{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223302,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223302,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223302,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223302,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223302,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223302,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223302,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223302,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223302,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223302,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223302,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223302,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223302,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223302,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223302,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223302,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223302,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223302,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3302","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Klare Datenlage beim Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Datenerfassung des IS ABV so anzupassen, dass in der Kategorie \"Antibiotika auf Vorrat\"Angaben zur Nutzungskategorie und Tieranzahl gemacht werden m\u00fcssen.</p>","ReasonText":"<p>Seit Einf\u00fchrung des IS ABV im Januar 2019 k\u00f6nnen zus\u00e4tzlich zum gesamthaften Antibiotikaverbrauch auch dessen Aufteilung in die verschiedenen Nutztierarten, sowie der Abgabetyp (auf Vorrat, Einzeltierbehandlung, Gruppenbehandlung, oral) erfasst werden. Daraus hat das BLV Ende Januar 2022 einen Bericht publiziert, der erstmals eine etwas detaillierter Auswertung der Daten des IS ASBV umfasst. </p><p>Damit wurde auch in der Schweiz der Handlungsbedarf beim Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung erkannt. Die Strategie Antibiotikaresistenzen (StAR), die bereits seit 2016 existiert, liefert erste Handlungsempfehlungen, wie dem hohen Antibiotikaeinsatz begegnet werden k\u00f6nnte und hat zum Ziel, die Verbindung der tierischen und menschlichen Gesundheit ganzheitlich anzugehen. Sie hat daf\u00fcr 8 Handlungsfelder und 35 Massnahmen f\u00fcr folgende Bereiche definiert: \u00dcberwachung, Pr\u00e4vention, sachgem\u00e4sser Antibiotikaeinsatz, Resistenzbek\u00e4mpfung, Forschung &amp; Entwicklung, Kooperation, Information &amp; Bildung und Rahmenbedingungen. Mit der Revision der Tierarzneimittelverordnung wurde der Einsatz von Antibiotika ebenfalls eingeschr\u00e4nkt: So darf Antibiotika f\u00fcr vorbeugende Behandlungen von Nutztieren nicht auf Vorrat abgegeben werden (bzw. nur in seltenen Ausnahmen). </p><p>Dennoch sind die Zahlen im Bereich Antibiotika auf Vorrat enorm hoch, auch kritische Antibiotika werden auf Vorrat verschrieben, obwohl dies mit der Revision der TAMV eigentlich ausgeschlossen wurde. Die fehlende Datenlage im Bereich Antibiotika auf Vorrat (keine weiteren Angaben) deutet dabei auf prophylaktische Behandlungen hin. Zur effektiven Umsetzung der StAR bzw. der Einhaltung der TAMV ist es daher dringend gegeben, die d\u00fcrftige Datenlage zu verbessern und in den Sparten \"Antibiotika auf Vorrat\" auch Zusatzangaben zur Nutzungskategorie und Tieranzahl zu erfassen, um zuk\u00fcnftig gezielt den Einsatz dieser Antibiotika zu reduzieren.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Eine Abgabe von Tierarzneimitteln auf Vorrat liegt vor, wenn der Zeitpunkt der Behandlung der Tiere unbekannt ist sowie der Entscheid \u00fcber den Behandlungsbeginn und die betroffenen Tiere zwar auf der Anwendungsanweisung der Tier\u00e4rztin oder des Tierarztes basiert, aber letztlich bei den Tierhaltenden liegt. Bei einer Abgabe von Tierarzneimitteln auf Vorrat kann deshalb definitionsgem\u00e4ss nicht vorausgesagt werden, bei welcher Nutzungskategorie der entsprechenden Tierart (z.B. Mastkalb, Mastrind, Milchkuh, Mutterkuh) und bei wie vielen Tieren die Tierarzneimittel k\u00fcnftig eingesetzt werden. Die Tierarzneimittelverordnung (Art. 5 Abs. 1 TAMV; SR 812.212.27) sieht entsprechend auch nicht vor, dass die Nutzungskategorie der entsprechenden Tierart oder die Anzahl zu behandelnder Tiere in der Anwendungsanweisung bezeichnet werden muss. Dies w\u00fcrde dem Sinn der \"Abgabe auf Vorrat\" widersprechen. Die abgegebenen Mengen an Antibiotika lassen wegen der teils grossen Gewichtsunterschiede der Tiere auch keine R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Anzahl behandelter Tiere zu.</p><p>In der \"Ersten \u00dcbersicht der Verschreibungen von Antibiotika bei Nutztieren in der Schweiz des BLV 2020\" (www.blv.admin.ch &gt; Tiere &gt; Tierarzneimittel &gt; Antibiotika) ist erw\u00e4hnt, dass die \"Abgabe auf Vorrat\" generell hoch ist. Dies ist teilweise darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass Abgaben zur Anwendung, die auf einer tier\u00e4rztlichen Beurteilung des Gesundheitszustandes basieren (sogenannte \"Therapiemeldungen\"), f\u00e4lschlicherweise im IS ABV als \"Abgabe auf Vorrat\" erfasst wurden. Seit der Einf\u00fchrung von R\u00fcckmeldungen des BLV an die Tier\u00e4rzteschaft zu ihren Datens\u00e4tzen im Informationssystem Antibiotika in der Veterin\u00e4rmedizin (IS ABV) im Fr\u00fchjahr 2021 nimmt die Zahl der Verschreibungen \"Abgabe auf Vorrat\" konstant ab. Der Trend zu einer besseren Datenqualit\u00e4t d\u00fcrfte sich deshalb 2022 weiter verst\u00e4rken. Ausserdem erh\u00e4lt die Kantonstier\u00e4rzteschaft regelm\u00e4ssig Auswertungen zum Antibiotikaverbrauch bei Nutztieren: Sie ist darauf sensibilisiert, bei h\u00e4ufiger oder umfangreicher Abgabe auf Vorrat Kontrollen durchzuf\u00fchren.</p><p>Bei der Schaffung des IS ABV war von Beginn weg vorgesehen, die n\u00f6tigen Voll-zugsinstrumente zu schaffen, um gezielt gegen einen erh\u00f6hten Antibiotikaverbrauch vorgehen zu k\u00f6nnen. Die laufende Revision der TAMV sieht entsprechend verschiedene wirksame und verh\u00e4ltnism\u00e4ssige Massnahmen der kantonalen Vollzugsbeh\u00f6rden gegen\u00fcber Nutztierhaltenden und der Tier\u00e4rzteschaft vor: Beispielsweise den Beizug von Beratungsdiensten, Weiterbildungskurse, Auflagen f\u00fcr die Tierhaltung oder die Einschr\u00e4nkung von Bezug und Abgabe von Antibiotika bei Tierhaltenden mit einem sehr hohen Verbrauch. Der Bundesrat wird die Revision der TAMV voraussichtlich im Sommer 2022 verabschieden. Damit stehen zus\u00e4tzliche Instrumente zur Verf\u00fcgung, um den sachgem\u00e4ssen Einsatz von Antibiotika weiter zielgerichtet zu verbessern.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1652832000000)\/","SubmittedBy":"Schneider Meret","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1709210779000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1745522445840)\/","SubmissionDate":"\/Date(1647475200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5113,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}