen.</p><p>4. Pilotinnen und Piloten k\u00f6nnen den Fragebogen auch gemeinsam mit den Vertrauens\u00e4rztinnen und -\u00e4rzten ausf\u00fcllen, m\u00fcssen ihn aber eigenh\u00e4ndig unterzeichnen. Werden Antworten oder die Unterschrift verweigert, kann die Untersuchung nicht vollst\u00e4ndig durchgef\u00fchrt und damit die medizinische Flugtauglichkeit nicht bescheinigt werden. Eine R\u00fcckweisung des MHQ zieht eine vertiefte Abkl\u00e4rung in diesem Bereich nach sich.</p><p>5. Fragen nach dem Konsum von psychotropen Substanzen geh\u00f6ren zum Grundkatalog der \u00e4rztlichen Anamnese. Die Antwort auf diese spezifische Frage wird im Hinblick auf die Flugtauglichkeit in den Kontext der geistigen und k\u00f6rperlichen Gesundheit eingeordnet.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1644969600000)\/","SubmittedBy":"Jauslin Matthias Samuel","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1703230274000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"44|48|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1745523458150)\/","SubmissionDate":"\/Date(1639526400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5112,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Verkehr|Gesundheit"}}