{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223103,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223103,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223103,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223103,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223103,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223103,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223103,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223103,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223103,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223103,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223103,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223103,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223103,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223103,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223103,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223103,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223103,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223103,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3103","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Kostensenkung im Gesundheitswesen und Minderung der Pr\u00e4mienlast durch Abbau unn\u00f6tiger b\u00fcrokratischer Regulierungen in der medizinischen Versorgung und Pflege","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt zu pr\u00fcfen, wie die zunehmende administrative Belastung von \u00c4rztinnen und \u00c4rzten, medizinischem Fachpersonal und Pflegenden durch b\u00fcrokratische Regulierungen, Dokumentations- und Reportingpflichten, Statistik und Archivierung wirkungsvoll gebremst und wieder auf ein vern\u00fcnftiges, verh\u00e4ltnism\u00e4ssiges und effizientes Mass zur\u00fcckgef\u00fchrt werden kann, ohne dass Behandlungsqualit\u00e4t und Patientensicherheit gef\u00e4hrdet werden.</p>","ReasonText":"<p>\u00c4rztinnen und \u00c4rzte, aber ebenso medizinisches Fachpersonal und Pflegende verbringen immer mehr Zeit im B\u00fcro oder am Computer, um unz\u00e4hligen b\u00fcrokratischen Verpflichtungen nachzukommen, statt sich ihrer eigentlichen medizinischen und fachlichen Aufgabe und dem Dienst an den Patientinnen und Patienten zu widmen. Selbst der Expertenbericht des Bundesrates zur Kostend\u00e4mpfung im Gesundheitswesen h\u00e4lt fest, dass beispielsweise Assistenz\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte und Pflegende bis zu einem Drittel ihrer Arbeitszeit f\u00fcr administrative Aufgaben und Datenerfassungen aufwenden m\u00fcssen. Sowohl im station\u00e4ren wie auch zunehmend im ambulanten Bereich werden heute grosse Datenmengen erfasst, welche zum Teil nicht weiter ausgewertet werden oder schlicht nicht relevant sind. Aus Sicht der Leistungserbringer ist dieser Aufwand auch deshalb nicht gerechtfertigt, weil Nutzen und Kosten dieser B\u00fcrokratie weder sorgf\u00e4ltig abgewogen, noch deren Relevanz \u00fcberpr\u00fcft wird.</p><p>\"Das Effizienzpotential, das eine Reduktion administrativer Arbeiten b\u00f6te, sehen \u00c4rztinnen und \u00c4rzte in der Schweiz t\u00e4glich: Alleine die Bearbeitung von Patientendossiers nimmt 19 Prozent der Arbeitszeit der spitalt\u00e4tigen \u00c4rzteschaft in Anspruch und hat seit 2011 pro Arzt und Tag um 26 Minuten zugenommen. Dass der Zeitbedarf allein f\u00fcr diesen Zuwachs an Dokumentationsaufwand in den Spit\u00e4lern 662 Arztstellen (bei 56 Wochenstunden) entspricht, sollte in Hinblick auf Nachwuchsmangel und Zulassungsregelung zu denken geben, denn auch im ambulanten Bereich nimmt die administrative Belastung stetig zu: Der Anteil der Grundversorger, die mindestens 75 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Patientenkontakten verbringen k\u00f6nnen, sank zwischen 2012 und 2015 von 60 auf 45 Prozent. Administration bindet Arbeitszeit und generiert Kosten. Dieses hohe Potential zur Kostend\u00e4mpfung findet jedoch kaum politische Aufmerksamkeit.\" (zitiert aus der Schweizerischen \u00c4rztezeitung, Ausgabe 2018/08, erschienen am 21.02.2018).</p><p>Auch der Bundesrat best\u00e4tigt in seiner Antwort zum Postulat 19.4551 den Handlungsbedarf grunds\u00e4tzlich. Er verweist allerdings ausweichend auf verschiedene Pilotprojekte in die Wege geleitet seien oder auf's EPD. Diese Massnahmen waren bisher nicht zielf\u00fchrend oder zufriedenstellen. Deshalb tut ein erneuter parlamentarischer Vorstoss Not.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Das vorliegende Postulat erneuert das Anliegen des Postulats 19.4551 De Courten. Dieses wurde abgeschrieben, weil es nicht innert zwei Jahren im Rat behandelt wurde. Der Bundesrat hatte das Anliegen damals mit dem Verweis auf die Aktivit\u00e4ten in seinem Zust\u00e4ndigkeitsbereich zur Ablehnung beantragt. Die Stellungnahme des Bundesrats vom 26. Februar 2020 ist grunds\u00e4tzlich nach wie vor g\u00fcltig.