{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223256,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223256,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223256,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223256,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223256,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223256,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223256,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223256,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223256,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223256,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223256,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223256,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223256,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223256,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223256,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223256,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223256,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223256,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3256","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Die Kosten der Antibiotika-Krise f\u00fcr das Gesundheitswesen und Anreize f\u00fcr neue Antibiotika","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>J\u00e4hrlich sterben weltweit etwa 700 000 Menschen aufgrund einer Infektion, welche aufgrund von antimikrobiellen Resistenzen (AMR) nicht mehr behandelt werden kann. Die Tendenz ist steigend: Bis 2050 k\u00f6nnte die Zahl auf 10 Millionen pro Jahr steigen.</p><p>Gem\u00e4ss OECD Daten verursachen AMR in allen OECD-Staaten insgesamt j\u00e4hrlich mehr als 700 Millionen extra Tage im Spital. Diese angek\u00fcndigte Krise stellt uns deshalb auch im Hinblick auf die zu erwartender Kostenentwicklung vor Herausforderungen. In seiner Antwort zu meiner Interpellation 21.4233 schrieb der Bundesrat, dass eine neue OECD-Studie eine Absch\u00e4tzung der durch AMR in der Schweiz verursachten Gesundheitskosten enthalten k\u00f6nnte.</p><p>Mit der Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (StAR) hat der Bundesrat wichtige Schritte unternommen. \u00dcberwachung und Pr\u00e4vention reichen jedoch nicht aus, um diese Herausforderung anzugehen. Die Pharmaindustrie hat sich aufgrund fehlender Anreize aus diesem Bereich zunehmend zur\u00fcckgezogen. Wichtig w\u00e4ren sog. \"Pull-Anreize\", wie zum Beispiel Markteintrittspr\u00e4mien, die unabh\u00e4ngig von der verkauften Menge gezahlt werden (neue Antibiotika sollen so wenig wie m\u00f6glich eingesetzt werden!). Solche Pull-Anreizen sind in mehreren L\u00e4ndern bereits Realit\u00e4t (u.a. in Form von Pilotprogrammen), (z.B. UK, Schweden oder USA).</p><p>In seiner Stellungnahme zum Postulat Heim 19.4291 h\u00e4lt der Bundesrat fest, dass er die Notwendigkeit finanzieller Anreize f\u00fcr neue Antibiotika anerkennt, aber dass nur ein international koordiniertes Vorgehen zu L\u00f6sungen f\u00fchren kann.</p><p>Dennoch w\u00fcrde sich unser Land als Innovations- und Pharmastandort f\u00fcr eine f\u00fchrende Rolle besonders eignen.</p><p>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Was ist der letzte Stand bez\u00fcglich Beteiligung der Schweiz an internationalen Projekten zu Pull-Anreizen? </p><p>2. Ist der Bundesrat bereit, dabei eine F\u00fchrungsrolle zu \u00fcbernehmen?</p><p>3. Ist der Bundesrat bereit, die Lancierung eines nationalen Pilotprojekts f\u00fcr Pull-Anreize in Betracht zu ziehen?</p><p>4. Ist inzwischen bekannt, ob die neue OECD-Studie (Absch\u00e4tzung der durch AMR verursachten Gesundheitskosten) tats\u00e4chlich auch Daten \u00fcber die Schweiz schildern wird und werden da auch indirekten Kosten (z.B. Produktivit\u00e4tsverlust durch Arbeitsausfall) ber\u00fccksichtigt?