{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221058,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221058,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221058,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221058,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221058,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221058,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221058,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221058,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221058,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221058,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221058,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221058,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221058,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221058,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221058,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221058,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20221058,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20221058,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.1058","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Fachkr\u00e4ftemangel ICT. Es besteht Handlungsbedarf!","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Unternehmen, Hochschulen, Institute und andere wichtige Akteure des Arbeitsmarkts stellen fest: Der Mangel an ICT-Fachkr\u00e4ften in der Schweiz ist Realit\u00e4t und nimmt zu. Gem\u00e4ss ICT-Journal werden in der Schweiz 2030 fast 40 000 Informatiker*innen fehlen. Aber nicht nur der Blick in die Zukunft erschreckt, der Fachkr\u00e4ftemangel in der Branche ICT existiert bereits heute: Viele Schweizer Unternehmen beklagen Rekrutierungsschwierigkeiten und an IT-Ausbildungsst\u00e4tten gibt es nicht ausreichend Studierende, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Dass der Fachkr\u00e4ftemangel mehr als real ist, zeigt sich am aktuellsten Beispiel der Post, die ihren neuen IT-Entwicklungs-Standort in Portugal er\u00f6ffnen wird. Die Post begr\u00fcndet den Schritt ins Ausland damit, dass sie die n\u00f6tigen IT-Fachkr\u00e4fte in der Schweiz schon heute nicht mehr ausreichend rekrutieren kann. </p><p>Umso erstaunlicher scheint die Stellungnahme des Bundesrats zur Ip. Gysin 22.3590 \"Mangel an qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften im IT-Sektor. Es braucht konkrete Massnahmen, um dem Talentmangel abzuhelfen\", in der er \"keinen zus\u00e4tzlichen Handlungsbedarf\" in Bezug auf den ICT-Fachkr\u00e4ftemangel sieht: Es best\u00fcnden bereits ausreichend Aus- und Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten in der Schweiz. </p><p>Ausbildungspl\u00e4tze zu schaffen ist wichtig, jedoch m\u00fcssen dann auch gen\u00fcgend Personen vorhanden sein, die diese in Anspruch nehmen. Es m\u00fcssen dringend Anreize geschaffen werden, um insbesondere die j\u00fcngere Generation (Generation Z, d.h. ab Jahrgang 2000) f\u00fcr ICT-Berufe zu begeistern, so dass sie sich f\u00fcr Ausbildungen in diesem Bereich entscheidet. </p><p>- Wie beurteilt der Bundesrat den Entscheid der Post, in Portugal einen IT-Entwicklungsstandort zu er\u00f6ffnen? </p><p>- Ist sich der Bundesrat bewusst, dass Schweizer Unternehmen ihre IT-Standorte k\u00fcnftig vermehrt im Ausland aufbauen werden, wenn das Problem des Fachkr\u00e4ftemangels nicht deutlich und zeitnah entsch\u00e4rft wird? </p><p>- Teilt der Bundesrat die Meinung, dass der Wirtschaftsstandort Schweiz durch den Aufbau von Schweizer Entwicklungsstandorten im Ausland geschw\u00e4cht wird? </p><p>- Bleibt der Bundesrat bei seiner Einsch\u00e4tzung, dass in der aktuellen Lage kein Handlungsbedarf besteht (vgl. Antwort Ip. Gysin 22.3590)?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat f\u00fchrt die Post mit der Vorgabe von strategischen Zielen. Auf das operative Gesch\u00e4ft nimmt er grunds\u00e4tzlich keinen Einfluss. Die Post ist f\u00fcr ihre Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit auf umfassendes IT-Wissen angewiesen. Sie hat die Eignerdepartemente UVEK und EFD (EFV) \u00fcber ihre Beweggr\u00fcnde zur Errichtung eines IT-Campus in Lissabon informiert. Dabei wurde auch dargelegt, dass es zu keiner Verlagerung von Mitarbeitenden oder Aufgaben nach Portugal kommen wird. Vielmehr will die Post nach eigenen Angaben in der Schweiz zus\u00e4tzlich rund 200 neue IT-Arbeitspl\u00e4tze schaffen. Die abschliessende Verantwortung f\u00fcr einen solchen Entscheid zu einem IT-Entwicklungs-Standort liegt beim Verwaltungsrat der Post.