{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223140,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223140,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223140,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223140,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223140,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223140,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223140,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223140,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223140,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223140,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223140,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223140,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223140,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223140,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223140,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223140,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223140,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223140,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3140","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Kommunikationsfehler der Psychologieberufekommission. Negative Folgen f\u00fcr angehende Psychologinnen und Psychologen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Psychologieberufekommission (PsyKo) hat 2018 beschlossen, dass auch f\u00fcr Schweizer Studierende, die in Italien ein Masterstudium in Psychologie absolvieren, danach aber in der Schweiz praktizieren wollen, der italienische Studienaufbau obligatorisch ist. Dies bedeutet, dass sie nicht nur das Staatsexamen ablegen m\u00fcssen, sondern auch ein einj\u00e4hriges unbezahltes Praktikum in Italien absolvieren m\u00fcssen, was zu einer Verl\u00e4ngerung des Studiums um mehr als eineinhalb Jahre f\u00fchrt. Und damit zu Verdienstausf\u00e4llen.</p><p>Die PsyKo hat diese \u00c4nderung den kantonalen Berufsberatungsstellen nicht richtig kommuniziert, sodass diese sich bei ihrer Beratung der Studierenden weiterhin auf die Praxis vor 2018 bezogen haben. So bemerkte man zum Beispiel im Tessin die Praxis\u00e4nderung erst zwei Jahre sp\u00e4ter. Studierende, die sich w\u00e4hrend dieses Zeitraums an die kantonale Berufsberatungsstelle gewandt haben, haben falsche Informationen erhalten, auf deren Grundlage sie dann Entscheidungen in Bezug auf ihre Ausbildung gef\u00e4llt haben, die anders ausgefallen w\u00e4ren, wenn sie die richtigen Informationen gehabt h\u00e4tten.</p><p>Es sei darauf hingewiesen, dass der italienische Senat am 28. Oktober 2021 einen Gesetzesentwurf verabschiedet hat im Zusammenhang mit den italienischen Hochschulabschl\u00fcssen, die zur Berufsaus\u00fcbung berechtigen. Gegenw\u00e4rtig gilt f\u00fcr das Recht zur Aus\u00fcbung der T\u00e4tigkeit als Psychologin oder Psychologe eine \u00dcbergangsbestimmung. Es braucht eine Berufspraxis im Umfang von 1000 Stunden, eine m\u00fcndliche Pr\u00fcfung zu theoretischen und praktischen Fragen im Zusammenhang mit dieser Berufspraxis und eine Pr\u00fcfung zur Gesetzgebung und zu den Standesregeln in Italien. Diese praktische Berufserfahrung kann auch in einem anerkannten Universit\u00e4tsspital im Ausland erlangt werden - auch wenn dazu einige b\u00fcrokratische H\u00fcrden zu \u00fcberwinden sind. Schweizer Studierende, die in einem Kanton wohnen, in denen es kein Universit\u00e4tsspital gibt, m\u00fcssen nach Italien umziehen, um sich diese Berufspraxis anzueignen. Zusammengefasst l\u00e4sst sich also sagen, dass sich das Schicksal derjenigen, die von den kantonalen Stellen falsch informiert wurden, nur wenig \u00e4ndert.</p><p>Dass die Studierenden und ihre Familien nun die schwerwiegenden Folgen der kommunikativen Fehlleistung einer staatlichen Einrichtung ausbaden m\u00fcssen, verletzt den Grundsatz von Treu und Glauben.