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Bericht des Bundesrates in Erf\u00fcllung der Postulate 20.3931 und 21.3015","Description":null,"InitialSituation":"<p><b>Medienmitteilung des Bundesrates vom 23.06.2022</b></p><p><b>Bundesrat legt Strategie f\u00fcr nachhaltige Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft fest </b></p><p><b>Der Bundesrat hat am 22. Juni 2022 den Bericht \"Zuk\u00fcnftige Ausrichtung der Agrarpolitik\" gutgeheissen. Darin wird aufgezeigt, wie die Schweizer Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft k\u00fcnftig einen noch gr\u00f6sseren Beitrag an die Ern\u00e4hrungssicherheit leisten kann. Miteinbezogen in die \u00dcberlegungen wird das gesamte Ern\u00e4hrungssystem von der Produktion bis zum Konsum. Umgesetzt werden soll die Strategie in drei Etappen. </b></p><p>Die B\u00e4uerin, den Zwischenh\u00e4ndler, den Verarbeiter, die Konsumentin: In seine Strategie zur Ern\u00e4hrungssicherheit bezieht der Bundesrat alle Akteure ein, die das Ern\u00e4hrungssystem beeinflussen. Aufbauend auf dem Landwirtschaftsartikel und dem Artikel zur Ern\u00e4hrungssicherheit in der Bundesverfassung lautet die Vision des Bundesrats f\u00fcr 2050: Ern\u00e4hrungssicherheit durch Nachhaltigkeit von der Produktion bis zum Konsum. In einem entsprechenden Zukunftsbild zeigt der Bundesrat, wie die Schweizer Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft im Zeithorizont 2050 dieses Ziel erreichen kann. Wichtig ist unter anderem die inl\u00e4ndische Produktion. So soll die Landwirtschaft im Jahr 2050 weiterhin mehr als die H\u00e4lfte der nachgefragten Lebensmittel herstellen. Die Arbeitsproduktivit\u00e4t soll gegen\u00fcber 2020 um 50 Prozent gesteigert und die Treibhausgasemissionen der Produktion sollen mindestens 40 Prozent unter dem Niveau von 1990 liegen. Doch auch die Verarbeiter und Konsumenten m\u00fcssen ihren Beitrag leisten. So sollen im Vergleich zu heute die Lebensmittelverluste entlang der ganzen Wertsch\u00f6pfungskette um drei Viertel reduziert werden und die Treibhausgasemissionen des Lebensmittelkonsums um zwei Drittel sinken. </p><p>Der Bundesrat legt vier Stossrichtungen fest, um diese Ziele zu erreichen:</p><p>- Resiliente Lebensmittelversorgung sicherstellen: Die Produktionsgrundlagen wie zum Beispiel Boden und Wasser werden schonend genutzt. Den Auswirkungen des Klimawandels wird durch vorausschauendes Handeln begegnet. Die Lieferketten bleiben stabil.</p><p>- Klima-, umwelt- und tierfreundliche Lebensmittelproduktion f\u00f6rdern: Die Landwirtschaft tr\u00e4gt verst\u00e4rkt zum Klimaschutz bei und erh\u00f6ht die Produktion erneuerbarer Energie. Die Landwirtinnen und Landwirte vermindern N\u00e4hrstoffverluste und die Risiken bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. </p><p>- Nachhaltige Wertsch\u00f6pfung st\u00e4rken: Die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft wird weiter verbessert. Neue Ern\u00e4hrungstrends werden proaktiv genutzt. Die agrarpolitischen Instrumente werden vereinfacht und der administrative Aufwand verringert. </p><p>- Nachhaltigen Konsum beg\u00fcnstigen: Konsumentinnen und Konsumenten kennen die Herstellungsmethoden der Lebensmittel sowie deren Wirkung auf Klima oder Tierwohl. Sie achten auf eine ges\u00fcndere und ausgewogenere Ern\u00e4hrung und werfen keine Lebensmittel weg, die noch geniessbar w\u00e4ren.</p><p>Diese Strategie soll in drei Etappen umgesetzt werden. Die erste Etappe hat der Bundesrat mit der parlamentarischen Initiative \"Das Risiko beim Einsatz von Pestiziden reduzieren\" bereits beschlossen. Damit wird der \u00f6kologische Fussabdruck weiter gesenkt und es wurden ambitionierte Ziele f\u00fcr die Branche definiert. In einer zweiten Phase sollen gewisse noch nicht umgesetzte Elemente der Agrarpolitik 2022+ gezielte Verbesserungen der \u00f6konomischen und sozialen Rahmenbedingungen f\u00fcr die Landwirtschaft bringen. In einem dritten Schritt soll nach einer Auslegeordnung in den Jahren 2025/26 in einer weiterf\u00fchrenden Reform der Fokus verst\u00e4rkt auf das gesamte Ern\u00e4hrungssystem gerichtet sein. Ausserdem sollen die Branchen noch mehr Verantwortung \u00fcbernehmen und die internationalen Handelsbeziehungen zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. </p><p>Mit dem Bericht \"Zuk\u00fcnftige Ausrichtung der Agrarpolitik\" erf\u00fcllt der Bundesrat zwei Postulate des St\u00e4nde- bzw. des Nationalrates. Die beiden R\u00e4te hatten beschlossen, die Beratung der Agrarpolitik 2022+ zu sistieren, bis der Bundesrat einen Bericht zur zuk\u00fcnftigen Ausrichtung der Agrarpolitik vorlegt.</p>","Proceedings":"<p>13.12.2022 St\u00e4nderat</p><p>Kenntnisnahme</p><p></p><p>08.03.2023 Nationalrat</p><p>Kenntnisnahme</p><p></p><p><b>Siehe </b><a href=\"https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20200022\">20.022</a> AP22+</p>","DraftText":null,"SubmittedText":null,"ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":null,"BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1678233600000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"9|15|52|55|2841","Category":"IIIa","Modified":"\/Date(1712762104757)\/","SubmissionDate":"\/Date(1666742400000)\/","SubmissionCouncil":null,"SubmissionCouncilName":null,"SubmissionCouncilAbbreviation":null,"SubmissionSession":5117,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Sicherheitspolitik|Wirtschaft|Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}