{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214539,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214539,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214539,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214539,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214539,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214539,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214539,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214539,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214539,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214539,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214539,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214539,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214539,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214539,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214539,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214539,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214539,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20214539,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.4539","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Schaffung von Anreizen, um neue Antibiotika in der Schweiz zu entwickeln und auf den Markt zu bringen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Zentrum f\u00fcr Antibiotikaresistenzen, dem Roundtable Antibiotics und der Pharmaindustrie Anreize zu schaffen und einzuf\u00fchren, um neue Antibiotika in der Schweiz entwickeln und auf den Markt bringen zu k\u00f6nnen.</p>","ReasonText":"<p>Antibiotikaresistenzen f\u00fchren in der Schweiz bereits heute zu etwa 300 Todesf\u00e4llen pro Jahr, in Europa sind es 30 000. </p><p>Krankheiten, deren Verlauf bisher nicht lebensbedrohend war, weil Antibiotika eingesetzt werden konnten, k\u00f6nnen wegen fehlender Wirksamkeit herk\u00f6mmlicher Antibiotika t\u00f6dlich enden.</p><p>Obwohl sich die Wissenschaft stark bem\u00fcht, Gegenmassnahmen zu treffen, gibt es noch keine zufriedenstellende L\u00f6sung des Problems im Inland. Die forschende Pharmaindustrie muss gewonnen werden, um in der Schweiz wirksame neue Heilmittel entwickeln und auf den Markt bringen zu k\u00f6nnen. Dazu braucht es die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, den bestehenden Institutionen Roundtable Antibiotics, dem Zentrum f\u00fcr Antibiotikaresistenzen und der Pharmabranche.</p><p>Die Pandemie hat uns gezeigt, dass Kooperationen, die vorher nicht \u00fcblich waren, zu Erfolgen und rascher Verf\u00fcgbarkeit von Abwehrmassnahmen gef\u00fchrt haben. \u00c4hnliches Vorgehen scheint in diesem Bereich zielf\u00fchrend. Es muss gelingen, in einem Land mit den weltbesten Forschungsinstitutionen und mit bedeutenden Pharmaunternehmen eine Zusammenarbeit zu bewerkstelligen, welche geeignet ist, ein Problem, das bereits zu lange zu wenig Aufmerksamkeit auch von der Politik erhielt, einer L\u00f6sung zuzuf\u00fchren.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat anerkennt den Forschungs- und Entwicklungsbedarf neuer Antibiotika als eine wichtige Komponente im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen. Er ist sich jedoch auch bewusst, dass die Entwicklung neuer Antibiotika bis hin zur Marktreife eine globale Herausforderung darstellt und Investitionen in Milliardenh\u00f6he ben\u00f6tigt. Es gilt daher, in \u00fcberstaatlichen Programmen koordiniert und geb\u00fcndelt vorzugehen. Ein Fokus auf Schweizer Institutionen und Pharmaunternehmen, wie von der Motion\u00e4rin gefordert, scheint vor diesem Hintergrund nicht zielf\u00fchrend.</p><p>Wie in der Stellungnahme zur Motion 20.4529 Fiala \"Antibiotika-Forschung durch Pull-Anreize verbessern\" ausf\u00fchrlich dargelegt, unterst\u00fctzt die Schweiz international koordinierte Ans\u00e4tze mit dem Ziel, Anreize f\u00fcr die Erforschung und Entwicklung neuer Antibiotika zu schaffen. Die Vorgehensweisen anderer L\u00e4nder (beispielsweise Grossbritannien und Schweden), welche bereits neue Pull-Anreize testen, werden dabei mit Interesse verfolgt. Konkret beteiligt sich die Schweiz auf internationaler Ebene derzeit an verschiedenen Organisationen, welche die Entwicklung neuer Antibiotika koordinieren und vorantreiben. Im Speziellen sind dies die \"Global Antibiotic Research and Development Partnership\" (GARDP) mit Sitz in Genf und der \"Global Antimicrobial Resistance Research and Development Hub\" in Berlin. Die Schweiz ist bereit, sich auch weiterhin aktiv in internationalen Foren und Partnerschaften einzubringen, welche diese Thematik behandeln.</p><p>Es laufen weitere Arbeiten zur Erh\u00f6hung der Verf\u00fcgbarkeit von Antibiotika in der Schweiz. Der Bundesrat hat am 16. Februar 2022 einen Bericht verabschiedet, in welchem verschiedene m\u00f6gliche Massnahmen zur St\u00e4rkung der Versorgungssicherheit in normalen Lagen dargelegt werden. Die Massnahmen werden in einer interdepartementalen Arbeitsgruppe und unter Einbezug bundesexterner Stakeholder vertieft gepr\u00fcft. Eine Entscheidfindung \u00fcber die zu verfolgenden Massnahmen erfolgt bis Ende 2022. Zudem liegt eine Pr\u00fcfung patentrechtlicher Massnahmen zur Attraktivit\u00e4tssteigerung der Entwicklung neuer Antibiotika durch das Eidgen\u00f6ssische Institut f\u00fcr Geistiges Eigentum (IGE) vor.</p><p>Die Einf\u00fchrung weiterer Pull-Anreize, neben den bereits existierenden Marktexklusivit\u00e4ten durch geistiges Eigentum, w\u00fcrde zudem eine gr\u00f6ssere Anpassung des Schweizerischen Verg\u00fctungssystems f\u00fcr Medikamente erfordern. Da zus\u00e4tzliche Anreize vermutlich mit h\u00f6heren Verg\u00fctungen f\u00fcr Antibiotika verbunden w\u00e4ren, bed\u00fcrfte es zun\u00e4chst einer sorgf\u00e4ltigen Pr\u00fcfung des erwarteten Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnisses.</p><p>Wie bereits in der Beantwortung \u00e4hnlicher Vorst\u00f6sse dargelegt (Postulat B\u00e9gl\u00e9 [19.3860], Postulat Heim [19.4291]), kann das Problem der Antibiotikaresistenzen nicht nur durch neue Antibiotika gel\u00f6st werden. Zentral f\u00fcr die Eind\u00e4mmung der Resistenzbildung sind Massnahmen, die den sachgem\u00e4ssen Antibiotikaeinsatz in der Human- und Tiermedizin sicherstellen, sowie die Verf\u00fcgbarkeit insbesondere auch bestehender Antibiotika. Entsprechende Massnahmen der Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (StAR) zeigen diesbez\u00fcglich erste Erfolge.</p><p>Der Bundesrat wird nach Vorliegen der Zwischenevaluation von StAR im Jahr 2023 und auf der Grundlage der Ergebnisse des Nationalen Forschungsprogramms zur antimikrobiellen Resistenz (NFP 72) \u00fcberpr\u00fcfen, inwieweit zus\u00e4tzliche Anstrengungen zum l\u00e4ngerfristigen Erhalt der Wirksamkeit von Antibiotika notwendig sind. In diesem Zusammenhang wird auch der Bedarf f\u00fcr Massnahmen zur weiteren F\u00f6rderung der Entwicklung neuer Antibiotika gepr\u00fcft.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1645574400000)\/","SubmittedBy":"von Falkenstein Patricia","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1703233174000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1745523421453)\/","SubmissionDate":"\/Date(1639612800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5112,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Gesundheit"}}