</p><p>Die Digitalisierung im Gesundheitswesen kann zumindest teilweise helfen, die administrative Belastung zu senken resp. die daf\u00fcr n\u00f6tige Arbeit zu vereinfachen. Der Bundesrat hat aus diesem Grund insbesondere die Annahme der Motion 21.4374 Silberschmidt betreffend digitale Patientenadministration beantragt. Er h\u00e4lt in seiner Stellungnahme vom 23. Februar 2022 fest, dass er bereit ist, im Rahmen seiner Kompetenzen die digitale Abwicklung zu f\u00f6rdern. Es sind in diesem Zusammenhang auch bereits Bestrebungen im Gang, die Administration zu vereinfachen, bspw. bez\u00fcglich der elektronischen Rechnungsstellung im Kontext der Kostend\u00e4mpfungsmassnahmen der Krankenversicherung. Weiter ist das elektronische Patientendossier (EPD) mittlerweile landesweit verf\u00fcgbar und sollte in naher Zukunft ebenfalls zu einer gewissen Entlastung der Gesundheitsfachpersonen f\u00fchren. Dies insbesondere, wenn die Leistungserbringer ihre Praxis- und klinischen Informationssysteme mit entsprechenden automatisierten Schnittstellen ausr\u00fcsten (lassen).</p><p>Als Massnahme aus dem Expertenbericht zur Kostend\u00e4mpfung wurde der Bericht Lovis zur Transparenzstrategie im Bereich der Gesundheitskosten und Leistungen erarbeitet. Das Pilotprojekt \"Spitalstation\u00e4re Gesundheitsversorgung\" (SpiGes) des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS), welches Bezug auf das Once-Only-Prinzip nimmt, in der Stellungnahme auf das Postulat 19.4551 bereits erw\u00e4hnt wurde und die Empfehlungen aus dem Bericht Lovis im Spitalsektor umsetzt, hat zum Ziel, bis 2024 die Datenfl\u00fcsse zu den Spitalaufenthalten zu optimieren. Eine breite Verankerung des Once-Only-Prinzips bei den Gesundheitseinrichtungen ist w\u00fcnschenswert, jedoch fehlen hierzu in vielen Bereichen noch nationale Standards f\u00fcr die Strukturierung der Daten und f\u00fcr den medienbruchfreien Austausch zwischen den einzelnen Gesundheitseinrichtungen. Im Rahmen der eHealth Strategie Schweiz 2.0 hat eHealth Suisse, die Kompetenz- und Koordinationsstelle von Bund und Kantonen, das Dokument \"Grundlagen f\u00fcr interoperable Prozesse im Gesundheitswesen\" erarbeitet. Die im Bericht formulierten Empfehlungen sind als Input f\u00fcr die strategischen Arbeiten von Bund und Kantonen positioniert und zeigen auf, wie ein schweizweit einheitlicher Austausch von strukturierten Gesundheitsdaten zwischen den Gesundheitseinrichtungen geschaffen werden kann.</p><p>Die Covid-19-Pandemie hat die Notwendigkeit eines verbesserten Datenmanagements als Grundlage der Digitalisierung noch einmal verdeutlicht. Gest\u00fctzt auf die Evaluation der ersten Phase der Covid-19 Pandemie hat der Bundesrat am 12. Januar 2022 den Bericht \"Verbesserung des Datenmanagements\" (www.bag.admin.ch, Bundesratsberichte 2022) verabschiedet, welcher die Grunds\u00e4tze zum k\u00fcnftigen Datenmanagement definiert und konkrete Massnahmen auflistet, mit denen der Umgang von Daten im Gesundheitsbereich nachhaltig verbessert werden soll. Eine der Massnahmen beinhaltet beispielsweise den Auftrag, Konzepte zu pr\u00fcfen, wie Prozesse f\u00fcr Datenmeldungen an die Beh\u00f6rden an einem Ort erfolgen k\u00f6nnen. Dies k\u00f6nnte zur Entlastung der Gesundheitseinrichtungen beitragen. Der Bundesrat hat die betroffenen Departemente beauftragt, bis im Juli 2022 \u00fcber das weitere Vorgehen Bericht zu erstatten.</p><p>Wie bereits in der Stellungnahme zum Postulat 19.4551 ausgef\u00fchrt, k\u00f6nnen auch entsprechende Softwarel\u00f6sungen in den Praxen und Spit\u00e4lern helfen, die administrative T\u00e4tigkeit zu vereinfachen. Solche und \u00e4hnliche Massnahmen fallen jedoch in die Zust\u00e4ndigkeit der Gesundheitseinrichtungen, der Tarifpartner oder weiterer Akteure. Der Bund hat hier keine Zust\u00e4ndigkeit.</p><p>Im seinem Zust\u00e4ndigkeitsbereich hat der Bundesrat die entsprechenden Arbeiten zur Umsetzung der berechtigten Anliegen des Postulats ausgel\u00f6st, weshalb er einen zus\u00e4tzlichen Bericht als nicht zielf\u00fchrend erachtet. Ein zus\u00e4tzlicher Bericht w\u00fcrde Ressourcen binden, welche die Umsetzung der entsprechenden Arbeiten verlangsamen w\u00fcrde.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1652832000000)\/","SubmittedBy":"de Courten Thomas","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1710520666000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"44|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1745522938890)\/","SubmissionDate":"\/Date(1646870400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5113,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Gesundheit"}}