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Iv.","Title":"Eine Abtreibung sollte in erster Linie als eine Frage der Gesundheit betrachtet werden und nicht als Strafsache","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Artikel im Strafgesetzbuch betreffend den Schwangerschaftsabbruch (Zweites Buch Erster Titel Ziff. 2) werden aufgehoben. Der Grundsatz der Fristenregelung wird in einem Spezialgesetz oder in einem Gesetz \u00fcber die sexuelle Gesundheit im weiteren Sinne oder im Bereich der \u00f6ffentlichen Gesundheit verankert. Ziel dieses Gesetzes ist es insbesondere, die Selbstbestimmung der Menschen im Bereich der Gesundheit zu f\u00f6rdern und die Hindernisse bei deren Aus\u00fcbung zu beseitigen. </p><p>Die Straftat nach Artikel\u00a0118 Absatz\u00a02 bleibt weiterhin im Strafgesetzbuch verankert.</p>","ReasonText":"<p>Der Schwangerschaftsabbruch stellt in der Schweiz ein Recht dar, wird in unserem Rechtssystem aber nach wie vor als Strafsache behandelt. Das heisst, dass ein Schwangerschaftsabbruch grunds\u00e4tzlich eine verwerfliche strafrechtliche Angelegenheit ist und erst in zweiter Linie eine gesundheitliche Entscheidung, die von der betroffenen Person gemeinsam mit ihrem Arzt oder ihrer \u00c4rztin getroffen wird. Dabei sind die Empfehlungen der WHO zum Thema Abtreibung klar: F\u00fcr eine vollst\u00e4ndige Entkriminalisierung der Abtreibung m\u00fcssen jegliche Bestimmungen zum Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafrecht gestrichen werden. Dieser Empfehlung wurde beispielsweise in Frankreich, Belgien und dem Vereinigten K\u00f6nigreich gefolgt, und zum Beispiel in Deutschland wird dar\u00fcber debattiert.</p><p>Zu Recht: Die Kriminalisierung der Abtreibung ist eine der Hauptursachen f\u00fcr das Stigma, mit dem Schwangerschaftsabbr\u00fcche in der Schweiz bis heute behaftet sind. Und eine solche Stigmatisierung hat schwerwiegende Folgen f\u00fcr die betroffenen Personen: Schuldgef\u00fchle, die zu Stress und psychosozialen Problemen f\u00fchren; Druck, auf eine Abtreibung zu verzichten, der zu sp\u00e4teren Abbr\u00fcchen oder zur Austragung ungewollter Schwangerschaften f\u00fchrt; Hindernisse beim Zugang zu einer Abtreibung aufgrund von abtreibungsfeindlichen Personen aus dem jeweiligen Umfeld oder abtreibungsfeindlichem Gesundheitspersonal. </p><p>Studien zeigen jedoch, dass in der Schweiz, die eine der niedrigsten Abtreibungsraten in Europa hat, niemand leichtfertig mit einem Schwangerschaftsabbruch umgeht. Eine Abtreibung \"aus Bequemlichkeit\" gibt es nicht, bei jedem Schwangerschaftsabbruch handelt es sich um eine \u00fcberlegte Entscheidung nach hinreichender Aufkl\u00e4rung, die von der Betroffenen gemeinsam mit ihrem Arzt oder ihrer \u00c4rztin getroffen wird. Unter diesen Umst\u00e4nden sollte eine Abtreibung nicht mehr als \"Straftat mit Ausnahmen\" betrachtet werden, sondern ausschliesslich als eine gesundheitliche Entscheidung.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Porchet L\u00e9onore","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1678147200000)\/","ResponsibleDepartment":1,"ResponsibleDepartmentName":"Parlament","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"Parl","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|1216|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1712775799070)\/","SubmissionDate":"\/Date(1654128000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5115,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Strafrecht|Gesundheit"}}