{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214506,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214506,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214506,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214506,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214506,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214506,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214506,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214506,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214506,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214506,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214506,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214506,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214506,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214506,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214506,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214506,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214506,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20214506,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.4506","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Exponentieller Anstieg bei der medizinischen Behandlung junger Transmenschen. Wird die Schweiz die umstrittenen Praktiken regulieren?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ein Bericht von SRF zeigt, dass in den Schweizer Spit\u00e4lern immer mehr Menschen sich outen, und dies in einem kurzen Zeitraum. Die Zahlen widerspiegeln die Lage in zahlreichen westlichen L\u00e4ndern. In weniger als zehn Jahren stieg auch dort die Anzahl junger Menschen, die sich als \"Trans\" bezeichnen, in der Gr\u00f6ssenordnung von 2000 bis 4000 Prozent. Ein grosser Teil von ihnen l\u00e4sst sich medizinisch behandeln. </p><p>Das Ph\u00e4nomen der jungen Leute, die eine medizinische Geschlechtsangleichung w\u00fcnschen, wird im Zusammenhang mit dem Trans-Affirmationsmodell international lebhaft diskutiert. Angesichts der in den letzten Jahren stark steigenden Anzahl junger Patientinnen und Patienten und der negativen und irreversiblen Folgen der Behandlungen (Herz-Kreislauf-Krankheiten, Osteoporose, Unfruchtbarkeit, h\u00f6heres Krebs- und Thromboserisiko) sind L\u00e4nder wie England, Schweden und Finnland daran, ihre Richtlinien anzupassen. Selbst die \"World Professional Association of Transgender Health\" (WPATH), die ebenfalls daran ist, ihre Empfehlungen zu \u00fcberarbeiten, ruft zu Zur\u00fcckhaltung auf.</p><p>1. Die Vereinigung f\u00fcr einen massvollen Approach, wenn Jugendliche ihr Geschlecht hinterfragen (\"Association pour une approche mesur\u00e9e des questionnements de genre chez les jeunes\" (AMQG)), hat dazu aufgerufen, das Vorsichtsprinzip einzuhalten. Der Aufruf wurde von 300 Personen, unter ihnen Eltern, \u00c4rztinnen und \u00c4rzte und Pers\u00f6nlichkeiten, unterzeichnet. Wie wird heute sichergestellt, dass das Vorsichtsprinzip eingehalten wird?</p><p>2. Als Antwort f\u00fcr Eltern, die sich \u00fcber die rasche medizinische Behandlung ihrer Kinder Sorgen machen, st\u00fctzt sich das BAG auf Studien, die nicht mehr aktuell sind. Wie will es den j\u00fcngsten Debatten Rechnung tragen? Und was will es tun, um schlechte Praktiken und das, was gewisse Kreise als n\u00e4chsten grossen Medizinskandal ank\u00fcndigen, zu verhindern?</p><p>3. Wie stehen die betroffenen Dachorganisationen (P\u00e4diatrie, Psychiatrie) und ethische Gruppierungen zur medizinischen Behandlung junger Leute, die sich einem anderen Geschlecht zugeh\u00f6rig f\u00fchlen?