{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223053,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223053,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223053,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223053,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223053,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223053,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223053,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223053,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223053,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223053,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223053,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223053,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223053,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223053,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223053,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223053,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223053,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223053,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3053","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Teilhabe und Repr\u00e4sentanz der Migrationsbev\u00f6lkerung in der \"Weiterentwicklung der gymnasialen Maturit\u00e4t\"","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>1. Die \"Weiterentwicklung der gymnasialen Maturit\u00e4t\" (WEGM) ist ein gemeinsames Projekt der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) und des Eidg. Departements f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF). Wie macht das WBF seinen Einfluss geltend, damit das Einwanderungsland Schweiz seine v\u00f6lkerrechtliche Verpflichtung zum Schutz und zur F\u00f6rderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen als Mitgliedstaat des entsprechenden UNESCO-\u00dcbereinkommens einh\u00e4lt?</p><p>2. Mit diesem \u00dcbereinkommen verpflichtet sich die Schweiz, nachhaltige Systeme der Gouvernanz aufzubauen, die gezielt die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen f\u00f6rdern. Wie bildet sich in den Gouvernanz-Strukturen des WEGM-Projekts ab, dass die Schweiz eine Einwanderungsgesellschaft ist? Sind die Migrationsbev\u00f6lkerung und ihre Perspektive in den WEGM-Leitungsgremien und -Arbeitsgruppen im Verh\u00e4ltnis ihrer gesellschaftlichen Bedeutung vertreten? </p><p>3. Setzt sich das WBF daf\u00fcr ein, dass im Lehrplan \u00fcber Transversale Themen neben Nachhaltigkeit, politische Bildung und Digitalisierung auch die Vielfalt der Gesellschaft als \"gesellschaftliche Herausforderung\" anerkannt wird? D.h. die Schweiz als Einwanderungsgesellschaft die Vielfalt kultureller Teilhabe sowie der Ausdrucksformen und der Perspektiven sch\u00fctzt und f\u00f6rdert? Wie stellt es sicher, dass sich die Immigrationsbev\u00f6lkerung im Bildungskanon der Maturit\u00e4tsf\u00e4cher kulturell und sprachlich wiedererkennt und die Vielfalt kultureller und sprachlicher Erfahrungen und Kenntnisse als Ressource und nicht als Defizit bewertet wird?</p><p>4. Im Entwurf f\u00fcr einen Rahmenlehrplan wird \"Deutsch\" als \"Teil der Schweizer Identit\u00e4t\" imaginiert, was angeblich \"zur nationalen Koh\u00e4sion\" beitrage, \"Vielfalt\" als etwas \"der Anderen\" konstruiert und als \"Lerngebiet\" das \"Selbst und der Andere\" vorgegeben. Ist ein kulturelles Mainstreaming geplant, damit solch verungl\u00fcckte Begriffe korrigiert werden und kulturelle und sprachliche Vielfalt nicht als Problem, sondern als Bereicherung erkannt wird?</p><p>5. Im Entwurf der neuen Maturit\u00e4tsverordnung ist von \"Nationalsprachen\" und \"kulturellen Besonderheiten\" die Rede. Bilden diese Begriffe angemessen ab, dass mehr als ein Drittel der Bev\u00f6lkerung als Erstsprache keine Landessprache spricht? L\u00e4sst sich kulturelle Vielfalt im Bildungskanon allein mit den vier Landessprachen definieren?