{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214633,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214633,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214633,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214633,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214633,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214633,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214633,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214633,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214633,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214633,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214633,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214633,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214633,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214633,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214633,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214633,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20214633,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20214633,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"21.4633","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Sieben Tagesrationen auf einmal f\u00fcr S\u00fcchtige?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Bis anhin waren die meisten Suchtfachleute der Ansicht, dass Heroins\u00fcchtige nicht f\u00e4hig seien, ihre Suchtmittel einzuteilen. Deshalb war es bis vor der Pandemie zum Schutze der S\u00fcchtigen \u00fcblich, die Heroin-Ersatzprodukte strikte nur in Tagesrationen abzugeben. Um die Ansteckungsgefahr dieser vulnerablen Personengruppe w\u00e4hrend der Pandemie zu reduzieren, wurde 2020 der Versuch gestartet, die Suchtmittel in 7-Tagesrationen abzugeben. An seiner Sitzung vom 24.Nov.2021 hat der Bundesrat nun beschlossen, diese Praxis bis zum 31.M\u00e4rz 2023 zu verl\u00e4ngern und in dieser Zeit die BetmSV so zu \u00e4ndern, damit dies dauerhaft so bleiben soll. Die Sonderregelung habe therapeutische Fortschritte erzielt. </p><p>Dazu folgende Fragen an den Bundesrat:</p><p>1. Wie vielen S\u00fcchtigen wurde schweizweit und aufgelistet nach Kantonen Heroinersatz-Drogen in 7-Tagesdosen verabreicht, wie viele erhielten trotz der Pandemie nur eine Tagesration?</p><p>2. Welches waren die strikten Kriterien an die S\u00fcchtigen, damit an diesem Versuch teilgenommen werden konnte? </p><p>3. Wie wurden diese Versuche begleitet und kontrolliert? </p><p>4. In wie fern wurden therapeutische Fortschritte erkennbar und wurden diese auch schriftlich erfasst? Was sollen die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sein? </p><p>5. Wie wird ein Weiterverkauf dieser Ersatzdrogen verhindert?</p><p>6. Wurden w\u00f6chentliche Urinkontrollen durchgef\u00fchrt, um festzustellen, ob die gr\u00f6sstenteils politoxikomanen Drogens\u00fcchtigen neben den vom Staat abgegebenen Ersatzdrogen noch andere Drogen wie z.B. Kokain zu sich genommen haben? Wird der allgemeine Gesundheitszustand der S\u00fcchtigen regelm\u00e4ssig \u00fcberpr\u00fcft?</p><p>7. Wie hoch sind die finanziellen Aufwendungen der Abgabestellen im Vergleich der Abgabe von t\u00e4glichen-  mit der Abgabe von 7-Tagesrationen von Heroin-Ersatzprodukten an die S\u00fcchtigen?</p><p>8. Konnten die Stellenprozente bei den Drogenabgabeinstitutionen abgebaut werden? Wenn ja wie viele?</p><p>9. Weshalb wurde die Verordnung auf Vorrat bis 2023 verl\u00e4ngert?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die infolge des Inkrafttretens der \u00c4nderung der Bet\u00e4ubungsmittelsuchtverordnung (BetmSV; SR 812.121.6) Diacetylmorphin in mehreren Tagesdosen erhalten, wird von den Zentren seit dem 15. Januar 2021 viertelj\u00e4hrlich gemeldet. Diese Daten fliessen in den Jahresbericht 2021 ein, der in der zweiten H\u00e4lfte des Jahres 2022 publiziert wird. Dieser Bericht wird genauere Informationen zur Anzahl der abgegebenen Tagesdosen und der betroffenen Patientinnen und Patienten liefern. Die vorl\u00e4ufigen Daten deuten darauf hin, dass rund 600 Personen mehrere Tagesdosen erhalten, was etwa 45 Prozent aller Patientinnen und Patienten entspricht.