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Schweiz unterst\u00fctzt zwischenstaatlich koordinierte Ans\u00e4tze zur Schaffung von Anreizen f\u00fcr die Forschung und Entwicklung (F&amp;E) neuer Antibiotika. Der Bundesrat ist \u00fcberzeugt, dass die Probleme bei der Ausarbeitung von Push- und Pull-Anreizen global angegangen werden m\u00fcssen. Deshalb engagiert sich die Schweiz in internationalen Foren und Partnerschaften, die sich mit dieser Thematik befassen.</p><p>Konkret beteiligt sich die Schweiz bereits an verschiedenen internationalen Programmen zur Entwicklung neuer Antibiotika. Sie leistet finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Globale Antibiotika Forschungs- und Entwicklungs-Partnerschaft (Global Antibiotic Research and Development Partnership, GARDP) in Genf. Sie ist auch Mitglied des \"Global Antimicrobial Resistance Research and Development Hub\" in Berlin. Dieser arbeitet derzeit mit der WHO zusammen, um den Finanz- und Gesundheitsministern der G7-Staaten im Jahr 2022 eine aktualisierte \u00dcbersicht \u00fcber die Fortschritte bei der F\u00f6rderung der F&amp;E neuer Antibiotika vorzulegen. Dar\u00fcber hinaus tr\u00e4gt die Schweiz im Rahmen der \"Joint Programming Initiative on Antimicrobial Resistance\" (JPIAMR) zu einer umfassenden internationalen F\u00f6rderung der F&amp;E im Bereich der Antibiotikaresistenzen bei. Die Schweiz verfolgt mit Interesse die Bestrebungen anderer L\u00e4nder (z. B. Grossbritannien und Schweden), die neue Anreizmassnahmen f\u00fcr die Forschung testen.</p><p>2. Die Schweiz ist bereit, sich auf der Grundlage ihrer nationalen Erfahrungen weiterhin aktiv an den internationalen Foren und Partnerschaften zu beteiligen, die sich mit der koordinierten Einf\u00fchrung neuer Pull-Anreize befassen (siehe Antwort 1).</p><p>3. Wie bereits in der Beantwortung \u00e4hnlicher Vorst\u00f6sse (Postulat B\u00e9gl\u00e9 19.3860, Postulat Heim 19.4291, Motion Fiala 20.4529) dargelegt, kann das Problem der Antibiotikaresistenzen nicht nur durch neue Antibiotika gel\u00f6st werden. Zentral f\u00fcr die Eind\u00e4mmung der Resistenzbildung sind Massnahmen, die den sachgem\u00e4ssen Antibiotikaeinsatz in der Human- und Tiermedizin sicherstellen, sowie die Verf\u00fcgbarkeit insbesondere auch bestehender Antibiotika. Die im Rahmen der Strategie Antibiotikaresistenzen (StAR) lancierten Massnahmen zeigen hier bereits erste Erfolge.</p><p>Der Bundesrat erachtet die Durchf\u00fchrung eines nationalen Pilotprojektes, wie von der Interpellantin gefordert, zurzeit als nicht sinnvoll. Der Bundesrat ist jedoch bereit, die Erfahrungen anderer L\u00e4nder, die diesbez\u00fcglich erste Schritte unternommen haben, weiterhin genau zu verfolgen. Mitte 2023 wird voraussichtlich die Zwischenevaluation der StAR vorliegen. In diesem Rahmen wird der Bundesrat \u00fcberpr\u00fcfen, inwieweit zus\u00e4tzliche Massnahmen zum l\u00e4ngerfristigen Erhalt der Wirksamkeit von Antibiotika notwendig sind und bei Bedarf entsprechende Anpassungen an der StAR vornehmen. Im Weiteren wird im Rahmen der Umsetzungsarbeiten des vom Bundesrat am 16. Februar 2022 verabschiedeten Berichtes des BAG zu Versorgungsengp\u00e4ssen mit Humanarzneimitteln in der Schweiz die Frage der Incentivierung der Herstellung und des Vertriebs von Humanarzneimitteln (inkl. Antibiotika) in einer interdisziplin\u00e4ren Arbeitsgruppe vertieft gepr\u00fcft werden.</p><p>4. Die OECD best\u00e4tigt, dass sie im Rahmen einer Studie Sch\u00e4tzungen der durch Antibiotikaresistenzen verursachten direkten und indirekten Kosten f\u00fcr die Schweiz vorzunehmen plant. Die Publikation wird f\u00fcr Ende 2022 erwartet.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1653436800000)\/","SubmittedBy":"Feri Yvonne","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1655424000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|36|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1715166350590)\/","SubmissionDate":"\/Date(1647475200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5113,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Wissenschaft und Forschung|Gesundheit"}}