{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223450,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223450,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223450,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223450,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223450,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223450,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223450,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223450,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223450,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223450,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223450,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223450,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223450,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223450,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223450,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223450,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223450,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223450,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3450","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Ist die Energie- und Ern\u00e4hrungssicherheit aufgrund von Widerspr\u00fcchlichkeiten gef\u00e4hrdet?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Auswirkungen des Bev\u00f6lkerungswachstums in der Schweiz (drittst\u00e4rkstes relatives Wachstum in Europa seit 2007) auf das BIP pro Kopf sind umstritten. Wichtig zu wissen ist, dass das Wachstum der Bev\u00f6lkerung h\u00f6her ist als dasjenige des Pro-Kopf-Einkommens. Damit sind wir das einzige europ\u00e4ische Land mit extensivem Wachstum. Mit der Bev\u00f6lkerung w\u00e4chst auch die Ressourcenknappheit. Daraus resultieren Preissteigerungen, Versorgungsengp\u00e4sse und \u00dcberf\u00fcllungseffekte - die aber nicht immer leicht zu beobachten sind, da sie durch andere Faktoren \u00fcberlagert werden (z.B. Zinsentwicklung, Ver\u00e4nderung von Erwartungen). Gleichzeitig steht die Schweiz vor enormen Herausforderungen insbesondere in den Bereichen Energieversorgung sowie der Ern\u00e4hrungssicherheit.</p><p>Die Siedlungsfl\u00e4che w\u00e4chst auf Kosten der Landwirtschaft/Ern\u00e4hrungssicherheit um 7,7 Fussballfelder pro Tag. Staustunden durch Strassen\u00fcberlastung haben sich seit 2000 mehr als versechsfacht. Das Bahnnetz f\u00fcr Personen und G\u00fcter st\u00f6sst an Grenzen. Die Treibhausgasemissionen sanken seit 1990 pro Kopf um 33 Prozent, der Gesamtausstoss jedoch nur um 15 Prozent wegen der Bev\u00f6lkerungszunahme von 28 Prozent (1,87 Mio). Grossfl\u00e4chige Solar- und Windenergieanlagen gehen zulasten von Naturschutz und Biodiversit\u00e4t. Seit 2001 hat der Stromverbrauch pro Kopf um 10,3 Prozent ab-, der Gesamtverbrauch jedoch um 6,4 Prozent (3449 GWh) zugenommen, getrieben durch den Verkehr-, Dienstleistung- und Haushaltsektor. Letzterer verschlingt 3011 GWh mehr (ungef\u00e4hr j\u00e4hrliche Energie aus KK M\u00fchleberg). Die Zuwanderung macht 79 Prozent des Bev\u00f6lkerungswachstums seit 2001 aus. Obige Zahlen stammen aus Bundes\u00e4mtern und UN-Daten. </p><p>Wir bitten den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat das Bev\u00f6lkerungswachstum bez\u00fcglich Nachhaltigkeit f\u00fcr Umwelt, Energieversorgung, Wirtschaft und Ern\u00e4hrungssicherheit?</p><p>2. Wie will der Bundesrat die Ern\u00e4hrungssicherheit sowie eine sichere und bezahlbare Stromversorgung gew\u00e4hrleisten? Dies unter Anbetracht der Zunahme bzw. reduzierten Abnahme des Ressourcenverbrauchs aufgrund des starken Bev\u00f6lkerungswachstums in der Schweiz, trotz innovationsbasierten Effizienzsteigerungen?</p><p>3. Erachtet der Bundesrat eine nachhaltige sowie selbstgesteuerte Zuwanderungpolitik als notwendig?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Anzahl Menschen - weltweit und in der Schweiz - ist unbestritten ein wichtiger Treiber f\u00fcr die Nachfrage nach nat\u00fcrlichen Ressourcen, zusammen mit den Faktoren Wirtschaftsleistung, Produktionsmuster, Technologie und Konsummuster. Gem\u00e4ss der Studie \"Umwelt-Fussabdr\u00fccke der Schweiz\" (abrufbar unter <a href=\"https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wirtschaft-konsum/publikationen-studien/publikationen/umwelt-fussabdruecke-der-schweiz.html\">https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wirtschaft-konsum/publikationen-studien/publikationen/umwelt-fussabdruecke-der-schweiz.html</a>, Stand 24.5.2022) ist die Gesamt-Umweltbelastung der Schweiz in den letzten Jahren trotz der Bev\u00f6lkerungszunahme leicht gesunken, wenn auch, gemessen an den \u00f6kologischen Belastbarkeitsgrenzen, auf zu hohem Niveau. Bez\u00fcglich der in der Interpellation angesprochenen Treibhausgase ist die Klimawirkung unabh\u00e4ngig vom Ort der Emissionen gleich hoch, was die Bedeutung der Zuwanderung relativiert.