</p><p>Der Fachkr\u00e4ftemangel in Berufen mit stark wachsender Nachfrage, wozu die ICT-Berufe zweifellos geh\u00f6ren, ist ein internationales Ph\u00e4nomen. Der Bund sorgt mit guten Rahmenbedingungen daf\u00fcr, dass sich Aus- und Weiterbildungsangebote auf Ver\u00e4nderungen in der Nachfrage nach unterschiedlichen Qualifikationen anpassen k\u00f6nnen. In Erg\u00e4nzung dazu kann ein Teil der Nachfrage nach ICT-Spezialisten auch durch Rekrutierung von Fachkr\u00e4ften im Ausland gedeckt werden. Der Bundesrat erachtet die Attraktivit\u00e4t der Schweiz als Standort f\u00fcr ICT-Aktivit\u00e4ten als hoch und will diese auch erhalten.</p><p>Dass Schweizer Unternehmen einen Teil ihrer T\u00e4tigkeiten ins Ausland verlagern und ausl\u00e4ndische Direktinvestitionen t\u00e4tigen, f\u00fchrt nicht zu einer Schw\u00e4chung unseres Wirtschaftsstandorts. Um wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben, m\u00fcssen Schweizer Unternehmen auch die Chancen einer internationalen Arbeitsteilung nutzen. Dadurch wird der Wirtschaftsstandort unmittelbar gest\u00e4rkt, was letztlich auch der Besch\u00e4ftigung im Inland zugutekommt. Umgekehrt profitiert die Schweiz von zahlreichen Direktinvestitionen ausl\u00e4ndischer Firmen, dies auch im ICT-Bereich.</p><p>In seiner Antwort auf die Interpellation Gysin Greta (22.3590) brachte der Bundesrat zum Ausdruck, dass es aktuell tats\u00e4chlich an entsprechenden Lehrstellen \"Informatiker/in EFZ\" mangelt, nicht aber an interessierten Jugendlichen. Die Kantone setzen sich daher in Zusammenarbeit mit der Tr\u00e4gerschaft ICT-Berufsbildung f\u00fcr die Schaffung weiterer Lehrstellen ein. Auch wurden in den vergangenen Jahren neue Berufe in der beruflichen Grundbildung geschaffen wie beispielsweise \"ICT-Fachfrau/Fachmann EFZ\" und \"Entwickler/in digitales Business EFZ\". Die Gewinnung von Fachkr\u00e4ften liegt im ureigenen Interesse der Unternehmen und Organisationen der Arbeitswelt. Entsprechend sind prim\u00e4r die Unternehmen und Branchenorganisationen f\u00fcr das Berufsmarketing zust\u00e4ndig. Der Bund f\u00f6rdert gest\u00fctzt auf das Berufsbildungsgesetz (Art. 54 und 55 BBG; SR 412.10) auf \u00fcbergeordneter Ebene die Bekanntmachung der Berufsbildung, beispielsweise \u00fcber die finanzielle Unterst\u00fctzung von regionalen Berufsmessen oder von nationalen und internationalen Berufsmeisterschaften. In der h\u00f6heren Berufsbildung werden die bestehenden Abschl\u00fcsse mit den eidgen\u00f6ssischen Pr\u00fcfungen und den H\u00f6heren Fachschulen im Bereich der Informatik und Wirtschaftsinformatik laufend weiterentwickelt. Zudem wurden k\u00fcrzlich die Berufspr\u00fcfungen \"Cyber Security Specialist mit eidg. Fachausweis\" und \"Digital Collaboration Specialist mit eidg. Fachausweis\" neu geschaffen, um den Bedarf an Spezialistinnen und Spezialisten in der Branche gerecht zu werden.</p><p>Auch im Hochschulbereich ist die F\u00f6rderung des Nachwuchses im ICT-Bereich ein priorit\u00e4rer Schwerpunkt von swissuniversities und der Schweizerischen Hochschulkonferenz (SHK). Die Anstrengungen der Hochschulen zeigen Wirkung: Die Zahl der Studierenden an universit\u00e4ren Hochschulen im Bereich Informatik ist zwischen 2012/13 und 2021/22 von 2368 auf 5862 Bachelor- und Masterstudierende (+148%) gestiegen. An den Fachhochschulen ist in der Informatik im gleichen Zeitraum ebenfalls eine Erh\u00f6hung von 4102 auf 7008 Bachelor- und Masterstudierende (+71%) zu verzeichnen.</p><p>Der Bundesrat anerkennt den Bedarf, er sieht jedoch in seinem Zust\u00e4ndigkeitsbereich keinen Anlass, \u00fcber die zahlreichen bestehenden Initiativen hinaus aktiv zu werden. Wichtig bleibt f\u00fcr den Bundesrat, dass die Rahmendbedingungen f\u00fcr alle \u00f6ffentlichen und privaten Initiativen gut sind.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1669161600000)\/","SubmittedBy":"Gysin Greta","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1669161600000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|32|34|44|2811","Category":null,"Modified":"\/Date(1750800572613)\/","SubmissionDate":"\/Date(1664409600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5116,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Bildung|Medien und Kommunikation|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Migration"}}