{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223187,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223187,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223187,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223187,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223187,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223187,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223187,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223187,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223187,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223187,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223187,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223187,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223187,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223187,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223187,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223187,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223187,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223187,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3187","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Hochgez\u00fcchtete Eier- und Gefl\u00fcgelfleischproduktion in Richtung Tierwohl weiterentwickeln","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Eine Studie der Universit\u00e4t Bern best\u00e4tigte in einem Versuch ein Tierschutzproblem: 97 Prozent der Legehennen haben ein gebrochenes Brustbein. Die H\u00fchner sind auf H\u00f6chstleistung gez\u00fcchtet, dadurch steht die Kalziumversorgung f\u00fcr die Eischalenbildung und f\u00fcr die Knochenbildung in Konkurrenz. Das f\u00fchrt zu br\u00fcchigen Knochen und schmerzhaften Frakturen. Durchschnittlich legt eine hochgez\u00fcchtete Legehenne ein Ei pro Tag. Bei angepasster Leistungen sind weniger Frakturen zu erwarten, die Tiere w\u00e4ren ges\u00fcnder und h\u00e4tten weniger Schmerzen. Ein \u00e4hnliches Problem besteht bei den \u00fcberm\u00e4ssig schnell wachsenden Mastpoulets, die mit knapp \u00fcber 30 Lebenstagen bereits schlachtreif und zu diesem Zeitpunkt teilweise gehunf\u00e4hig sind. Diese Hochleistungszucht in der Gefl\u00fcgelproduktion ist weltweit standardisiert, die Schweiz ist von ausl\u00e4ndischen Hybridzuchten abh\u00e4ngig. </p><p>Die Produktionssysteme werden von der Bev\u00f6lkerung als tierschutzwidrig betrachtet. Diese Thematik wird vom Bund nicht aufgenommen. Die Beitr\u00e4ge f\u00fcr \"Tierzucht und Erhaltung der Schweizer Rassen\" umfassen 34 Millionen Franken. Der Bund unterst\u00fctzt dabei keine z\u00fcchterischen Massnahmen beim Gefl\u00fcgel. </p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Erkennt der Bund die Notwendigkeit, z\u00fcchterische Massnahmen in der Gefl\u00fcgelzucht zu ergreifen, um Tierleid zu vermindern? </p><p>2. Welche M\u00f6glichkeiten hat der Bund, um kurz- und mittelfristig auf die Gefl\u00fcgelzucht Einfluss zu nehmen, um eine tiergerechte Eier- und Gefl\u00fcgelfleischproduktion zu gew\u00e4hrleisten? </p><p>3. Welche z\u00fcchterischen Alternativen gibt es bei der Eierproduktion zu den Hochleistungshybriden (z.B. das Dualhuhn oder \u00d6TZ-Zweinutzungshuhn)? Wie k\u00f6nnen diese Z\u00fcchtungen gef\u00f6rdert werden? </p><p>4. Welche M\u00f6glichkeiten hat der Bund, durch die Ausgestaltung der Tierwohlprogramme RAUS und BTS Einfluss auf die zuchtbedingten Probleme zu nehmen, z.B. durch weniger intensive Produktion f\u00fcr Legehennen? </p><p>5. Der Bund macht beim BTS, lediglich Schlachtalter 31 Tage als Vorgaben. Die Wachstumsgeschwindigkeit ist massgeblich f\u00fcr die Tierwohlprobleme bei den Mastpoulets verantwortlich. Ist der Bund bereit bei BTS eine l\u00e4ngere Lebensdauer einzuf\u00fchren und damit den Tierwohlaspekt besser zu ber\u00fccksichtigen? </p><p>6. Welche Massnahmen k\u00f6nnen seitens Bund unternommen werden, dass bei Poulets im Programm RAUS mit Freilandhaltung h\u00f6here Marktanteile erzielt werden (aktuell nur 8%)?