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der Bundesrat ist sich der Verpflichtungen aus der UNESCO-Konvention zum Schutz und zur F\u00f6rderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen von 2008 bewusst. Er verweist diesbez\u00fcglich auf den dritten periodischen Bericht der Schweiz \u00fcber die Umsetzung der Konvention an die UNESCO vom 20. Mai 2020 (www.admin.ch &gt; Dokumentation &gt; Medienmitteilungen &gt; Vielfalt der kulturellen Ausdrucksformen: Dritter Bericht der Schweiz an die UNESCO).</p><p>Mit dem Projekt \"Weiterentwicklung der gymnasialen Maturit\u00e4t\" (www.matu2023.ch) verfolgen der Bund und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) das Ziel, den gymnasialen Lehrgang den aktuellen und zuk\u00fcnftigen Anforderungen anzupassen und den pr\u00fcfungsfreien Zugang zu den universit\u00e4ren und p\u00e4dagogischen Hochschulen langfristig sicherzustellen. In Anbetracht der kulturell sowie sozio\u00f6konomisch heterogenen Gesellschaft der Schweiz setzen sich Bund und EDK daf\u00fcr ein, dass der gymnasiale Lehrgang sowie die \u00dcberg\u00e4nge m\u00f6glichst chancengerecht verlaufen, wovon auch sp\u00e4t zugewanderte Jugendliche oder Jugendliche mit Beeintr\u00e4chtigung profitieren.</p><p>2. Die Projektorganisation setzt sich aus aktiven Stakeholdern im Bereich der gymnasialen Maturit\u00e4t zusammen. Vor dem Hintergrund des Projektziels erlaubt diese Struktur insbesondere in fachlicher und organisatorischer Hinsicht, den aktuellen und zuk\u00fcnftigen Anforderungen an Studierende Rechnung zu tragen. Die interessierten Kreise werden zu den Revisionsentw\u00fcrfen der rechtlichen Grundlagen der gymnasialen Maturit\u00e4t im Rahmen der kommenden \u00f6ffentlichen Vernehmlassung Stellung nehmen k\u00f6nnen.</p><p>3. Der Rahmenlehrplan der EDK (www.edk.ch &gt; Themen &gt; Gymnasium &gt; Rahmenlehrplan und basale fachliche Kompetenzen) enth\u00e4lt die Mindestanforderungen an die fachlichen und \u00fcberfachlichen Lerninhalte, damit die Vergleichbarkeit der Maturit\u00e4tszeugnisse auf gesamtschweizerischer Ebene gew\u00e4hrleistet werden kann. Er wird in einem zweiten Schritt aktualisiert werden; zust\u00e4ndig daf\u00fcr sind die Kantone. Gleichwohl wird der Bund, vertreten durch das WBF, in die Arbeiten zum Rahmenlehrplan eng einbezogen werden. Er wird sich dabei daf\u00fcr einsetzen, dass die Vielfalt der Gesellschaft als wichtiges Anliegen thematisiert wird.</p><p>4. Die Funktionen der F\u00e4cher im gymnasialen Curriculum sind vor dem Hintergrund der Bildungsziele der gymnasialen Maturit\u00e4t zu betrachten. Letztere setzen sich aus dem Erlangen der pers\u00f6nlichen Reife f\u00fcr \"allgemeine Studierf\u00e4higkeit\" und f\u00fcr \"vertiefte Gesellschaftsreife\" zusammen. In den weiteren Projektarbeiten und in der Vernehmlassung werden auch Sprache und Begriffe darauf gepr\u00fcft werden k\u00f6nnen, ob diese die kulturelle und sprachliche Vielfalt in der Schweiz angemessen abbilden.</p><p>5. Bund und Kantone setzen sich daf\u00fcr ein, die Kenntnisse \u00fcber die regionalen und kulturellen Besonderheiten der Schweiz sowie das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diese durch geeignete Massnahmen zu f\u00f6rdern. Dies schliesst auch ein breites Verst\u00e4ndnis von Vielfalt und Interkulturalit\u00e4t mit ein, welches \u00fcber die F\u00f6rderung der vier \"Landessprachen\" gem\u00e4ss Bundesverfassung (Art. 4 BV; SR 101) hinausgeht.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1652832000000)\/","SubmittedBy":"Atici Mustafa","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1701967764000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|32|34|2811|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1745522374233)\/","SubmissionDate":"\/Date(1646179200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5113,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Bildung|Medien und Kommunikation|Migration|Kultur"}}