</p><p>Im Bereich Energieversorgung bilden die Szenarien der Energieperspektiven 2050+ (EP2050+) ein anhaltendes Bev\u00f6lkerungswachstum bis 2050 ab. Wie die EP2050+ zeigen, kann der Endenergieverbrauch langfristig abnehmen. Einsparungen, welche auf eine Steigerung der Energieeffizienz zur\u00fcckzuf\u00fchren sind, k\u00f6nnen somit den durch das Bev\u00f6lkerungswachstum bedingten Mehrverbrauch \u00fcberkompensieren.</p><p>Was die Wirtschaft betrifft, hat sich das j\u00e4hrliche BIP pro Kopf Wachstum der Schweiz von rund 1,3 Prozent zwischen 2002 und 2010 auf 0,9 Prozent zwischen 2010 und 2019 abgeschw\u00e4cht. Wie der Bundesrat in seinem <a href=\"https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Publikationen_Dienstleistungen/Publikationen_und_Formulare/Strukturwandel_Wachstum/Wachstum/lagebericht_des_br_zur_ch_volkswirtschaft.html\">Lagebericht zur Schweizer Volkswirtschaft</a> vom 6. Dezember 2019 aufzeigte, ist dies einerseits auf ein tieferes Wachstum der Arbeitsproduktivit\u00e4t zur\u00fcckzuf\u00fchren und anderseits auf die Abnahme des Arbeitseinsatzes pro Kopf, welche in den letzten Jahren aufgrund des demografischen Wandels eingesetzt hat. Die Zuwanderung, welche in den letzten zwei Jahrzehnten prim\u00e4r in den Arbeitsmarkt erfolgte, d\u00fcrfte die demografiebedingte Abnahme des Arbeitseinsatzes pro Kopf zumindest teilweise mildern. Der Umstand, dass die Zuwanderung meist komplement\u00e4r zum hiesigen Arbeitsangebot erfolgte und die zugewanderten Personen ein \u00fcberdurchschnittliches Ausbildungsniveau hatten, spricht f\u00fcr einen positiven Effekt auf die Arbeitsproduktivit\u00e4t.</p><p>Infolge des Bev\u00f6lkerungswachstums steigt der gesamte Konsum von Nahrungsmitteln an. Um die Ern\u00e4hrungssicherheit vor diesem Hintergrund zu gew\u00e4hrleisten, ist daf\u00fcr zu sorgen, dass alle Forderungen von Artikel\u00a0104a der Bundesverfassung ausreichend ber\u00fccksichtigt werden: Die Lebensmittelversorgung soll durch die Sicherung der Produktionsgrundlagen, eine standortangepasste und ressourceneffiziente Produktion, eine marktorientierte Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft, grenz\u00fcberschreitende Handelsbeziehungen sowie einen ressourcenschonenden Umgang mit Lebensmitteln langfristig sichergestellt werden.</p><p>Defizite bestehen heute beispielsweise in den Bereichen Bodenquantit\u00e4t und -qualit\u00e4t, Biodiversit\u00e4t, \u00d6kosystemleistungen und Lebensmittelverluste.</p><p>2. Wie der Bundesrat die Stromversorgung angesichts der wachsenden Bev\u00f6lkerung in der Schweiz sichern will, hat er in seiner Stellungnahme zur Motion 22.3026 \"Umweltressourcen schonen, Zuwanderung regulieren\" ausf\u00fchrlich dargestellt.</p><p>Die Ern\u00e4hrungssicherheit ist gew\u00e4hrleistet, wenn die Bev\u00f6lkerung jederzeit Zugang zu einer ausreichenden Menge von qualitativ guten und bezahlbaren Lebensmitteln hat, was in der Schweiz der Fall ist. Der Bundesrat hat im Bericht in Erf\u00fcllung der Postulate 20.3931 und 21.3015 \"Zuk\u00fcnftige Ausrichtung der Agrarpolitik\" vom 22. Juni 2022 aufgezeigt, wie die Ern\u00e4hrungssicherheit in der Schweiz langfristig gesichert und der Beitrag der Schweizer Landwirtschaft zur Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit Nahrungsmitteln gest\u00e4rkt werden kann.</p><p>3. Der Bundesrat ist sich des durch die Zuwanderung unterst\u00fctzten Bev\u00f6lkerungswachstums bewusst, wobei die Zuwanderung ihrerseits haupts\u00e4chlich auf die Wirtschaftslage zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Ein grosser Teil dieser Zuwanderung, insbesondere aus der EU/EFTA, besteht aus Arbeitskr\u00e4ften, die von der Schweizer Wirtschaft ben\u00f6tigt werden. Das Wirtschaftswachstum tr\u00e4gt dazu bei, dass die Arbeitspl\u00e4tze der in der Schweiz ans\u00e4ssigen Bev\u00f6lkerung erhalten bleiben, die von dieser Dynamik profitiert.</p><p>Mit der Ablehnung der Volksinitiative \"F\u00fcr eine massvolle Zuwanderung (Begrenzungsinitiative)\" haben das Schweizer Volk und die Kantone ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr die derzeitige Schweizer Zuwanderungspolitik zum Ausdruck gebracht. Die nachhaltige Selbststeuerung der Zuwanderung, insbesondere die Begrenzung der Zuwanderung aus dem EU-/EFTA-Raum, k\u00f6nnte f\u00fcr das Wirtschaftswachstum kontraproduktiv sein und w\u00fcrde den internationalen Verpflichtungen unseres Landes zuwiderlaufen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1661904000000)\/","SubmittedBy":"Egger Mike","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1664496000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52|55|66|2811","Category":null,"Modified":"\/Date(1690499587487)\/","SubmissionDate":"\/Date(1652227200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5114,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt|Landwirtschaft|Energie|Migration"}}