{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223143,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223143,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223143,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223143,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223143,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223143,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223143,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223143,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223143,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223143,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223143,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223143,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223143,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223143,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223143,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223143,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223143,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223143,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3143","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Bessere Ber\u00fccksichtigung der Komplement\u00e4rmedizin bei der Vorbereitung und Bew\u00e4ltigung zuk\u00fcnftiger Epidemien und Pandemien","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat hat w\u00e4hrend der Covid-Pandemie Impfungen als einzige pr\u00e4ventive Massnahme empfohlen. Der Bundesrat war nicht bereit, die wissenschaftliche Forschung \u00fcber den Nutzen der Komplement\u00e4rmedizin bei der Pr\u00e4vention und der Behandlung von viralen Infekten zu unterst\u00fctzen (Motion 20.4287). </p><p>Die wissenschaftlichen Studien \u00fcber die Folgen einer Unterversorgung von Vitaminen wie C oder D, Mineralstoffen wie Zink oder Selen sowie Omega 3 Fetts\u00e4uren kommen zu unterschiedlichen Erkenntnissen. Die Evidenzlage l\u00e4sst aber die Vermutung zu, dass Personen weniger angesteckt werden und im Falle einer Ansteckung mildere Verl\u00e4ufe haben, wenn der K\u00f6rper ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt ist. Diese Erkenntnisse wurden weder konsequent erforscht, noch systematisch genutzt, um Spitaleintritte zu verhindern und zu verk\u00fcrzen oder um Long Covid Effekte abzuschw\u00e4chen. \u00c4rztinnen und \u00c4rzte mit einer zus\u00e4tzlichen Weiterbildung in Komplement\u00e4rmedizin, eidgen\u00f6ssisch diplomierte Therapeutinnen und Therapeuten und weitere Fachpersonen aus dem komplement\u00e4rmedizinischen Umfeld haben gute Erfahrungen gemacht in der Begleitung von Menschen mit Covid-19. Die Studienlage ist zu schmal um definitive Aussagen zu machen, weitere Forschung w\u00e4re aber auch hier angebracht und unterst\u00fctzenswert. Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig es ist, die Widerstandskraft und die Selbstkompetenz der Menschen zu st\u00e4rken, um Ansteckungen bzw. schwere Verl\u00e4ufe wie auch psychische Erkrankungen zu verhindern. Zu pr\u00fcfen ist, wie die M\u00f6glichkeiten der Komplement\u00e4rmedizin bei der Pr\u00e4vention und Bew\u00e4ltigung von Epidemien/Pandemien besser genutzt werden k\u00f6nnen.</p><p>In diesem Zusammenhang stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen.</p><p>1. Wieso hat der Bundesrat bei der Pr\u00e4vention einzig auf Covid-Impfungen gesetzt? </p><p>2. Wieso ist er nicht bereit, die Bev\u00f6lkerung \u00fcber die Bedeutung der St\u00e4rkung des Immunsystems und zur F\u00f6rderung der Selbstkompetenz zu sensibilisieren?</p><p>3. Wieso ist er nicht bereit, in die wissenschaftliche Forschung der Komplement\u00e4rmedizin zu investieren, obwohl die Evidenzlage z.T. vielversprechend und die Investitionen verh\u00e4ltnism\u00e4ssig tief sind?