{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223421,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223421,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223421,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223421,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223421,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223421,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223421,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223421,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223421,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223421,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223421,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223421,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223421,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223421,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223421,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223421,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223421,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223421,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3421","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Verbesserung der Versorgung psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In der Antwort des Bundesrats auf das Gesch\u00e4ft 22.7102 erkl\u00e4rte der Bundesrat, dass die Versorgung psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher bereits vor der Pandemie ungen\u00fcgend war und durch die Covid-19-Pandemie die strukturelle Unterversorgung nochmals verschlechtert wurde.</p><p>Fragen an den Bundesrat:</p><p>1. Warum war die Versorgung von psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen bereits vor der Pandemie ungen\u00fcgend und was g\u00e4be es f\u00fcr M\u00f6glichkeiten, die Versorgung nachhaltig, krisenresistent und ausreichend zu gestalten. </p><p>2. Gibt es Kennzahlen \u00fcber die Anzahl auf Kinder und Jugendpsychotherapie-spezialisierten Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten bzw. Psychiaterinnen und Psychiater? </p><p>3. Wie gedenkt der Bundesrat dem strukturellen Personalmangel der Kinder- und Jugend-Psychotherapeutinnen und -Psychotherapeuten bzw. Psychiaterinnen und Psychiater entgegenzuwirken?</p><p>4. Inwiefern h\u00e4ngt der akute Mangel an Kinder und Jugendpsychiaterinnen und -psychiater damit zusammen, dass sie innerhalb der \u00c4rzteschaft die tiefsten L\u00f6hne haben?</p><p>5. Wie k\u00f6nnte man dem seit Jahre anhaltenden Anstieg von psychisch Erkrankten mittels Pr\u00e4ventivmassnahmen entgegenwirken?</p><p>6. Inwiefern beurteilt der Bundesrat die Stigmatisierung psychischer Krankheiten als Teil des Gesamtproblems? Wie k\u00f6nnte dieser Stigmatisierung entgegengewirkt werden?</p><p>7. W\u00e4re der Bundesrat bereit eine nationale Pr\u00e4ventionskampagne und Ausbildungsoffensive von Personal f\u00fcr die Behandlung psychisch erkrankter Personen zu starten oder zu unterst\u00fctzen? </p><p>8. Falls hierf\u00fcr keine gesetzliche Grundlage besteht, welche Gesetze m\u00fcssten ge\u00e4ndert werden? W\u00e4re dies allenfalls mithilfe einer \u00c4nderung des Covid-19-Gesetzes m\u00f6glich?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Dem Bundesrat ist bewusst, dass eine gute psychiatrische Versorgung ein wichtiges Element ist, um die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu erhalten und zu verbessern und langfristige negative Folgen zu vermeiden. Eine im Auftrag des Bundes verfasste Versorgungsstudie (Stocker et al., 2016, vgl. www.bag.admin.ch &gt; Strategie &amp; Politik &gt; Politische Auftr\u00e4ge &amp; Aktionspl\u00e4ne &gt; Psychische Gesundheit und psychiatrische Versorgung &gt; Gesundheitsversorgung psychisch erkrankter Personen &gt; Datenlage) nennt u.a. folgende Gr\u00fcnde f\u00fcr die Unterversorgung: Mangel an Fachkr\u00e4ften, Mangel an Angeboten (ambulant, intermedi\u00e4r, station\u00e4r), Mangel an Angeboten an den \u00dcberg\u00e4ngen in die Erwachsenenmedizin, Herausforderungen bez\u00fcglich Finanzierung (Unterfinanzierung von Koordinations- und Vernetzungsarbeiten) und H\u00fcrden auf Seiten der Betroffenen (z.B. Scham und Stigmatisierung, fehlende Krankheitseinsicht und Therapiemotivation). F\u00fcr eine nachhaltige Sicherstellung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen sind sowohl versorgungsbezogene Massnahmen wie auch Massnahmen in den Bereichen Pr\u00e4vention, Fr\u00fcherkennung und Fr\u00fchintervention n\u00f6tig. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass die Gew\u00e4hrleistung der Gesundheitsversorgung einschliesslich der Versorgung psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher im Verantwortungsbereich der Kantone liegt.