{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223318,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223318,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223318,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223318,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223318,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223318,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223318,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223318,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223318,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223318,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223318,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223318,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223318,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223318,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223318,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223318,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223318,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223318,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3318","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Ern\u00e4hrungssicherheit erh\u00f6hen, Fleischproduktion und -konsum verringern","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat antwortet k\u00fcrzlich auf einen Vorstoss, dass er im Falle einer drohenden Mangellage Interventionen erlassen k\u00f6nnte, wie etwa Vorschriften zur Anpassung der landwirtschaftlichen Produktion. Wie die Situation rund um den Krieg in der Ukraine zeigt, ist es wichtig, Szenarien einer \"unmittelbar drohenden oder bereits bestehenden schweren Mangellage\" (Art. 31 Abs. 1 des Landesversorgungsgesetzes LVG) zu ber\u00fccksichtigen. Ebenso zentral ist jedoch, die daf\u00fcr n\u00f6tigen Debatten rational zu f\u00fchren.</p><p>So besteht laut einer in Agroscope Science (55/2017) ver\u00f6ffentlichten Studie in der Schweiz ein grosses Potential, die Ern\u00e4hrungssicherheit zu erh\u00f6hen und gleichzeitig die Umweltauswirkungen des Ern\u00e4hrungssystems zu reduzieren. Ein solchermassen angepasstes Ern\u00e4hrungssystem entspr\u00e4che - sozusagen als positiver Nebeneffekt - auch in hohem Masse den heutigen Ern\u00e4hrungsempfehlungen des Bundes. </p><p>Laut besagter Studie verlangt eine derart optimierte Ern\u00e4hrungswirtschaft, auf den Import von Futtermitteln zu verzichten und die Nutztierbest\u00e4nde anzupassen. </p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Gibt es nebst der erw\u00e4hnten Studie weitere, die zu \u00e4hnlichen Schl\u00fcssen kommen (z.B. von Agroscope, ETH, HAFL, FiBL oder anderen Forschungsanstalten)?</p><p>2. Ist er auch der Ansicht, dass eine Reduktion bzw. Transformation der Nutztierbest\u00e4nde in der Schweiz positive Auswirkungen auf die Ern\u00e4hrungssicherheit, die Versorgungssicherheit, den Selbstversorgungsgrad, die Umwelt und die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung h\u00e4tte? Wenn ja, wie gedenkt er konkret vorzugehen, um diese sicherzustellen? Wenn nein, warum nicht?</p><p>3. Welche Instrumente gibt es, um solche rationalen \u00dcberlegungen in der landwirtschaftlichen Produktion zu verankern?</p><p>4. Welche Instrumente gibt es, um solche rationalen \u00dcberlegungen im Konsumbereich besser zu verankern?</p><p>5. Wenn der Bundesrat in mehreren Antworten auf parlamentarische Vorst\u00f6sse betont, dass er bez\u00fcglich Reduktion des Fleischkonsums auf die Information und die Eigenverantwortung der Konsument:innen setzt (siehe meine Frage 21.7123 oder Po. 20.3189), warum f\u00f6rdert er im Rahmen der heute biodiversit\u00e4tssch\u00e4digenden Absatzf\u00f6rderung nicht vermehrt den offensichtlich in mehrfacher Hinsicht zielf\u00fchrenden Absatz bei Gem\u00fcsen und Fr\u00fcchten aus einheimischer, nachhaltiger Produktion?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die erw\u00e4hnte Studie von Agroscope (Zimmermann, A. / Nemencek, T. / Waldvogel, T. (2017): Umwelt- und ressourcenschonende Ern\u00e4hrung: Detaillierte Analyse f\u00fcr die Schweiz, Agroscope Science, 55 (abrufbar unter <a href=\"https://ira.agroscope.ch/de-CH/publication/37058\">https://ira.agroscope.ch/de-CH/publication/37058</a>, Stand 25.3.2022), zeigt anhand von Modellrechnungen, dass eine bedarfsgerechte Ern\u00e4hrung gem\u00e4ss Lebensmittelpyramide und eine Verminderung der Lebensmittelverluste die Umweltbelastung der Ern\u00e4hrung senken und den Selbstversorgungsgrad deutlich erh\u00f6hen kann.</p><p>Frage 1: Zum gleichen Schluss wie Zimmermann et al., kommen Stolze et al. im Rahmen ihrer Studie im nationalen Forschungsprogramm 69 \"Gesunde Ern\u00e4hrung und nachhaltige Lebensmittelproduktion\". Stolze et al. (2019): Sustainable and healthy diets: Trade-offs and synergies. Final scientific report. Research Institute of Organic Agriculture (FiBL), CH-Frick, (abrufbar unter <a href=\"https://orgprints.org/id/eprint/36918/\">https://orgprints.org/id/eprint/36918/</a>, Stand 25.3.2022).