{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20220313,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20220313,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20220313,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20220313,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20220313,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20220313,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20220313,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20220313,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20220313,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20220313,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20220313,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20220313,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20220313,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20220313,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20220313,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20220313,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20220313,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20220313,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.313","BusinessType":3,"BusinessTypeName":"Standesinitiative","BusinessTypeAbbreviation":"Kt. Iv.","Title":"Digitalisierung des Schweizer Gesundheitswesens vorantreiben. Datenbasiertes \u00d6kosystem f\u00fcr Forschung und Gesellschaft entwickeln","Description":null,"InitialSituation":"<p>-</p>","Proceedings":"<p>-</p>","DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Kanton Basel-Stadt verlangt von den eidgen\u00f6ssischen R\u00e4ten, die Rahmenbedingungen dahingehend anzupassen, dass das Schweizerische Gesundheitssystem so rasch wie m\u00f6glich digitalisiert und sich somit zu einem vernetzten Gesundheitsdaten\u00f6kosystem weiterentwickeln kann. Die Schweiz braucht jetzt</p><p>- eine gemeinsame Infrastruktur, mit der Gesundheitsdaten erhoben, verarbeitet, gespeichert, geteilt und auch gel\u00f6scht werden k\u00f6nnen;</p><p>- gemeinsame technische, datenschutzkonforme und ethische Standards, die regeln, wie diese Daten erfasst und strukturiert werden sollen;</p><p>- Aufkl\u00e4rung, Aufbau von Vertrauen und Akzeptanz eines solchen Fundaments;</p><p>- regulatorische Rahmenbedingungen und Anreize;</p><p>- Aus- und Weiterbildungen von Fachkr\u00e4ften mit starken digitalen Kompetenzen;</p><p>- eine nachhaltige Finanzierung und Investitionen in die Digitalisierung des Gesundheitswesens.</p><p>Die Schweiz hat Nachholbedarf in der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Dies belegen mehrere Quellen (Bertelsmann Digital-Health Index, OECD-Technical and Operational Readiness Index, Studie zur Digitalisierung in der Gesundheitsforschung von BAK Economics, die WHO f\u00fchrt die Schweiz bei der Nutzung von elektronischen Patientendossiers ganz weit hinten an) und die Corona Pandemie hat uns dies deutlich vor Augen gef\u00fchrt. Das Schweizer Gesundheitswesen hat schlicht keine moderne Infrastruktur, um Daten zu erheben, zu speichern und zu teilen.</p><p>In der Schweiz ist man einen hohen Wohlstand gewohnt und man verl\u00e4sst sich auf einen starken Life Sciences-Standort. Der Anteil der Life Sciences-Exporte betr\u00e4gt aktuell \u00fcber 51 Prozent an den gesamtschweizerischen Exporten. In Zukunft k\u00f6nnen wir dies nur beibehalten, wenn die Schweiz bei der Digitalisierung auch im Gesundheitswesen f\u00fchrend mit dabei ist und sich stets weiterentwickelt. Solche Entwicklungsschritte gelangen in der Region Basel bereits mehrmals: von der Textil- zur Farbenindustrie, von Farbe zu Chemie, von Chemie zu Pharmazeutika und biotechnologischen Produkten. Die datenbasierte Gesundheitswirtschaft ist wieder so ein grosser Wandel. Die Nutzung von gesundheitsbezogenen Daten erlaubt bessere Behandlungstherapien, eine gezieltere Gesundheitsversorgung, aber auch eine effizientere Forschung und Entwicklung. Investitionen in Gesch\u00e4ftsbereiche oder Unternehmen, die im Digital Health-Bereich t\u00e4tig sind, nehmen weltweit zu. Die Schweiz verliert hier jedoch zunehmend an Bedeutung und es fehlt an Fachkr\u00e4ften. Gesundheitsdaten f\u00fcr Forschung und Entwicklung werden entsprechend den gesetzlichen Anforderungen anonymisiert, verschl\u00fcsselt oder mit einer Einwilligung versehen verwendet. Trotz dieser strengen Anforderungen stehen aggregierte Daten noch zu wenig zur Verf\u00fcgung.</p><p>Die Attraktivit\u00e4t der Life Sciences-lndustrie der Region Basel - einem Zugspferd der Schweizer Volkswirtschaft - wird im internationalen Vergleich abnehmen, wenn es nicht gelingt, die Digitalisierung des Gesundheitswesens rasch voranzutreiben. F\u00fcr die Region Basel erwirtschaftet die Life Sciences-lndustrie \u00fcber ein Drittel der gesamten regionalen Wertsch\u00f6pfung. Zudem sind in diesen Branchen in der Region \u00fcber 32 000 Erwerbst\u00e4tige besch\u00e4ftigt. Die Schweiz kann viel verlieren, wenn die Herausforderungen des begonnenen Wandels nicht gemeistert werden. Die Weichen m\u00fcssen rasch gestellt werden.