</p><p>2. Im Medizinalberuferegister (MedReg) sind 883 \u00c4rztinnen und \u00c4rzte mit dem Facharzttitel \"Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie\" mit aktiver Berufsaus\u00fcbungsbewilligung erfasst (Stand 24.5.2022). Gem\u00e4ss einem Bericht im Auftrag des BAG (K\u00fcnzi &amp; Morger, 2018, vgl. www.bag.admin.ch &gt; Zahlen &amp; Statistiken &gt; Statistiken Medizinalberufe &gt; Statistiken \u00c4rztinnen/\u00c4rzte) arbeiten weniger als 50\u00a0Prozent der niedergelassenen Fach\u00e4rztinnen und Fach\u00e4rzte f\u00fcr Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in einem Vollzeitpensum. F\u00fcr psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten f\u00fcr Kinder und Jugendliche existieren keine Kennzahlen, da diese nicht separat im Psychologieberuferegister (PsyReg) erfasst werden.</p><p>3. Der Fachkr\u00e4ftemangel ist unbestritten, so auch der Bedarf, den Bestand von im In- und Ausland weitergebildeten Fach\u00e4rztinnen und Fach\u00e4rzten f\u00fcr Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie zu erh\u00f6hen. Die Einf\u00fchrung des Anordnungsmodells am 1. Juli 2022 erm\u00f6glicht den einfacheren und fr\u00fcheren Zugang zur psychologischen Psychotherapie, wodurch eine Reduktion der Versorgungsengp\u00e4sse erwartet wird (vgl. Antwort zu Ziff. 7/8).</p><p>4. Der in der Antwort auf Frage 2 erw\u00e4hnte Bericht best\u00e4tigt das tiefste Durchschnittseinkommen bei Fach\u00e4rztinnen und Fach\u00e4rzten f\u00fcr Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie innerhalb der selbst\u00e4ndig erwerbenden \u00c4rztinnen und \u00c4rzten. Allerdings ist dem BAG keine Studie bekannt, die den Zusammenhang zwischen dem Lohn und dem Mangel an Fach\u00e4rztinnen und Fach\u00e4rzten f\u00fcr Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie untersucht hat.</p><p>5. Pr\u00e4ventionsmassnahmen im Bereich der psychischen Gesundheit sind sinnvoll und n\u00f6tig. Im Rahmen der Umsetzung des Postulates \"Beabsichtigte Massnahmen zur psychischen Gesundheit in der Schweiz\" (13.3370) setzt die Stiftung Gesundheitsf\u00f6rderung Schweiz (GFCH) daher gemeinsam mit den Kantonen seit 2016 zahlreiche Projekte und Aktivit\u00e4ten in den Bereichen Gesundheitsf\u00f6rderung, Pr\u00e4vention und Fr\u00fcherkennung in der psychischen Gesundheit um. So setzen 24 Kantone das Modul \"Psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen\" im Rahmen ihrer von der Stiftung mitfinanzierten Kantonalen Aktionsprogrammen um. Der Bund nimmt prim\u00e4r eine Koordinationsaufgabe wahr und verf\u00fcgt \u00fcber keine umfassenden spezialgesetzlichen Grundlagen, die es ihm erlauben w\u00fcrden, Massnahmen zur F\u00f6rderung der psychischen Gesundheit oder zur Pr\u00e4vention psychischer Krankheiten zu ergreifen.</p><p>6. Es ist bekannt, dass die Stigmatisierung von Menschen mit einer psychischen Erkrankung zu einer Chronifizierung der Erkrankung f\u00fchren kann und mit einer verminderten Heilungschance einhergeht. Um der Stigmatisierung entgegenzuwirken, setzt GFCH seit 2018 eine nationale Sensibilisierungs- und Informationskampagne um (Kampagne \"wie geht's dir \" in der Deutschschweiz, \"sant\u00e9psy\" in der lateinischen Schweiz).</p><p>7 und 8. Eine nationale Pr\u00e4ventionskampagne wird durch die Stiftung Gesundheitsf\u00f6rderung Schweiz seit 2018 bereits umgesetzt (vgl. Antwort zu Ziff. 6). Zudem hat der Bundesrat am 19. M\u00e4rz 2021 \u00c4nderungen der Verordnung \u00fcber die Krankenversicherung (KVV; SR 832.102) sowie der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV; SR 832.112.31) zur Umsetzung der Neuregelung der psychologischen Psychotherapie per 1. Juli 2022 beschlossen. Die Schaffung des Anordnungsmodells und die damit verbundene Zulassung als Leistungserbringer kann die Attraktivit\u00e4t des Berufs der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten erh\u00f6hen und zu einem gesteigerten Interesse an den betreffenden Aus- und Weiterbildungen f\u00fchren. Bevor die Auswirkungen dieses neuen Modells in der Praxis bekannt sind, ist die Schaffung spezifischer Grundlagen auf Bundesebene f\u00fcr den Bundesrat nicht angezeigt. </p><p>Aufgrund der befristeten Geltungsdauer des Covid-19-Gesetzes (SR 818.102) ist dieses zudem f\u00fcr die genannten Anliegen nicht geeignet.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1661904000000)\/","SubmittedBy":"Kutter Philipp","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1718367367000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1745523173523)\/","SubmissionDate":"\/Date(1652140800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5114,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Gesundheit"}}