{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223427,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223427,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223427,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223427,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223427,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223427,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223427,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223427,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223427,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223427,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223427,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223427,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223427,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223427,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223427,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223427,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223427,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223427,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3427","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Mikroplastik im Blut. Gefahr f\u00fcr die Gesundheit?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Sch\u00e4tzungsweise 3,2 Millionen Tonnen Mikroplastik gelangen jedes Jahr in die Umwelt. Die kleinen Plastikpartikel finden sich \u00fcberall - in den Ozeanen, auf Berggipfeln und sogar in der Antarktis.</p><p>Pro Woche nimmt eine Person mittlerweile im Durchschnitt 5g Mikro- und Nanoplastik \u00fcber die Nahrung auf. So kann dies zu \u00c4nderungen im Verdauungstrakt f\u00fchren, welche mit Stoffwechselerkrankungen, Diabetes, Fettleibigkeit und chronischen Lebererkrankungen in Verbindung gebracht werden (DOI: 10.1007/s12403-022-00470-8. doi.org/10.1007/s12403-022-00470-8). Mediziner:innen sind zudem zusehends um die Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastik auf die Entwicklung von Kindern besorgt (DOI: 10.1289/EHP9086). Hinweise auf eine sch\u00e4dliche Wirkung von Nanoplastik auf das Immunsystem verdichten sich ebenfalls (D01: 10.1016/j.jhazrnat.2021.127508).</p><p>Forschende aus den Niederlanden haben zum ersten Mal nachweisen k\u00f6nnen, dass Mikroplastik auch im menschlichen Blut nachweisbar ist. Erschienen sind die neuen Erkenntnisse im \"journal of science of the Total Environnment\". Die Forschenden bef\u00fcrchten, dass sich das Mikroplastik wom\u00f6glich in den Organen festsetzt und dies weitere Sch\u00e4den mit sich bringen k\u00f6nnte.</p><p>In der Antwort auf zahlreiche Vorst\u00f6sse unterstreicht der Bundesrat seine und die internationalen Bem\u00fchungen, Mikroplastik zu reduzieren und nahm vor rund vier Jahren auch zu m\u00f6glichen gesundheitssch\u00e4digenden Konsequenzen Stellung: \"Plastik wird im Allgemeinen als biologisch inaktiv und daher f\u00fcr die menschliche Gesundheit als nicht bedenklich angesehen.\" (Interpellation Gysi, 18.3132)</p><p>In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat deshalb um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Ist der Bundesrat trotz den neuen Erkenntnissen aus den Niederlanden der Meinung, dass Mikroplastik weiterhin f\u00fcr die menschliche Gesundheit als nicht bedenklich eingestuft werden soll? Falls ja, auf welcher wissenschaftlichen Grundlage beruht diese Einsch\u00e4tzung? Falls nicht, ist der Bundesrat bereit, Massnahmen zu ergreifen, um die Forschung in diesem Bereich inkl. m\u00f6glicher L\u00f6sungen voranzutreiben um die Gesundheit zu sch\u00fctzen?