{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223303,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223303,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223303,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223303,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223303,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223303,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223303,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223303,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223303,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223303,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223303,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223303,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223303,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223303,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223303,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223303,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223303,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223303,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3303","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Reduktion des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen zu ergreifen, um den Einsatz von Antibiotika auf Vorrat sowie den Einsatz kritischer Antibiotika in der Nutztierhaltung durch ver\u00e4nderte Haltungsbedingungen zu reduzieren.</p>","ReasonText":"<p>Das BLV hat Ende Januar 2022 einen Bericht publiziert, der erstmals eine detailliertere Auswertung der Daten des IS ASBV umfasst. Folgende Tatsachen sind dabei besonders besorgniserregend und erfordern konkrete Massnahmen, die \u00fcber die StAR hinausgehen:</p><p>- 25 Prozent aller Verschreibungsmeldungen bzw. 35 Prozent der Wirkstoffmengen waren Abgaben auf Vorrat. Hier muss die Tierart, nicht aber die Nutzungskategorie, Tierzahl und der Behandlungsgrund erw\u00e4hnt werden. Der Anteil Antibiotika, auf Vorrat, der keiner Tierart zugeordnet wurde, war mit 16,2 Prozent sehr hoch. Von den Daten mit Angabe der Tierart waren die Verschreibungen auf Vorrat bei den Schweinen am h\u00e4ufigsten mit 68,7 Prozent aller Verschreibungen. Kritische Antibiotika und Antibiotika zur prophylaktischen Behandlung d\u00fcrften eigentlich nur in Ausnahmef\u00e4llen auf Vorrat abgegeben werden. Da bei diesem Verschreibungstyp aber u.a. Nutzungskategorie und Behandlungsgrund/Tierzahl nicht angegeben werden m\u00fcssen, kann der Anteil an prophylaktischer Behandlungen kaum eruiert werden.</p><p>- Knapp 10 Prozent aller Verschreibungen enthielten kritische Antibiotika (Cephalosporine, Fluorchinolone, Makrolide). Der Anteil der Verschreibungen mit kritischen Antibiotika war bei Gefl\u00fcgel mit knapp 60 Prozent am h\u00f6chsten. 91 Prozent der Gesamtmenge an kritischen Antibiotika wurde f\u00fcr Rinder verwendet (941kg). Der Anteil Verschreibungen mit kritischen Antibiotika, die auf Vorrat abgegeben wurden, betrug bei Schweinen 27 Prozent. Die EPHA empfiehlt, auf den Einsatz von Fluorchinolonen in Gruppentherapien strikt zu verzichten, in der Schweiz wird dies nach wie vor gemacht.</p><p>Die Massnahmen der StAR streben zwar eine verbesserte Zusammenarbeit der Tierhaltenden mit den Bestandestier\u00e4rzten an und entwickeln Massnahmen in diesen Bereichen, die generellen Haltungsbedingungen der Tiere (z.B. indem die staatlichen Tierwohlprogramme verbessert und die Tierschutzverordnung angepasst w\u00fcrde) werden aber nicht adressiert. Es ist daher dringend notwendig, dass der Bundesrat auch in diesem Bereich Massnahmen definiert, um die Gefahr von Antibiotikaresistenzen zu reduzieren. </p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Reduktion des Antibiotikaeinsatzes mittels Verbesserung der Haltungsbedingungen wird bereits mit der Strategie Antibiotikaresistenzen (StAR) grosse Wichtigkeit beigemessen (vgl. Ziff. 3.2.4 Optimierte Betriebsabl\u00e4ufe in Tierhaltungen www.blv.admin.ch &gt; das BLV &gt; Strategien &gt; Strategie Antibiotikaresistenzen). Der Bund hat beispielsweise das Projekt \"Freiluftkalb\" sowie dessen Nachfolgeprojekt \"Wirtschaftlichkeit Freiluftkalb\" finanziell unterst\u00fctzt. Durch solche und \u00e4hnliche Projekte konnten bereits Ans\u00e4tze aufgezeigt werden f\u00fcr verbesserte Haltungsbedingungen, die einen positiven Einfluss auf die Gesundheit von Tieren haben.</p><p>Durch die sorgf\u00e4ltige Einhaltung der Biosicherheit (Massnahmen, welche das Risiko eines Krankheits- oder Erregereintrags respektive das Ausbreiten von Erkrankungen reduzieren) auf den Betrieben ist es zudem m\u00f6glich, die Erkrankungsh\u00e4ufigkeit zu senken und dadurch den Einsatz von Antibiotika zu reduzieren. Damit kann auch die Gefahr der Resistenzentwicklung reduziert werden. Zur Verbesserung der Biosicherheit wurden im Auftrag des Bundesamtes f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen von der Abteilung Schweinemedizin und vom Rindergesundheitsdienst der Vetsuisse Fakult\u00e4t Z\u00fcrich sowie dem Schweinegesundheitsdienst SUISAG (Dienstleistungszentrum f\u00fcr die Schweineproduktion) ein Leitfaden \"Biosicherheit in der Nutztierhaltung (Rind und Schwein)\" und ein Biosicherheitscheck erstellt und 2020 ver\u00f6ffentlicht (www.gesunde-nutztiere.ch).</p><p>Im Zusammenhang mit StAR wird zudem in der laufenden Revision der Tierarzneimittelverordnung (TAMV; SR 812.212.27) neu die Sorgfaltspflicht der Tier\u00e4rzteschaft pr\u00e4zisiert: Antibiotika sollen nicht mehr routinem\u00e4ssig verschrieben, abgegeben oder angewendet werden d\u00fcrfen, um mangelhafte Hygiene, unzul\u00e4ngliche Haltungsbedingungen oder Pflege oder unzureichende Betriebsf\u00fchrung auszugleichen. Der Bundesrat wird die Revision der TAMV voraussichtlich im Sommer 2022 verabschieden.</p><p>Durch Aufbau und St\u00e4rkung von Tiergesundheitsdiensten wurden ebenfalls schon wichtige Ziele erreicht. Die weitere F\u00f6rderung der wirkungsvollsten pr\u00e4ventiven Massnahmen erfordert Anpassungen von gesetzlichen Grundlagen. Der Bundesrat hat dazu mit der Botschaft zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik ab 2022 (AP22+; BBl 2020 3955) vorgeschlagen, eine Gesetzesgrundlage zur St\u00e4rkung der Tiergesundheit zu schaffen (z.B. Direktzahlungen in Form von Produktionssystembeitr\u00e4gen zur zielgerichteten F\u00f6rderung der Tiergesundheit). Mit der St\u00e4rkung der Tiergesundheit soll eine langfristige Reduktion des Antibiotikaeinsatzes und damit eine Verbesserung der Resistenzlage erreicht werden. Das Parlament hat in der Wintersession 2020 bzw. in der Fr\u00fchlingssession 2021 beschlossen, die AP22+ zu sistieren, bis der Bundesrat einen Bericht zur k\u00fcnftigen Ausrichtung der Agrarpolitik vorgelegt hat (vgl. Postulat 20.3931 bzw. 21.3015). Der Bundesrat wird den Postulatsbericht voraussichtlich im Sommer 2022 verabschieden. Anschliessend kann das Parlament die Vorlage beraten.</p><p>Der Bundesrat erachtet das Anliegen der Motion daher bereits als erf\u00fcllt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1652832000000)\/","SubmittedBy":"Schneider Meret","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1701968390000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1745522188280)\/","SubmissionDate":"\/Date(1647475200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5113,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}