</p><p>2., 3., 5. und 6. Am 25. September 2020 \u00e4nderte der Bundesrat angesichts der epidemiologischen Lage die BetmSV und erh\u00f6hte die Zahl der Tagesdosen, die den als besonders gef\u00e4hrdet eingestuften Patientinnen und Patienten ausnahmsweise abgegeben werden d\u00fcrfen, von zwei auf vier. Bei erh\u00f6hten Risikofaktoren wie Komorbidit\u00e4ten des Patienten oder der Patientin konnte die Zahl der abgegebenen Tagesdosen auf bis zu sieben angehoben werden. Diese \u00c4nderung sollte bewirken, dass die Patientinnen und Patienten die Behandlungszentren weniger oft aufsuchen m\u00fcssen, um ihr Medikament zu erhalten. So l\u00e4sst sich das Risiko einer Covid-19-Infektion minimieren. Es wurden strenge Kriterien und Kontrollmassnahmen festgelegt, um insbesondere den Weiterverkauf der erhaltenen Dosen zu verhindern. Die betroffenen Patientinnen und Patienten mussten mindestens sechs Monate lang ununterbrochen mit Diacetylmorphin behandelt worden sein, gesundheitlich und sozial ausreichend stabilisiert sein und die letzten beiden Urinkontrollen ohne Nachweis von Bet\u00e4ubungsmitteln - abgesehen von Diacetylmorphin - durchlaufen haben. Zudem musste das Missbrauchsrisiko von den verantwortlichen \u00c4rztinnen und \u00c4rzten als sehr gering eingestuft werden. Die H\u00e4ufigkeit der Urinkontrollen ist nicht gesetzlich festgelegt und liegt im Ermessen der \u00c4rztinnen und \u00c4rzte der spezialisierten Behandlungszentren. Was die Kontrollmassnahmen betrifft, so musste die f\u00fcr die Behandlung zust\u00e4ndige Person mindestens zweimal pro Woche mit dem Patienten oder der Patientin Kontakt aufnehmen, um zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob diese(r) die t\u00e4gliche Dosis wie vorgeschrieben einnimmt. Ausserdem musste dem Bundesamt f\u00fcr Gesundheit ein Quartalsbericht vorgelegt werden.</p><p>7. und 8. Die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Suchterkrankungen f\u00e4llt in die Zust\u00e4ndigkeit der Kantone. Diese m\u00fcssen die erforderlichen Einrichtungen schaffen oder private Einrichtungen unterst\u00fctzen, welche die erforderlichen Qualit\u00e4tskriterien erf\u00fcllen. Bei diacetylmorphingest\u00fctzten Behandlungen betrifft die Abgabe von mehreren Tagesdosen nur einen Teil der Patientinnen und Patienten, sofern diese die gesetzlich festgelegten Kriterien erf\u00fcllen. Es ist daher unwahrscheinlich, dass dies zu einer Verringerung der Kosten und des Personalbedarfs f\u00fchrt. Diese Mittel bleiben unerl\u00e4sslich f\u00fcr Patientinnen und Patienten, die mehrmals t\u00e4glich in die Zentren kommen m\u00fcssen und mehr Betreuung ben\u00f6tigen.</p><p>4. und 9. Gem\u00e4ss dem Schlussbericht 2021 \"Situationsanalyse der HeGeBe\" (www.bag.admin.ch &gt; Gesund leben &gt; Sucht und Gesundheit &gt; Suchtberatung und -therapie &gt; Substitutionsgest\u00fctzte Behandlungen bei Opioidabh\u00e4ngigkeit &gt; Substitutionsgest\u00fctzte Behandlung mit Diacetylmorphin (Heroin)) und den zwei in wissenschaftlichen Fachzeitschriften publizierten Artikeln \"Apprentissage de l'\u00e9largissement des modalit\u00e9s de prescription de l'h\u00e9ro\u00efne m\u00e9dicale avec le Covid-19\" (www.revmed.ch &gt; Revue M\u00e9dicale Suisse &gt; 2021 &gt; Revue M\u00e9dicale Suisse-742) und \"Experiences with take-home dosing in heroin-assisted treatment in Switzerland during the COVID-19 pandemic - Is an update of legal restrictions warranted?\" (www.sciencedirect.com) konnten Ansteckungen mit Covid-19 durch die Anpassung der Abgaberegeln weitgehend vermieden werden. Zudem verbesserten sich dadurch die Lebensqualit\u00e4t, die Stabilisierung und die Autonomisierung der Patientinnen und Patienten, die sich nun besser auf ihre famili\u00e4ren und beruflichen Verpflichtungen konzentrieren konnten. Die \u00c4nderung erm\u00f6glichte auch eine Verbesserung des therapeutischen Settings f\u00fcr Patientinnen und Patienten, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Komorbidit\u00e4ten nicht mobil sind. Mit der Verl\u00e4ngerung der befristeten \u00c4nderung bis zum 31. M\u00e4rz 2023 kann eine bew\u00e4hrte L\u00f6sung f\u00fcr die Dauer der Pandemie beibehalten und gleichzeitig ihre endg\u00fcltige Verankerung durch eine ordentliche Revision der BetmSV gepr\u00fcft werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1643760000000)\/","SubmittedBy":"Herzog Verena","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1647561600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1715173757753)\/","SubmissionDate":"\/Date(1639699200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5112,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}