</p><p>4. Bisher gibt es in diesem Bereich in der Schweiz keinerlei Richtlinien. Finnland hat im Jahr 2020 Empfehlungen erlassen und sich darin als erstes Land vom \"trans-affirmativen\" Vorgehen distanziert. Gedenkt die Schweiz, sich von den finnischen Empfehlungen leiten zu lassen? </p><p>5. In der Schweiz gibt es zu diesem Thema keine Statistiken. Ist geplant, die Zahlen zu erheben, die notwendig sind, um im Bereich der Geschlechtermedizin die h\u00f6chsten Standards f\u00fcr Behandlung und Ethik festzulegen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. In den letzten Jahren hat sich in der Gesellschaft eine Akzeptanz f\u00fcr die Vielfalt der Geschlechtsidentit\u00e4ten entwickelt. Angesichts dieser Entwicklung suchen immer mehr Menschen mit Geschlechtsdysphorie eine Behandlung. Da die Geschlechtsdysphorie in den meisten F\u00e4llen bereits in der Kindheit auftritt, ist die Kinder- und Jugendmedizin zunehmend betroffen. Der Umfang der Behandlung, ob medizinisch, medikament\u00f6s und/oder chirurgisch, ist je nach Patient bzw. Patientin unterschiedlich. Parallel zur steigenden Nachfrage nach Behandlungen f\u00fcr Transmenschen entwickeln sich auch die Behandlungsmethoden weiter. In der Medizin gilt die Sorgfaltspflicht. So sind \u00c4rztinnen und \u00c4rzte verpflichtet, sich an die Regeln der \u00e4rztlichen Kunst zu halten, in erster Linie im Interesse des Patienten oder der Patientin zu handeln und die informierte Zustimmung der betroffenen Person zur Behandlung einzuholen.</p><p>Es ist Sache der behandelnden \u00c4rztinnen und \u00c4rzte, eine Diagnose zu best\u00e4tigen oder zu verwerfen, die Urteilsf\u00e4higkeit einer minderj\u00e4hrigen Person sorgf\u00e4ltig zu pr\u00fcfen und sie - auf ihren Wunsch und unter Ber\u00fccksichtigung ihres famili\u00e4ren Umfelds - \u00fcber die Behandlungsm\u00f6glichkeiten zu beraten.</p><p>Die Aufsicht \u00fcber die Aus\u00fcbung des Arztberufs ist Sache der Kantone. Bei unangebrachten medizinischen Eingriffen oder bei Nichteinhaltung der gesetzlichen Bestimmungen bez\u00fcglich Einwilligung und Stellvertretung obliegt es der zust\u00e4ndigen kantonalen Aufsichtsbeh\u00f6rde einzugreifen.</p><p>2. bis 4. In Bezug auf die verschiedenen Richtlinien ist es Aufgabe der medizinischen Fachgesellschaften, Empfehlungen auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu erarbeiten. Diese entscheiden auch, ob nationale Richtlinien erstellt werden sollen. Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) gibt keine Behandlungsempfehlungen ab. Die erw\u00e4hnte Mitteilung bezieht sich auf die internationalen Richtlinien (WPATH, S3-Leitlinien AWMF). Diese werden periodisch an die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst und werden gem\u00e4ss den Informationen der Fachgesellschaften angewendet.</p><p>Die Wahl der Therapie liegt in der Verantwortung der behandelnden \u00c4rztinnen und \u00c4rzte, welche die Situation von Fall zu Fall aus medizinischer und medizinisch-ethischer Sicht beurteilen und sich dabei an den internationalen Richtlinien sowie an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren. Um dies zu gew\u00e4hrleisten, sind sie verpflichtet, sich w\u00e4hrend ihrer gesamten praktischen T\u00e4tigkeit fortzubilden und sich regelm\u00e4ssig auf den neuesten Stand zu bringen. Dar\u00fcber hinaus gilt f\u00fcr jede medizinische Fachrichtung die \u00e4rztliche Sorgfaltspflicht, die auf der Anwendung der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse beruht.</p><p>Die Ethikkommissionen haben sich bislang nicht spezifisch mit der Frage der Geschlechtsdysphorie befasst, es gibt jedoch Empfehlungen bez\u00fcglich Einsch\u00e4tzung der Urteilsf\u00e4higkeit.</p><p>5. Was die Anzahl der Behandlungen im Zusammenhang mit einer Geschlechtsdysphorie betrifft, umfasst die Medizinische Statistik der Krankenh\u00e4user des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS) die Daten aller station\u00e4ren Spitalaufenthalte. Anhand dieser Daten ist es m\u00f6glich, Informationen zu den verschiedenen Diagnosen und Behandlungen im station\u00e4ren Bereich in der Schweiz zu erhalten. F\u00fcr ambulante Behandlungen sind die Daten jedoch l\u00fcckenhaft. Das gilt nicht nur f\u00fcr die Geschlechtsdysphorie und deren Behandlung, sondern f\u00fcr alle Krankheiten, die ambulant behandelt werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1644969600000)\/","SubmittedBy":"Roduit Benjamin","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1703232117000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1745523387050)\/","SubmissionDate":"\/Date(1639612800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5112,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Gesundheit"}}