{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214611,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214611,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214611,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214611,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214611,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214611,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214611,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214611,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214611,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214611,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214611,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214611,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214611,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214611,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214611,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214611,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214611,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20214611,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.4611","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Transparente Deklaration von Lebendrupf-Daunen!","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Deklarationspflicht f\u00fcr Daunenprodukte zu erlassen, die von lebenden Tieren gerupft wurden (Lebendrupf).</p>","ReasonText":"<p>Daunen von Wasserv\u00f6geln werden dank ihrer F\u00e4higkeit, W\u00e4rme fast ohne Gewicht zu spenden, zur Isolierung von Duvets, Jacken und Schlafs\u00e4cken verwendet. Sie k\u00f6nnen sowohl vom lebenden Tier (Lebendrupf, Pusztarupf) als auch vom toten Tier gewonnen werden (Totrupf). Beim Lebendrupf in der Massentierhaltung wie es prim\u00e4r in China, Polen, Ukraine und Ungarn praktiziert wird, werden G\u00e4nsen und Enten im Akkord von Hand oder maschinell die Federn ausgerissen.</p><p>Dies verursacht starke Schmerzen, Panik und schwere Verletzungen.  Auch Federn von toten V\u00f6geln, die zeitlebens mehrmals lebendig gerupft wurden, k\u00f6nnen heute als \"Totrupf\" verkauft werden! Das ist eine massive Irref\u00fchrung der K\u00e4uferinnen und K\u00e4ufer auf Kosten der Tiere. Ein grosses Problem stellt hierbei die fehlende R\u00fcckverfolgbarkeit dar. Oft stammen Daunen von als \"Totrupf\" deklarierten Betrieben von Tieren, deren Elterntiere lebendig gerupft werden; insbesondere im wichtigen Exportland China ist eine R\u00fcckverfolgbarkeit und Kontrolle selten bis nie gew\u00e4hrleistet. </p><p>Viele Hersteller von Daunenware verzichten bereits auf Daunen aus Lebendrupf, so beispielsweise Outdoorbekleider wie Fj\u00e4llr\u00e4ven, Mountain Equipment, Patagonia, Saleva, The North Face und Vaude oder der Modehersteller H&amp;M. Sie bieten nur noch Produkte mit unbedenklichen Daunen an, deren Herstellung von unabh\u00e4ngiger Stelle (Textile Exchange) nach dem \"Responsible Down Standard RDS\" \u00fcberwacht wird. Der Verband Schweizer Bettwarenfabrikanten garantiert Daunen aus Totrupf nach dem \"Global Traceability Standard\".</p><p>Hier ist die Schweiz gefordert, diese Bem\u00fchungen auch international zu unterst\u00fctzen und von ihren Daunenimporteuren die R\u00fcckverfolgbarkeit bis zu den Elterntieren zu fordern. Die Beweilslast liegt hierbei bei den Produzierenden; wie auch bei anderen Tierprodukten muss der Hersteller die Art und Weise der Produktion transparent machen und eine R\u00fcckverfolgbarkeit gew\u00e4hrleisten, wie es vorbildliche Betriebe bereits tun. Ist eine R\u00fcckverfolgbarkeit bis zu den Elterntieren nicht m\u00f6glich, darf das Produkt nicht unter dem Label \"Totrupf\" in den Handel gelangen, um eine Irref\u00fchrung der K\u00e4ufer*innen zu vermeiden und den Druck auf Betriebe, die von dieser tierqu\u00e4lerischen Praxis Gebrauch machen, zu erh\u00f6hen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat kann das Anliegen der Motion\u00e4rin gut nachvollziehen, da der Lebend-rupf den G\u00e4nsen oder Enten grosse Schmerzen verursacht. In der Schweiz und in der EU - und somit auch in Polen und Ungarn - ist diese Methode denn auch verboten.</p><p>Der Bundesrat hat die Einf\u00fchrung einer Deklarationspflicht f\u00fcr Daunen aus Lebendrupf im Rahmen des Berichts vom 11. September 2020 \"Obligatorische Deklaration der Herstellungsmethoden von Nahrungsmitteln\" in Erf\u00fcllung des Postulates (17.3967) der WBK-S gepr\u00fcft. Im Bericht legt er dar, dass eine solche Deklarationspflicht aufgrund der schwer \u00fcberschaubaren Lieferketten schwierig durchsetzbar ist. Problematisch ist zudem im Rahmen der internationalen Verpflichtungen der Schweiz insbesondere die m\u00f6gliche Verletzung des WTO-rechtlichen Diskriminierungsverbots. Der Bundesrat gelangte daher zum Schluss, eine solche Deklarationspflicht aktuell nicht weiterzuverfolgen. Als L\u00f6sung sieht er vielmehr die freiwillige Positivdeklaration (\"nicht aus Lebendrupf stammende Produkte\"). Diese k\u00f6nnte als Verkaufsargument verwendet werden.</p><p>Die vom Parlament \u00fcberwiesene Motion (20.4267) WBK-S \"Deklaration von in der Schweiz verbotenen Produktionsmethoden\" verpflichtet den Bundesrat bereits, bei pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen die in der Schweiz verbotenen Produktionsmethoden einer Deklarationspflicht zu unterstellen. Dabei ist zu ber\u00fccksichtigen, dass neue Deklarationspflichten klar definierbar, v\u00f6lkerrechtskonform und durchsetzbar sind. Im Rahmen der Umsetzung dieser Motion muss daher ohnehin gepr\u00fcft werden, ob und wie eine Deklarationspflicht auch f\u00fcr Lebendrupf v\u00f6lkerrechtskonform umgesetzt werden k\u00f6nnte.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1644969600000)\/","SubmittedBy":"Schneider Meret","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1703232997000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1745522548010)\/","SubmissionDate":"\/Date(1639612800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5112,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt"}}