{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223234,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223234,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223234,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223234,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223234,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223234,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223234,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223234,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223234,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223234,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223234,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223234,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223234,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223234,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223234,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223234,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223234,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223234,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3234","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Krisenzentren f\u00fcr Opfer von sexualisierter, h\u00e4uslicher und geschlechtsbezogener Gewalt","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, verbindliche Standards und Grundlagen zu schaffen, damit in jedem Kanton Krisenzentren f\u00fcr Opfer von sexueller, h\u00e4uslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt zur Verf\u00fcgung stehen oder regionale Zentren im Auftrag mehrerer Kantone eingerichtet werden. Opfer sollen in den Krisenzentren umfassende spezialisierte medizinische und psychologische Erstbetreuung und Unterst\u00fctzung erhalten. Ebenfalls wird eine Dokumentation und Spurensicherung durch die Rechtsmedizin ohne Verpflichtung zur Anzeige gew\u00e4hrleistet. Die Krisenzentren sollen f\u00fcr alle Opfer leicht zug\u00e4nglich und in der Bev\u00f6lkerung bekannt sein. Damit soll die Hilfe f\u00fcr Opfer wie auch die Aussichten auf Erfolg der Strafverfolgung verbessert werden. Die Krisenzentren sollen mit Einverst\u00e4ndnis der Opfer deren Kontaktdaten direkt zur zust\u00e4ndigen Opferberatungsstelle weiterleiten d\u00fcrfen, damit diese sp\u00e4ter proaktiv mit den Betroffenen Kontakt aufnehmen k\u00f6nnen.</p>","ReasonText":"<p>In vielen Regionen der Schweiz finden Opfer von sexualisierter, h\u00e4uslicher und geschlechtsbezogener Gewalt keine auf Gewalt spezialisierte medizinische und psychologische Soforthilfe. Ebenso haben sie in den meisten Regionen nicht die M\u00f6glichkeit, die Spuren der Gewalt durch die Rechtsmedizin zu dokumentieren und sichern zu lassen, um danach in Ruhe entscheiden zu k\u00f6nnen, ob sie eine Anzeige machen. Dies hat zur Folge, dass die Chancen auf Erfolg der Strafverfolgung sinken und verwehrt den Opfern eine ad\u00e4quate Ersthilfe.</p><p>Unmittelbar nach einer Gewalttat ist es wichtig, dass Opfer eine auf Gewalt spezialisierte, opfer- und traumasensible Ersthilfe erhalten. Dazu geh\u00f6rt die Versorgung von Verletzungen, Traumahilfe und die Pr\u00e4vention von sexuell \u00fcbertragbaren Krankheiten. Diese Hilfe muss f\u00fcr alle zug\u00e4nglich sein.</p><p>Oft steht das Opfer nach einer Tat unter Schock, weshalb ein Entscheid \u00fcber eine Anzeige und eine verwertbare Aussage nicht m\u00f6glich ist. Trotzdem sollen die Spuren der Tat innerhalb von 72h durch die Rechtsmedizin gesichert und dokumentiert und sicher verwahrt werden, damit die Chancen auf eine Strafverfolgung intakt bleiben. Die Durchf\u00fchrung durch die Rechtsmedizin garantiert eine gr\u00f6ssere Chance der Verwertbarkeit der Spuren. An vielen Orten der Schweiz wird jedoch die Entnahme durch weniger spezialisiertes medizinisches Personal durchgef\u00fchrt, was die Verwertbarkeit und damit die Chance der Strafverfolgung vermindert. Hat das Opfer Zeit, sich im Nachgang der Tat von der Opferhilfe beraten und begleiten zu lassen, ist es wahrscheinlicher, dass es Strafanzeige erstattet. Ebenfalls darf davon ausgegangen werden, dass Opfer weniger h\u00e4ufig den Strafantrag zur\u00fcckziehen, eine Desinteresseerkl\u00e4rung abgeben oder vom Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen. Deshalb ist es wichtig, dass es bei der Ersthilfe und Spurensicherung keinen systematischen Hinzuzug der Polizei gibt und im Anschluss eine proaktive Kontaktaufnahme durch eine spezialisierte Opferberatungsstelle f\u00fcr eine qualifizierte Beratung und Nachbetreuung sichergestellt wird.</p><p>In solchen Krisenzentren ist nicht nur eine interdisziplin\u00e4re, auf Gewalt spezialisierte Zusammenarbeit von hoher Bedeutung - auch die Abl\u00e4ufe, R\u00e4umlichkeiten etc. sind auf die Bed\u00fcrfnisse von Betroffenen ausgerichtet. Gute Modelle solcher Krisenzentren finden sich bereits seit vielen Jahren im Kanton Waadt (CHUV) und Bern (Berner Modell). Andere Modelle sind selbstverst\u00e4ndlich m\u00f6glich, wie z.B im Kanton St. Gallen, wo die Opfer eine Notrufnummer anrufen k\u00f6nnen, um den Einsatz einer spezialisierten forensischen Fachpersonen zu beantragen. Die Istanbul-Konvention verpflichtet mit Artikel&nbsp;25 IK zu solchen Zentren und empfiehlt pro 40 000 Einwohner_innen ein Zentrum. Einheitliche Standards garantieren, dass \u00fcberall in der Schweiz die Opfer von Gewalt, dieselben Chancen auf Hilfe und Strafverfolgung haben. Wichtig ist dabei, dass das Angebot regelm\u00e4ssig bekannt gemacht wird in der Bev\u00f6lkerung und der Zugang f\u00fcr alle Betroffenen geschaffen wird.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.","FederalCouncilProposal":19,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1652832000000)\/","SubmittedBy":"Carobbio Guscetti Marina","BusinessStatus":215,"BusinessStatusText":"Berichterstattung zum Umsetzungsstand des Vorstosses liegt vor","BusinessStatusDate":"\/Date(1775001600000)\/","ResponsibleDepartment":5,"ResponsibleDepartmentName":"Justiz- und Polizeidepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EJPD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|1216","Category":"IV","Modified":"\/Date(1780499312983)\/","SubmissionDate":"\/Date(1647475200000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5113,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Strafrecht"}}