{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223447,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223447,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223447,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223447,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223447,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223447,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223447,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223447,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223447,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223447,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223447,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223447,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223447,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223447,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223447,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223447,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223447,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223447,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3447","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Schicht- und Nachtarbeitszulagen in der Lohngleichheitsanalyse ber\u00fccksichtigen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Wer die gleiche Leistung erbringt, soll den gleichen Lohn erhalten; ungleiche Leistungen (Tagesarbeit vs. Schichtarbeit z.B.) rechtfertigen ungleiche L\u00f6hne (Tagesarbeit ohne Schichtzulagen vs. Schichtarbeit mit Schichtzulagen). Dieser Grundsatz wird durch die Wegleitung zum Standard-Analyse-Tool Logib verletzt. </p><p>Teilt der Bundesrat deshalb die Ansicht, dass f\u00fcr Zulagen (z.B. Schichtzulagen, Nachtdienstzulagen usw.) in jedem Fall eine Relevanzpr\u00fcfung stattfinden muss, was auch erlaubt, dass diese Zulagen bei der Durchf\u00fchrung der Lohngleichheitsanalyse ein- oder ausgeschlossen werden k\u00f6nnen?</p>","ReasonText":"<p>Experten machen seit l\u00e4ngerem auf Probleme mit der Wegleitung zum Standard-Analyse-Tool f\u00fcr die Lohngleichheit Logib aufmerksam. Die Forderung in der Verordnung \u00fcber die \u00dcberpr\u00fcfung der Lohngleichheitsanalyse, dass alle Lohnbestandteile in der Analyse vollst\u00e4ndig erfasst werden m\u00fcssen (Art. 7 Abs. 2 Bst. d), f\u00fchrt zu stossenden Ungerechtigkeiten, wo Mehrleistungen seitens der Arbeitnehmenden vorliegen. Die Richtigkeit der angewandten Methode ist sehr wichtig. Wenn die Logib-Analyse ergibt, dass die Lohngleichheit nicht eingehalten wird, m\u00fcssen die betroffenen Unternehmen die Analyse wiederholen, sie werden mit Reputationsrisiken konfrontiert, k\u00f6nnen sich nicht mehr an \u00f6ffentlichen Ausschreibungen beteiligen und m\u00fcssen in gewissen F\u00e4llen mit Sanktionen rechnen (Konventionalstrafen). Diese Sorge hat dazu gef\u00fchrt, dass die ausserparlamentarischen Kommission KMU-Forum mit Schreiben vom 22. April 2022 die Anpassung der Wegleitung zum Standard-Analyse-Tool Logib fordert.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Arbeitgebende sind in der Schweiz zu Lohngleichheit verpflichtet. Frauen und M\u00e4nner haben gem\u00e4ss Artikel\u00a08 Absatz\u00a03 der Bundesverfassung (BV, SR 101) Anspruch auf gleichen Lohn f\u00fcr gleichwertige Arbeit. Nach Artikel\u00a013c Absatz\u00a02 des Gleichstellungsgesetzes (GlG, SR 151.1) stellt der Bund allen Arbeitgebenden ein kostenloses Standard-Analyse-Tool (Logib) zur Verf\u00fcgung. F\u00fcr die Lohngleichheitsanalysen nach GlG k\u00f6nnen Arbeitgebende auch andere Tools verwenden, sofern diese auf einer wissenschaftlichen und rechtskonformen Methode beruhen. Sanktionen sind nach GlG keine vorgesehen. Auch m\u00fcssen die Ergebnisse an keine Beh\u00f6rde \u00fcbermittelt werden.</p><p>Logib besteht aus mehreren Komponenten (vgl. Ip. Schneider-Schneiter 21.4416): einer abh\u00e4ngigen Variable (standardisierter Bruttolohn), mehreren unabh\u00e4ngigen Variablen (Faktoren zur Rechtfertigung von Lohnunterschieden wie Ausbildung, Dienstalter, potentielle Erwerbserfahrung, Kompetenzniveau und berufliche Stellung) sowie der Variable Geschlecht, einem statistischen Analyseverfahren (semi-logarithmische OLS-Regressionsanalyse) und einer Toleranzschwelle, mit der nur die gravierenden Probleme festgestellt werden (vgl. Ip. Herzog Eva 21.4190).</p><p>F\u00fcr die Zwecke der Lohngleichheitsanalyse wurde im April 2020 von der PricewaterhouseCoopers AG (PwC) in Begleitung einer Arbeitsgruppe des Bundes, bestehend aus dem Bundesamt f\u00fcr Justiz BJ, dem Bundesamt f\u00fcr Statistik BFS, dem Eidgen\u00f6ssischen B\u00fcro f\u00fcr die Gleichstellung von Frau und Mann EBG sowie dem Verein Swissdec eine rechtskonforme Lohndefinition erstellt. Demnach sind s\u00e4mtliche Verg\u00fctungselemente als relevant zu ber\u00fccksichtigen, die nach der geltenden Lehre und Rechtsprechung zu Artikel\u00a08 Absatz\u00a03 BV und Artikel\u00a03 GlG oder anderen Rechtsgebieten (z.B. Sozialversicherungs- oder Steuerrecht) als Lohn qualifiziert werden, und bei denen ein direktes oder indirektes Diskriminierungspotential besteht. Sowohl Schicht- als auch Nachtzulagen sind Verg\u00fctungselemente, die als Lohn qualifiziert werden, und die angesichts des Ermessens der Arbeitgeberin in Bezug auf deren Zuteilung (Arbeits-/Einsatzplanung) und bzw. oder Bemessung (H\u00f6he) ein Diskriminierungspotential bergen.</p><p>Mit dem Ziel, die rechtskonforme Lohndefinition mit m\u00f6glichst geringem Aufwand handhabbar zu machen, hat das EBG sich bei deren konkreter \u00dcberf\u00fchrung in die Wegleitung vom Unternehmen Comp-On AG begleiten lassen. Hierbei wurden einzelne Lohnbestandteile identifiziert, bei denen aufgrund von Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeits\u00fcberlegungen und unter klar definierten Voraussetzungen ein Ausschluss gerechtfertigt sein kann. So m\u00fcssen Nachtzulagen teilweise in Form von Zeitkompensation abgegolten werden, was zu erh\u00f6htem Umrechnungsaufwand f\u00fchren kann. Daher kann in bestimmten F\u00e4llen ein Ausschluss dieses Lohnbestandteils gerechtfertigt sein (sporadische Nachtzulagen f\u00fcr einzelne Arbeitnehmende). Schichtzulagen hingegen werden regelm\u00e4ssig direkt als Lohn ausbezahlt, womit kein erh\u00f6hter Aufwand entsteht. Eine Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeitspr\u00fcfung ist daher nicht angezeigt.</p><p>Die Wissenschaftlichkeit und Rechtskonformit\u00e4t aller Komponenten in Logib wurden von unabh\u00e4ngigen Dritten (namentlich den Universit\u00e4ten St. Gallen, Basel und Bern, der ILO, der OECD und UN Women) \u00fcberpr\u00fcft und best\u00e4tigt. Das EBG wird diese Validierung auch zuk\u00fcnftig wiederholen bzw. aktualisieren. Aufgrund der 2020 durchgef\u00fchrten Arbeiten (PwC) ist der Bundesrat der Ansicht, dass eine Anpassung der Wegleitung zu Logib betreffend Handhabung der Zulagen derzeit nicht notwendig ist.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1661904000000)\/","SubmittedBy":"Schilliger Peter","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1664496000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|28|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1690499682250)\/","SubmissionDate":"\/Date(1652227200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5114,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Soziale Fragen|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}