{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221052,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221052,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221052,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221052,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221052,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221052,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221052,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221052,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221052,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221052,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221052,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221052,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221052,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221052,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221052,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221052,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221052,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20221052,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.1052","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"W\u00fcrde ein Stromausfall in Deutschland sich bis in die Schweiz fortpflanzen? Welche L\u00f6sungen bieten sich an?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Angesichts einer m\u00f6glichen Strommangellage, die f\u00fcr die kommenden Winter erwartet wird, hat die Schweiz sich das Ziel gesetzt, den Verbrauch zu senken, um m\u00f6gliche Stromausf\u00e4lle und Rationierungen zu vermeiden. Mit dieser Strategie soll der Bedarf an importierter Energie gesenkt und soll auch das Risiko einer Auslandabh\u00e4ngigkeit vermindert werden. </p><p>Bedenkt man, dass das schweizerische Stromnetz eng mit dem europ\u00e4ischen Netz verbunden ist und dass ein m\u00f6glicher Stromausfall in unseren Nachbarl\u00e4ndern - allen voran Deutschland - zu einer Unterbrechung der Stromversorgung in der Schweiz f\u00fchren k\u00f6nnte, frage ich den Bundesrat:</p><p>1. Wie sch\u00e4tzt der Bundesrat das Risiko eines Stromausfalls in unseren Nachbarl\u00e4ndern ein und welchen Einfluss k\u00f6nnten ein solcher Ausfall auf das Schweizer Netz haben?</p><p>2. Ist der Betrieb eines unabh\u00e4ngigen (isolierten) Schweizer Stromnetzes, namentlich im Winter, denkbar und f\u00fcr wie lange?</p><p>3. Welche Vorkehrungen sind erforderlich, um das Szenario eines vor\u00fcbergehenden Betriebs als isoliertes Netz zu gew\u00e4hrleisten?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Derzeit ist die Lage angespannt, aber beherrschbar. Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass der grenz\u00fcberschreitende Stromhandel funktioniert. Grosse Unsicherheitsfaktoren, welche die Situation mit Hinblick auf den kommenden Winter versch\u00e4rfen k\u00f6nnten, sind das Wetter, die Verf\u00fcgbarkeit der Kernkraftwerke in Frankreich und Skandinavien, die Verf\u00fcgbarkeit von Gas zur Stromerzeugung, die Verf\u00fcgbarkeit der Wasserkraft von Spanien bis Norwegen und die Verf\u00fcgbarkeit von Kohlekraft in Polen und Deutschland.</p><p>Die Analyse der deutschen \u00dcbertragungsnetzbetreiber, welche im Auftrag des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Umweltschutz durchgef\u00fchrt wurde, kommt zum Schluss, dass Deutschland eine gute Versorgungssicherheit und grunds\u00e4tzlich \u00fcber genug Energie verf\u00fcgt. Netz-Stresssituationen sind zwar unwahrscheinlich, k\u00f6nnen aber nicht g\u00e4nzlich ausgeschlossen werden. Zus\u00e4tzliche Massnahmen zur St\u00e4rkung der Netzsicherheit wurden bereits definiert. So stellt Deutschland mit Blick auf die Gasknappheit im Winter bestehende Kohlekraftwerke wieder in den Markt und die EU-Mitgliedstaaten setzen Sparmassnahmen um. Zudem sollen in Deutschland die verbleibenden drei Kernkraftwerke bis maximal Mitte April 2023 weiterlaufen k\u00f6nnen.</p><p>In Frankreich ist die Situation ebenfalls angespannt, hier prim\u00e4r aufgrund der unterdurchschnittlichen Verf\u00fcgbarkeit der franz\u00f6sischen Kernkraftwerke. Der franz\u00f6sische \u00dcbertragungsnetzbetreiber RTE hat eine Analyse ver\u00f6ffentlicht. Darin werden drei Szenarien dargelegt, welche sich insbesondere durch die Kernkraftverf\u00fcgbarkeit, die wetterbedingte Nachfrageentwicklung und die Austauschm\u00f6glichkeiten mit dem Ausland als Folge einer reduzierten Gasverf\u00fcgbarkeit unterscheiden. Gem\u00e4ss den Ergebnissen kann die Deckung der Nachfrage in den meisten F\u00e4llen garantiert werden, ausser bei der unwahrscheinlichen Verkettung verschiedener ung\u00fcnstiger Umst\u00e4nde. Aber auch in diesem Fall handelt es sich gem\u00e4ss RTE um Situationen mit Verbrauchseinschr\u00e4nkungen, nicht jedoch um einen Blackout.</p><p>2. und 3. Ein reiner Inselbetrieb des Schweizer Stromnetzes ist sowohl aus netztechnischen als auch energetischen Gr\u00fcnden \u00e4usserst ung\u00fcnstig. F\u00fcr einen Inselbetrieb m\u00fcssten sehr grosse zus\u00e4tzliche Reserven in das System gebracht und die Netzregelung angepasst werden. Die Netzsicherheit w\u00fcrde deutlich abnehmen und die internationale Kooperation negativ beeinflussen, sodass die Schweiz zuk\u00fcnftig komplett auf sich alleine gestellt w\u00e4re. Es zeigt sich immer wieder, dass der Netzverbund notwendig ist, um unvorhergesehene Ereignisse (z.B. Ausfall von Kernkraftwerken und sonstigen Grosskraftwerken oder lokale Netztrennungen) abzud\u00e4mpfen. Eine alleinige Bew\u00e4ltigung w\u00e4re f\u00fcr die betroffenen L\u00e4nder sehr schwierig. Allerdings kann mit den Wasserkraftwerken ausl\u00e4ndischen Ereignissen (im Sinne von reduzierten Kraftwerks- resp. Brennstoffverf\u00fcgbarkeiten) bzw. deren Auswirkungen auf die Schweiz entgegengewirkt werden, womit ein Puffer verf\u00fcgbar ist.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1669161600000)\/","SubmittedBy":"Marchesi Piero","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1669161600000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|66","Category":null,"Modified":"\/Date(1750800595047)\/","SubmissionDate":"\/Date(1664323200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5116,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Energie"}}