</p><p>Darum frage ich den Bundesrat:</p><p>- Was gedenkt er zu unternehmen, um die Nachteile und die Kosten auszugleichen, die die Kommunikationsfehler seiner Stellen f\u00fcr Studierende verursacht haben, die schlecht beraten ihre Ausbildung zwischen 2018 und 2020 begonnen haben?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Seit Inkraftsetzung des Bundesgesetzes vom 18. M\u00e4rz 2011 \u00fcber die Psychologieberufe (PsyG; SR 935.81) entscheidet die Psychologieberufekommission (PsyKo) \u00fcber die Anerkennung ausl\u00e4ndischer Aus- und Weiterbildungsabschl\u00fcsse. Die PsyKo handelt als ausserparlamentarische Kommission weisungsungebunden. Allf\u00e4llige Praxis\u00e4nderungen liegen in der alleinigen Kompetenz der PsyKo. Seit<b></b>einer Anpassung der Anerkennungspraxis im Jahr 2018 verlangt sie von allen Gesuchstellenden den Nachweis \u00fcber die Zulassung zur Berufsaus\u00fcbung, sofern diese im Ausstellungsstaat des Diploms geregelt ist.</p><p>Voraussetzung zur Aus\u00fcbung des Berufs der Psychologin / des Psychologen in Italien ist das Erlangen des Staatsexamens (esame di stato). Damit dieses erworben werden konnte, musste nach Abschluss des Masterstudiengangs ein einj\u00e4hriges Praktikum absolviert werden. Gest\u00fctzt auf eine Gesetzes\u00e4nderung vom 28. Oktober 2021 hat Italien das einj\u00e4hrige Praktikum mittlerweile direkt in das Studium integriert. Das Staatsexamen (esame di stato) ist damit im Masterabschluss inbegriffen. F\u00fcr Masterabschl\u00fcsse, die unmittelbar vor der Gesetzes\u00e4nderung begonnen wurden, wurden \u00dcbergangsbestimmungen zur Erlangung des Staatsexamens (esame di stato) definiert.</p><p>Infolge dieser \u00c4nderung hat die PsyKo mit Entscheid vom 6. Dezember 2021 beschlossen, ihre Anerkennungspraxis anzupassen. F\u00fcr die Anerkennung von allen zwischen 2018 und 2021 erworbenen Hochschulabschl\u00fcssen in Psychologie aus Italien reicht der Abschluss eines Masterstudiums, es wird kein Staatsexamen (esame di stato) verlangt. Von dieser \u00c4nderung profitieren auch die Abschl\u00fcsse, die unter die \u00dcbergangsbestimmungen fallen. Die Praxis\u00e4nderung der PsyKo vom Dezember 2021 wurde den beiden f\u00fcr die Gesundheit und die Schul- und Berufsberatung zust\u00e4ndigen Tessiner \u00c4mtern (Ufficio di sanit\u00e0 und Ufficio dell'orientamento scolastico e Professionale) am 7. Februar 2022 schriftlich kommuniziert.</p><p>Der Bundesrat geht mit dem Interpellanten einig, dass \u00c4nderungen der Praxis durch die PsyKo grunds\u00e4tzlich transparent, sachlich und rechtzeitig ver\u00f6ffentlicht und die davon betroffenen Stellen und Institutionen aktiv informiert werden m\u00fcssen.</p><p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass Studierende, welche von den kantonalen Stellen offenbar nicht \u00fcber die aktuell geltende Regelung informiert wurden, verunsichert sind und sich in einer herausfordernden Situation befinden. Studierende aus dem Tessin, die das Psychologiestudium zwischen 2018 und 2020 in Italien begonnen haben, werden jedoch mehrheitlich nach dem neuen System abschliessen und m\u00fcssen daher - wie oben dargelegt - kein nachgelagertes Praktikum mehr absolvieren, um das Staatsexamen (esame di stato) zu erlangen. Wie ebenfalls aufgezeigt, werden die Abschl\u00fcsse, die unter die \u00dcbergangsbestimmungen fallen, auch ohne Nachweis eines bestandenen Staatsexamens (esame di stato) gepr\u00fcft.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1653436800000)\/","SubmittedBy":"Quadri Lorenzo","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1655424000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|32|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1690501288780)\/","SubmissionDate":"\/Date(1647388800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5113,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Bildung|Kultur"}}