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1-3. Die auf die Nahrungsmittelproduktion ausgerichtete Gefl\u00fcgelzucht wurde Mitte der 1960er-Jahre in der Schweiz eingestellt. Seither ist die Zucht der Mast- und Legelinien auf einige wenige, international operierende Zuchtunternehmen konzentriert. In der Schweiz existiert deshalb keine vom Bund anerkannte Gefl\u00fcgelzuchtorganisation. Der Bund richtet daher auch aktuell keine Beitr\u00e4ge f\u00fcr z\u00fcchterische Massnahmen im Gefl\u00fcgelbereich aus.</p><p>Die internationalen Zuchtunternehmen passen ihre Zuchtziele der Nachfrage des Marktes und den Konsumgewohnheiten an. Wie bereits in der Stellungnahme zur Motion 21.3404 Schneider Meret \"Keine Qualzuchten in der H\u00fchnermast\" erw\u00e4hnt, hat die genetische Selektion nicht nur das Wachstum des Mastgefl\u00fcgels, sondern auch dessen Wohlbefinden zum Ziel. So wurde dank der Anpassung der Zuchtziele in den letzten Jahren eine wesentliche Verbesserung der Gesundheit von Mastpoulets erreicht. Auch in der Zucht von Legehennen hat die Gesundheit seit einigen Jahren einen h\u00f6heren Stellenwert. Langsamer wachsende, extensive Masthybriden existieren bereits und werden in der Schweiz eingesetzt und Eier von Zweinutzungsh\u00fchnern sind erh\u00e4ltlich. Insbesondere in Deutschland wird intensiv nach idealen Zweinutzungsh\u00fchnern bzw. Alternativen zu herk\u00f6mmlichen Legehybriden geforscht. Mittlerweile haben alle gr\u00f6sseren Zuchtfirmen Zweinutzungsh\u00fchner in ihrem Produktangebot. Allerdings ist zu beachten, dass diese alternative Produktionsrichtung eine wesentlich tiefere Ressourceneffizienz aufweist.Brustbeinverletzungen und -frakturen sind ein multifaktorielles Problem. Neben der Zucht sind auch die Haltung und F\u00fctterung wichtige Einflussfaktoren. So zeigt die Forschung, dass Abst\u00fcrze von Hennen von Sitzstangen in Volieren zu Brustbeinverletzungen f\u00fchren k\u00f6nnen. Als eine Gegenmassnahme werden Volierensysteme mit Rampen ausger\u00fcstet, die die Zirkulation der Hennen erleichtern. Weiter kann eine genau abgestimmte Kalziumversorgung der Jungtiere und Legehennen die Konkurrenz zwischen Knochenbildung bzw. -st\u00e4rkung und Schalenbildung verringern.</p><p>4. und 5. Die beiden Tierwohlprogramme \"Besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme\" (BTS) und \"Regelm\u00e4ssiger Auslauf im Freien\" (RAUS) f\u00f6rdern besonders tierfreundliche Produktionsformen gem\u00e4ss Landwirtschaftsgesetz (Art. 75; SR 910.1). Sie regeln die Haltungsform, nicht die Zucht. Zus\u00e4tzlich zu den Anforderungen der Tierschutzgesetzgebung wird bei BTS-Mastpoulets eine minimale Mastdauer von 30 Tagen und bei RAUS-Mastpoulets von 56 Tage gefordert. Die Festlegung einer Mindestmastdauer soll sicherstellen, dass die Jungtiere mit ihrem erh\u00f6hten Schutzbedarf vor Wind und K\u00e4lte gen\u00fcgend alt werden, um den Aussenklimabereich beziehungsweise die Weide auch tats\u00e4chlich zu benutzen.</p><p>6. Der Bund sieht keine Notwendigkeit regulierend in diesen Markt einzugreifen, da einerseits die eingangs erw\u00e4hnten Verletzungen nicht eindeutig auf die Wachstumsgeschwindigkeit bzw. die Legeleistung des Gefl\u00fcgels zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Andererseits k\u00f6nnen die Konsumentinnen und Konsumenten mit ihrem Kaufentscheid entscheidend dazu beitragen, dass die Beteiligung bei den RAUS-Poulets ansteigt.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1652832000000)\/","SubmittedBy":"Munz Martina","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1710487750000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1745522452730)\/","SubmissionDate":"\/Date(1647388800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5113,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}