</p><p>4. Ist er bereit, die Expertise der \u00e4rztlichen Komplement\u00e4rmedizin im Hinblick auf die Vorbereitung und Bew\u00e4ltigung zuk\u00fcnftiger Epidemien und Pandemien besser zu ber\u00fccksichtigen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1./2. Impfungen geh\u00f6ren zu den wirksamsten und kosteng\u00fcnstigsten medizinischen Interventionen und verf\u00fcgen \u00fcber ein hohes Sicherheitsprofil. Damit z\u00e4hlen sie zu den wichtigsten Pr\u00e4ventionsmassnahmen zur Bek\u00e4mpfung von Infektionskrankheiten. Um Menschen den bestm\u00f6glichen Schutz vor schweren Erkrankungen und Hospitalisierungen zu erm\u00f6glichen, hat der Bundesrat den fr\u00fchen Zugang zu einem sicheren und wirksamen Impfstoff gew\u00e4hrleistet. Nebst dem Impfen wurden seit Beginn der Pandemie auch weitere nicht-pharmazeutische Massnahmen zur Eind\u00e4mmung der Covid-19 Pandemie ergriffen. Der Bund wird zus\u00e4tzlich f\u00fcr Risikogruppen mit geschw\u00e4chtem Immunsystem, die nicht auf die Impfung gegen das Coronavirus ansprechen, Arzneimittel zur Pr\u00e4vention von Covid-19 beschaffen. Grunds\u00e4tzlich kann f\u00fcr die Prophylaxe auch die Komplement\u00e4rmedizin ber\u00fccksichtigt werden, sofern deren Wirksamkeit erwiesen ist und eine Empfehlung der massgebenden Fachgesellschaften vorliegt.</p><p>Die Bev\u00f6lkerung wurde stets transparent und basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen \u00fcber die pr\u00e4ventiven Massnahmen informiert. Gleichzeitig hat der Bundesrat wiederholt an die Selbstverantwortung der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger appelliert. F\u00fcr eine m\u00f6gliche Empfehlung \u00fcber den Einsatz von Vitaminen und Mineralstoffen als wirksame Mittel gegen schwere Covid-19 Erkrankungen, Hospitalisationen und Long Covid gibt es derzeit keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz. .</p><p>3. Seit Beginn der Pandemie f\u00f6rdert der Bundesrat die Forschung zu Covid-19. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) konnte drei Schwerpunktprogramme zu Covid-19 mit einer Summe von insgesamt 44 Millionen Franken lancieren, unter anderem um neue Ans\u00e4tze zur Pr\u00e4vention sowie um die Erforschung und Entwicklung von Medikamenten zu erm\u00f6glichen. Diese Ausschreibungen standen allen Forschenden unabh\u00e4ngig ihrer Disziplin offen. Auch im Rahmen des F\u00f6rderprogrammes des Bundes f\u00fcr Covid-19 Arzneimittel konnten im Juli 2021 Antr\u00e4ge zur Entwicklung f\u00fcr komplement\u00e4rmedizinische Arzneimittel eingereicht und beantragt werden. Auf Grund der bereits bestehenden und laufenden F\u00f6rderprogramme besteht aus Sicht des Bundesrates kein weiterer Handlungsbedarf f\u00fcr zus\u00e4tzliche Investitionen in die komplement\u00e4rmedizinische Forschung.</p><p>4. Wie der Bundesrat bereits in seiner Stellungnahme zur Motion 20.3664 Graf-Litscher ausgef\u00fchrt hat, obliegt es den medizinischen Fachgesellschaften in der Schweiz, Behandlungsempfehlungen bei Covid-19 Erkrankungen festzulegen. Auch Fachpersonen der Komplement\u00e4rmedizin k\u00f6nnen eigene Behandlungsempfehlungen festlegen und publizieren. Wenn eine nachweislich wirksame komplement\u00e4rmedizinische Intervention mit Relevanz f\u00fcr die Pandemievorbereitung zur Verf\u00fcgung steht, wird deren Aufnahme in den Massnahmenkatalog entsprechend gepr\u00fcft. Der Bundesrat wird \u00fcberdies, wie bereits mehrfach angek\u00fcndigt, das Epidemiengesetz (EpG; SR 818.101) und den Pandemieplan unter Ber\u00fccksichtigung der Erkenntnisse aus der Covid-19-Krise einer Revision unterziehen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1652832000000)\/","SubmittedBy":"Graf-Litscher Edith","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1655424000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1715173055600)\/","SubmissionDate":"\/Date(1647388800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5113,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}