</p><p>Baur und Fl\u00fcckiger haben eine inl\u00e4ndische Produktion modelliert, bei der keine Ackerfr\u00fcchte an Tiere verf\u00fcttert werden und der Anbau nach den Kriterien des biologischen Landbaus erfolgt. Durch die Bedingung des biologischen Landbaus und der Einf\u00fchrung von Nischenkulturen sinkt der Selbstversorgungsgrad: Baur, P. / Fl\u00fcckiger, S. (2018): Nahrungsmittel aus \u00f6kologischer und tiergerechter Produktion. Eine Studie im Auftrag von Greenpeace Schweiz. W\u00e4denswil: ZHAW Institut f\u00fcr Umwelt und nat\u00fcrliche Ressourcen (abrufbar unter</p><p><a href=\"https://digitalcollection.zhaw.ch/bitstream/11475/13361/3/2018_Baur_Nahrungsmittel_aus_\u00f6kologischer_und_tiergerechter_Produktion.pdf\">https://digitalcollection.zhaw.ch/bitstream/11475/13361/3/2018_Baur_Nahrungsmittel_aus_\u00f6kologischer_und_tiergerechter_Produktion.pdf,</a> Stand 25.3.2022).</p><p>Chen et al. haben im Rahmen des nationalen Forschungsprogramms 73 \"Nachhaltige Wirtschaft\" die Auswirkungen verschiedener Ern\u00e4hrungsmuster der Schweizer Bev\u00f6lkerung auf mehrere Nachhaltigkeitsdimensionen (Umwelt-Fussabdruck, Kosten, Gesundheit) untersucht. Allerdings haben sie nicht unterschieden, ob die Produkte im Inland oder Ausland hergestellt werden. Sie kommen zum Ergebnis, dass ein \u00dcbergang zu einem gesunden Ern\u00e4hrungsmuster gem\u00e4ss den Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung die nachhaltigste Option ist. Chen, Canxi / Chaudhary, Abhishek / Mathys, Alexander (2019): Dietary Change Scenarios and Implications for Environmental, Nutrition, Human Health and Economic Dimensions of Food Sustainability. Nutrients 2019, 11(4), 856. (abrufbar unter <a href=\"https://www.mdpi.com/2072-6643/11/4/856\">https://www.mdpi.com/2072-6643/11/4/856#cite</a>, Stand 25.3.2022).</p><p>Bezogen auf die ganze Welt ist insbesondere die EAT-Lancet Studie wichtig. In dieser wurde modelliert, wie die gesamte Erdbev\u00f6lkerung gesund ern\u00e4hrt werden k\u00f6nnte, ohne die \u00f6kologischen Belastbarkeitsgrenzen der Erde zu \u00fcberschreiten. Die Studie kommt zu einem Ern\u00e4hrungsmuster, das den Schweizer Ern\u00e4hrungsempfehlungen sehr \u00e4hnlich ist, die Zimmermann f\u00fcr seine Studie verwendet hat. Willet, Walter / Rockstr\u00f6m, Johan et al. (2019): Food in the Anthropocene: the EAT-Lancet Commission on healthy diets from sustainable food systems. THE LANCET COMMISSIONS| VOLUME 393, ISSUE 10170, P447-492, FEBRUARY 02, 2019 (abrufbar unter <a href=\"https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(18)31788-4/fulltext\">https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(18)31788-4/fulltext</a>, Stand 25.3.2022).</p><p>Frage 2-4: In seiner Antwort auf die Ip. 20.3304 hat der Bundesrat festgehalten, dass eine st\u00e4rkere Ausrichtung der pflanzlichen Produktion auf die direkte menschliche Ern\u00e4hrung und eine verbesserte Anpassung der Intensit\u00e4t der tierischen Produktion an die Standortpotenziale den zur Versorgung der Bev\u00f6lkerung n\u00f6tigen Fl\u00e4chenbedarf verringern und eine positive Wirkung auf die Reduktion der Treibhausgasemissionen und die N\u00e4hrstoffverluste der Landwirtschaft haben k\u00f6nnen, sofern es zu einer entsprechenden Anpassung des Konsums kommt. Mit den Postulaten 20.3931 und 21.3015 hat der Bundesrat verschiedene Pr\u00fcfauftr\u00e4ge zur zuk\u00fcnftigen Orientierung der Agrarpolitik erhalten. So sind unter anderem Massnahmen zur Aufrechterhaltung des Selbstversorgungsgrades, zur Erweiterung der Agrarpolitik in Richtung einer ganzheitlichen Politik f\u00fcr gesunde Ern\u00e4hrung und nachhaltige Lebensmittelproduktion und zur Reduktion der Lebensmittelverschwendung zu pr\u00fcfen. Der Bundesrat wird den Bericht in Erf\u00fcllung der beiden Postulate voraussichtlich bis Sommer 2022 verabschieden und sich in diesem Rahmen zu den Fragen 2-4 \u00e4ussern.</p><p>Frage 5: Der Bund f\u00f6rdert mit Massnahmen der Absatzf\u00f6rderung verschiedene Bereiche der landwirtschaftlichen Produktion. Ziel ist die Unterst\u00fctzung von kollektiven Marketingaktivit\u00e4ten zur F\u00f6rderung des Absatzes schweizerischer Landwirtschaftsprodukte. Auch die pflanzlichen Produkte profitieren davon, so unter anderem Schweizer Obst, Gem\u00fcse oder Kartoffeln (Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft (2021): Agrarbericht, Politik, Produktion und Absatz, abrufbar unter <a href=\"https://www.agrarbericht.ch/de/politik/produktion-und-absatz/absatzfoerderung\">https://www.agrarbericht.ch/de/politik/produktion-und-absatz/absatzfoerderung</a>, Stand 25.3.2022). Die Absatzf\u00f6rderung ist grunds\u00e4tzlich Sache der Produzenten- und Branchenorganisationen. Der Bund unterst\u00fctzt diese subsidi\u00e4r. Bedingung f\u00fcr die Gew\u00e4hrung von Finanzhilfen f\u00fcr die Absatzf\u00f6rderung ist, dass die Organisationen ein Gesuch einreichen und mindestens 50 Prozent der Kosten der Aktivit\u00e4ten selber tragen. Das Instrument ist Gegenstand einer vertiefenden Evaluation im Rahmen des Aktionsplans Biodiversit\u00e4t.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1652832000000)\/","SubmittedBy":"Grossen J\u00fcrg","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1710520822000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|9|15|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1745523275880)\/","SubmissionDate":"\/Date(1647561600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5113,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Sicherheitspolitik|Wirtschaft|Landwirtschaft"}}