{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223600,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223600,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223600,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223600,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223600,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223600,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223600,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223600,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223600,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223600,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223600,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223600,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223600,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223600,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223600,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223600,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223600,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223600,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3600","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Rodentizide. Wie sieht die Situation bei den Antikoagulanzien aus und welche Alternativen gibt es?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich bitte den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten: </p><p>1. Inwiefern sind Rodentizide, die Antikoagulanzien enthalten, kompatibel mit Artikel\u00a016 Absatz\u00a02 Buchstabe\u00a0a der Tierschutzverordnung? </p><p>2. Es gibt alternative Produkte, mit denen Nagetiere schneller und schmerzloser get\u00f6tet werden. Plant der Bund deshalb ein Verbot der Rodentizide mit den genannten Inhaltsstoffen? Falls ja, wie soll die Umsetzung aussehen? Falls nein, warum nicht? </p><p>3. W\u00e4re der Bund bereit, andere Massnahmen zu treffen, um das Leiden der Ratten, der M\u00e4use und anderer Tiere zu vermeiden?</p>","ReasonText":"<p>Die meisten auf dem Markt erh\u00e4ltlichen Rodentizide zur Bek\u00e4mpfung von Nagetieren enthalten als Wirkstoff ein Antikoagulans.  Es ist erwiesen, dass diese Gifte zu einem langsamen und schmerzhaften Tod der Tiere f\u00fchren, insbesondere Stoffe wie Bromadiolon, Difenacoum, Flocoumafen und Difethialon. Bei unsachgem\u00e4sser Anwendung k\u00f6nnen diese Gifte nicht nur den Nagern, sondern auch vielen anderen Tieren wie V\u00f6geln oder Haustieren schaden. Diese Rodentizide f\u00fchren zum Tod, indem sie die Blutgerinnung hemmen und so innere Blutungen und zahlreiche Bluterg\u00fcsse verursachen. Aufgrund des lang anhaltenden Blutverlusts tritt der Tod oft erst nach mehreren Tagen ein. Davor sch\u00e4digt das Gift den K\u00f6rper und verursacht dem Tier so Schmerzen, etwa Muskel- oder Gelenkschmerzen oder Schmerzen im Bauchraum. </p><p></p><p>Nach Artikel\u00a016 Absatz\u00a02 Buchstabe\u00a0a der Tierschutzverordnung ist es verboten, Tiere auf schmerzhafte Weise zu t\u00f6ten. Studien, in denen verschiedene Gifte verglichen wurden, zeigten, dass diejenigen Tiere am st\u00e4rksten und am l\u00e4ngsten litten, die mit Antikoagulanzien get\u00f6tet wurden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. M\u00e4use und Ratten k\u00f6nnen Tr\u00e4ger von verschiedenen Krankheitserregern sein und ihre Population muss wegen der Gefahr f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit reguliert werden k\u00f6nnen. Nach der Aufnahme eines K\u00f6ders mit Antikoagulanzien verenden die Nagetiere innert einigen Tagen an Kreislaufversagen. Diese Zeitverz\u00f6gerung zwischen der Aufnahme und der Wirkung ist f\u00fcr eine erfolgreiche Bek\u00e4mpfung wichtig, denn vor allem Ratten sind bei der Nahrungssuche vorsichtig und k\u00f6nnen eine K\u00f6derscheue entwickeln, wenn ihre Artgenossen kurz nach der Einnahme des K\u00f6ders sterben. Gerinnungshemmende Rodentizide wurden im Rahmen eines harmonisierten Verfahrens mit der Europ\u00e4ischen Union vertieft beurteilt und unter der Biozidprodukteverordnung (SR 813.12) in Abw\u00e4gung zwischen Interessen des Tierschutzes und der \u00f6ffentlichen Gesundheit zugelassen. Solange keine vergleichbar wirksamen und weniger schmerzhaften Wirkstoffe oder nicht-chemische Alternativen zur Verf\u00fcgung stehen (siehe Punkt 2), sind gerinnungshemmende Rodentizide f\u00fcr die Anwendung gegen Ratten und M\u00e4use unerl\u00e4sslich. Ihre Zulassung als Biozidprodukt gest\u00fctzt auf die Chemikalien- und Umweltschutzgesetzgebung stellt unter den gegebenen Voraussetzungen keinen Verstoss gegen die Tierschutzgesetzgebung dar.</p><p>2. In der Schweiz und in der Europ\u00e4ischen Union werden die in Biozidprodukten erlaubten bioziden Wirkstoffen alle f\u00fcnf Jahre erneut beurteilt. Im Jahr 2017 kam die \u00dcberpr\u00fcfung zum Schluss, dass nicht-chemische Bek\u00e4mpfungsmethoden wie mechanische und elektrische Fallen oder Klebefallen auf Grund der heutigen Daten nicht ausreichend wirksam sind und Fragen in Bezug auf das Tierwohl aufwerfen. Alternative chemische Wirkstoffe scheinen noch nicht f\u00fcr alle Kategorien von Verwendern geeignet oder nicht gegen alle Arten von Nagetieren wirksam zu sein (Hinweise zum Wirkstoff Difenacoum: vgl. Durchf\u00fchrungsverordnung [EU] 2017 /1379 vom 25. Juli 2017). Die n\u00e4chste \u00dcberpr\u00fcfung wird noch in diesem Jahr beginnen. Sollte diese aufzeigen, dass geeignete und wirksame Alternativen zu Antikoagulanzien verf\u00fcgbar sind, werden gerinnungshemmende Rodentizide keine Zulassungen mehr erhalten.</p><p>3. Die Schweizerischen Zulassungsbeh\u00f6rden setzten seit Jahren ein Augenmerk auf Rodentizide mit Antikoagulanzien und haben sich zusammen mit den EU Mitgliedstaaten aktiv in den 2015 erarbeiteten Bericht \"Risk mitigation measures for anticoagulant rodenticides as biocidal products\" eingebracht. Sie sind zudem im Austausch mit dem Verband Schweizerischer Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfer (FSD-VSS). Auf der Internetseite des Bundesamts f\u00fcr Umwelt \"Sorgf\u00e4ltiger Umgang mit Biozidprodukten \"sind Massnahmen zur Vorbeugung von einem M\u00e4use oder Rattenbefall aufgeschaltet und im Faktenblatt \"Auslegung von Ratten- und M\u00e4usegift\" des Bundesamts f\u00fcr Gesundheit wird \u00fcber den korrekten Umgang mit den Produkten informiert.</p><p>Seit 2017 sind f\u00fcr nicht-berufliche Anwenderinnen und Anwender ausschliesslich Produkte ohne Aussenanwendung mit geringer Wirkstoffkonzentration und reduzierten Packungsgr\u00f6ssen zugelassen. Die Anwendung darf nur in manipulationssicheren und befestigbaren K\u00f6derboxen erfolgen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1661904000000)\/","SubmittedBy":"Porchet L\u00e9onore","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1664496000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690499899697)\/","SubmissionDate":"\/Date(1655164800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5115,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}