</p><p>Industrie und Akademie sind sich einig und die Politik hat den Handlungsbedarf erkannt. Die Beantwortung der Motion 21.3021 \"Mehrwert f\u00fcr Forschung und Gesellschaft durch datenbasierte \u00d6kosysteme im Gesundheitswesen\" der Kommission f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats zeigt es aber auch deutlich: Die M\u00fchlen drehen zu langsam, es fehlt an einem einheitlichen und umfassenden Masterplan mit Massnahmen.</p><p>Eine Standesinitiative des Kantons Basel-Stadt, der von einer ungen\u00fcgenden Digitalisierung des Gesundheitswesens ganz besonders betroffen ist, verleiht den speziellen Bed\u00fcrfnissen der Life Sciences-Region besonderen Nachdruck.</p>","ReasonText":"<p>Die Erhebung und Struktur von (klinischen) Daten im Gesundheitswesen der Schweiz ist wenig reguliert. Vor allem im ambulanten und teilweise auch im Langzeitpflegebereich ist zudem die digitale Datenverarbeitung noch nicht fl\u00e4chendeckend. Das Finanzierungssystem des Gesundheitswesens schafft nur bedingt Anreize zur Zusammenarbeit der einzelnen Leistungserbringer. Das f\u00fchrt dazu, dass die vorhandenen Gesundheitsdaten in einzelnen, grunds\u00e4tzlich nicht miteinander verkn\u00fcpften Systemen abgelegt sowie deren Struktur, Semantik und Metadaten nicht einheitlich geregelt sind. Interoperabilit\u00e4t ist nicht fl\u00e4chendeckend gegeben.</p><p>Die Digitalisierung des Schweizer Gesundheitswesens ist im internationalen Vergleich eher wenig fortgeschritten, wie auch der Bund in der \"Gesundheitspolitischen Strategie des Bundesrats 2020-2030\" festh\u00e4lt. Er betont in seiner Strategie die Bedeutung von Gesundheitsdaten sowohl f\u00fcr die medizinische Forschung als auch f\u00fcr die Gesundheitsversorgung sowie f\u00fcr den Erhalt und die St\u00e4rkung der \u00f6ffentlichen Gesundheit und fordert die Koordination der Digitalisierung im Gesundheitssystem unter den Partnern, was die Mehrfachnutzung von Daten und Infrastrukturen erm\u00f6glicht. In diesem Zusammenhang begr\u00fcsst der Kanton Basel-Stadt den Entscheid des Bundesrates vom 4. Mai 2022, der darauf abzielt, die Voraussetzungen f\u00fcr den Aufbau eines Datensystems f\u00fcr die Forschung im Gesundheitsbereich zu schaffen.</p><p>Auch das \"Swiss Personalized Health Network\" (SPHN) begr\u00fcsst die Stossrichtung der Standesinitiative. Gesundheitsdaten seien aktuell meist nur in uneinheitlichen Formaten und Standards sowie oft an unzug\u00e4nglichen Orten abgelegt, was dazu f\u00fchrt, dass selbst dort, wo Daten geteilt werden k\u00f6nnen, diese in der Regel ungen\u00fcgend beschrieben, nicht standardisiert und deshalb f\u00fcr die Weiterverwendung kaum nutzbar sind. Das SPNH unterst\u00fctzt deshalb die Entwicklung einer \u00fcbergeordneten Strategie f\u00fcr die Wiederverwendung von Daten im Rahmen einer entsprechenden Bundesgesetzgebung. Weil auch Daten von ausserhalb des Gesundheitssystems f\u00fcr Gesundheitsfragen relevant sind, betont es zudem, dass die Koordination \u00fcber die Departemente hinweg beachtet werden muss.</p><p>Auch international wird die Koordination von Gesundheitsdaten als wichtig erachtet. Beispielsweise hat Finnland mit \"Findata\" im Jahr 2019 eine Regierungsstelle geschaffen, welche Daten aus den Bereichen Gesundheit und Soziales sammelt und digital zur Verf\u00fcgung stellt. Ziel dabei ist, Datenschutz und Datensicherheit von Gesundheits- sowie Sozialdaten sicherzustellen und f\u00fcr eine effiziente \u00fcberwachte Nutzung zur Verf\u00fcgung zu stellen. Ein Datennutzungsgesetz legt m\u00f6gliche Verwendungszwecke fest. Die Individualdaten sind \u00fcber eine pers\u00f6nliche Kennung auch \u00fcber verschiedene Register hinweg verkn\u00fcpfbar. Die finnische Bev\u00f6lkerung kann mittels einer Opt-Out-M\u00f6glichkeit \u00fcber die Zurverf\u00fcgungstellung der eigenen Daten entscheiden.</p><p>Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt ist \u00fcberzeugt, dass die Schaffung eines nationalen Gesundheitsdaten\u00f6kosystems die medizinische Forschung und die Gesundheitsversorgung nachhaltig zu f\u00f6rdern vermag und damit einen wertvollen Beitrag zu Erhalt und St\u00e4rkung der \u00f6ffentlichen Gesundheit leistet sowie die Innovationskraft der ans\u00e4ssigen Life Science Branche bef\u00f6rdert.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Basel-Stadt","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1742557109000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|34|36|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1779242558933)\/","SubmissionDate":"\/Date(1655164800000)\/","SubmissionCouncil":null,"SubmissionCouncilName":null,"SubmissionCouncilAbbreviation":null,"SubmissionSession":5115,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Medien und Kommunikation|Wissenschaft und Forschung|Gesundheit"}}