</p><p>2. Wie stehen die Bem\u00fchungen seitens Bundesrats zur Reduktion des Mikroplastiks und \u00dcbernahme von geplanten Massnahmen aus dem EU-Raum (z. Bsp Reduktion Petflaschengebrauch, Recyling)</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Zahl der wissenschaftlichen Publikationen zum Thema Mikroplastik und menschliche Gesundheit ist im Zeitraum zwischen 2016 und 2021 stark gewachsen. Damit sind in j\u00fcngster Zeit auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse \u00fcber die Exposition von Menschen gegen\u00fcber Mikroplastik, dessen Aufnahme \u00fcber den Verdauungstrakt und die Lungen sowie \u00fcber m\u00f6gliche Wirkungen auf die menschliche Gesundheit bekannt geworden. Bei der in der Interpellation zitierten Studie aus den Niederlanden handelt es sich um einen ersten Befund \u00fcber das Vorkommen von Mikrokunststoff-Partikel im Blut von Erwachsenen. Analysiert wurden f\u00fcnf Polymere (PET, PE, PP, PS und PMMA), die in sehr grossen Mengen hergestellt und in vielen Konsum- oder Medizinprodukten verwendet werden, mit denen Menschen t\u00e4glich direkt in Kontakt kommen. Die Ergebnisse dieser Studie lassen darauf schliessen, dass die Exposition des Menschen gegen\u00fcber Kunststoffpartikeln zu einer Absorption der Partikel in den Blutkreislauf f\u00fchrt und dass ihre Elimination aus dem Blut \u00fcber Galle, Nieren oder Transfer in andere Organe m\u00f6glicherweise langsamer erfolgt als ihre Aufnahme ins Blut. Eine \u00fcbergeordnete Einsch\u00e4tzung, ob und gegebenenfalls welche Mikrokunststoffe f\u00fcr die menschliche Gesundheit als bedenklich einzustufen sind, ist auf der Basis des aktuellen Kenntnisstandes noch nicht m\u00f6glich. Die betroffenen Bundes\u00e4mter verfolgen die internationale Entwicklung der Forschung zur Exposition von Umwelt und Menschen gegen\u00fcber Mikroplastik und \u00fcber Wirkungen auf die menschliche Gesundheit. Sie f\u00f6rdern auch gezielt Forschungsprojekte in diesen Bereichen. Zudem ist eine Schweizer Gesundheitsstudie in Vorbereitung, in der auch Messungen von Chemikalien in Humanproben vorgesehen sind. Diese Messungen sollen Analysen von Mikroplastik beinhalten, sofern dies methodisch machbar ist.</p><p>2. Der Bundesrat hat mit Beschluss vom 23. Februar 2022 zur \u00c4nderung der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV, SR 814.81) ein Verbot f\u00fcr das Inverkehrbringen und die Verwendung von oxo-abbaubaren Kunststoffen erlassen und auf den 1. April 2022 in Kraft gesetzt. In der EU ist eine Beschr\u00e4nkungsregelung f\u00fcr Mikroplastik in diversen Produkten wie Einstreumaterial f\u00fcr Kunstrasenpl\u00e4tze, Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel und andere Haushaltprodukte, D\u00fcnger und Pflanzenschutzmittel, Farben und Lacke in Vorbereitung. Das UVEK wird diese Regelung der EU pr\u00fcfen und dem Bundesrat im gegebenen Fall einen Regulierungsvorschlag unterbreiten.</p><p>Die Schweiz verf\u00fcgt \u00fcber ein gut funktionierendes Abfallbewirtschaftungssystem. Kunststoffe werden bei einer sachgem\u00e4ssen Entsorgung vollst\u00e4ndig stofflich oder thermisch verwertet. Hierzulande werden seit dem Jahr 2000 keine brennbaren Abf\u00e4lle (dazu geh\u00f6ren auch Kunststoffe) mehr deponiert. Bei der Sammlung und dem Recycling von PET-Getr\u00e4nkeflaschen hat die Schweiz mit einer Recyclingquote von \u00fcber 80 Prozent die EU-Ziele bereits \u00fcbertroffen. Diese freiwilligen Sammlungen entsprechen dem Grundsatz, dass Wirtschaft und Handel eigenverantwortlich wirkungseffiziente Sammelsysteme aufbauen. In diesem Sinne hat das Parlament die Motionen Dobler (20.3695) \"F\u00f6rderung der Kreislaufwirtschaft. Die Schweiz soll mehr Plastik rezyklieren\" und UREK-N (18.3712) \"Weniger Plastikm\u00fcll in Gew\u00e4ssern und B\u00f6den\" \u00fcberwiesen. Zurzeit ist die Drehscheibe Kreislaufwirtschaft unter dem Dachverband Swiss Recycling daran, mit dem Projekt \"Sammlung 2025\" ein nationales Sammelsystem f\u00fcr Kunststoffverpackungen und Getr\u00e4nkekartons aufzubauen. Auch bei Einwegprodukten aus Kunststoff wurden eigenverantwortliche Massnahmen umgesetzt, wie die Branchenvereinbarungen zu Plastiks\u00e4cken im Detailhandel zeigen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1660694400000)\/","SubmittedBy":"Wyss Sarah","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1664496000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690500131593)\/","SubmissionDate":"\/Date(1652140800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5114,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Gesundheit"}}