{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223612,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223612,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223612,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223612,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223612,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223612,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223612,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223612,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223612,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223612,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223612,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223612,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223612,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223612,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223612,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223612,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223612,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223612,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3612","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Wie kann das mit grossem Tierleid behaftete Z\u00fcchten und T\u00f6ten hunderttausender Labortiere reduziert werden?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht aufzuzeigen, wie die Hunderttausende Labortiere, die jedes Jahr bei der Zucht von Versuchstieren entstehen und \u00fcberz\u00e4hlig sind, nachhaltig reduziert werden k\u00f6nnen.</p><p>Zudem solle gepr\u00fcft werden wie die Erhebung und Entwicklung dieser Tierzahlen j\u00e4hrlich, realistisch, zeitnah und f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit nachvollziehbar werden kann.</p>","ReasonText":"<p>Die Tierversuchsstatistik der letzten Jahre zeigt deutlich auf, dass l\u00e4ngst nicht alle f\u00fcr Tierversuche gez\u00fcchtete Labortiere in Tierversuchen eingesetzt werden. Etwa 2-3 mal so viele Versuchstiere werden gez\u00fcchtet, importiert und in engen K\u00e4figen gehalten, w\u00e4hrend rund 550 000 dieser Tiere j\u00e4hrlich im Tierversuch genutzt werden. 2020 wurden in den 150 Versuchstierhaltungen rund 1,3 Millionen Tiere gez\u00fcchtet und importiert, davon knapp 80 Prozent M\u00e4use. Hiervon ist der gr\u00f6sste Teil gentechnisch ver\u00e4ndert (777 512). Bei der Herstellung gentechnisch ver\u00e4nderter M\u00e4use entstehen fast f\u00fcnf Mal so viele \u00fcberz\u00e4hlige Tiere, sogenannte \u00dcberschusstiere, wie tats\u00e4chlich in Tierversuchen eingesetzt werden (157 221). Da sie nicht verwendet werden, etwa weil sie nicht das richtige Geschlecht oder nicht die richtigen genetischen Ver\u00e4nderungen aufweisen, m\u00fcssen die allermeisten von ihnen euthanasiert und entsorgt werden. Die derzeit g\u00e4ngigste T\u00f6tungsmethode mittels CO2-Vergasung ist f\u00fcr viele Tiere \u00e4usserst qualvoll.</p><p>Bei den gentechnisch ver\u00e4nderten Fischen (142 733) entstehen noch mehr \u00dcberschusstiere: fast zwanzig Mal so viele Tiere, wie dann im Tierversuch tats\u00e4chlich genutzt werden (7530).</p><p>Zusammengefasst l\u00e4sst sich in Bezug auf die Herstellung gentechnisch ver\u00e4nderter Tiere sagen, dass nur gerade 20 Prozent der M\u00e4use und nur knapp 5 Prozent der Fische die gew\u00fcnschten Eigenschaften mitbringen, um dann im Tierversuch eingesetzt zu werden. Das ist nicht nur eine Verschwendung von Tierleben, sondern auch ethisch und in Bezug auf das mit der Zucht und Versuchstierhaltung verbundene Tierleid \u00e4usserst problematisch. Gesetzlich ist das 3R-Prinzip seit mehr als 30 Jahren verankert - es scheint sich aber in Bezug auf die \u00fcberz\u00e4hligen Tiere nicht auszuwirken, womit dringender Handlungsbedarf besteht.</p><p>Trotz Bem\u00fchungen die 3R (Replace, Reduce, Refine) im Bereich der Tierversuche und der Versuchstierzucht zu f\u00f6rdern und zu implementieren, scheinen sich die 3R vor allem bei der Zucht genver\u00e4nderter Tiere nicht durchzusetzen. Der Bericht soll aufzeigen, wie dies effizient und effektiv gelingen</p><p>kann und wie die beteiligten Versuchstierhaltungen und Zuchtbetriebe sowie Forschenden f\u00fcr die Reduktion der sinnlos gez\u00fcchteten Tiere und die Anwendung tierschonenderer T\u00f6tungsmethoden in die Pflicht genommen werden k\u00f6nnen. In Anbetracht der hohen Anzahl \u00fcberz\u00e4hliger Tiere stellt sich auch die Frage, wie vereinbar der Tod dieser Tiere mit der sehr qualvollen CO2-T\u00f6tungsmethode ist, die immer noch am h\u00e4ufigsten in den Labortierhaltungen angewendet wird.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bund weist in seiner j\u00e4hrlich ver\u00f6ffentlichten Statistik aus, wie viele Tiere in Tierversuchen eingesetzt wurden (Art. 20a und 36 Tierschutzgesetz, SR 455; <a href=\"http://www.blv.admin.ch\">www.blv.admin.ch</a> &gt; Tiere &gt; Publikationen &gt; Statistiken und Berichte &gt; Tierschutz &gt; Tierversuche &gt; Tierversuchsstatistik). Zus\u00e4tzlich publiziert der Bund bereits heute, ohne rechtliche Verpflichtung, wie viele Tiere in Schweizer Versuchstierhaltungen gez\u00fcchtet und aus dem Ausland importiert werden (Art. 145 Tierschutzverordnung [TSchV], SR 455.1; Zugang wie oben erw\u00e4hnt &gt; Versuchstierhaltungen). Daraus l\u00e4sst sich ableiten, wie viele Tiere gez\u00fcchtet, aber nicht in Tierversuchen eingesetzt werden. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass die Tierversuchsstatistik bereits umfassend und von guter Qualit\u00e4t ist. Das Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV) pr\u00fcft \u00fcberdies eine Anpassung der TSchV, damit zuk\u00fcnftig zus\u00e4tzlich ausgewiesen kann, wie viele gez\u00fcchtete Tiere, die nicht in Tierversuchen eingesetzt werden, j\u00e4hrlich euthanasiert werden. So w\u00fcrde der \u00d6ffentlichkeit eine Angabe \u00fcber das Schicksal der nicht in Versuchen eingesetzten Tiere zur Verf\u00fcgung stehen.</p><p>Die Forschung ist auf genetische Modelle angewiesen, und die Zucht dieser Tiere unterliegt den Regeln der Vererbung. Deshalb werden sich gez\u00fcchtete Tiere, die nicht in einem Tierversuch eingesetzt werden k\u00f6nnen, in einem gewissen Umfang nicht vermeiden lassen. Es sind bereits konkrete Bestrebungen im Gang, um die Anzahl dieser Tiere stark zu vermindern. So k\u00f6nnen beispielsweise folgende Projekte erw\u00e4hnt werden:</p><p>- Projekt des Swiss 3R Competence Centre (3RCC) zur Entwicklung einer Software L\u00f6sung f\u00fcr eine bessere Planung und Organisation von Zuchten und damit zu einer Reduktion der Tierzahlen: Ein erster Teil kann bereits genutzt werden (<a href=\"http://www.ltk.uzh.ch\">www.ltk.uzh.ch</a>);</p><p>- Projekt \"animatch\" zur Vermittlung von gez\u00fcchteten Tieren, die nicht in Tierversuchen eingesetzt wurden, an andere Forschende: Diese L\u00f6sung ist bereits online (<a href=\"http://www.animatch.eu\">www.animatch.eu</a>) und kann genutzt werden.</p><p>Das BLV hat seit 2018 drei Symposien zu den sogenannten 3R-Prinzipien (Replace, Reduce, Refine, d.h. Ersatz und Reduktion von Tierversuchen sowie Verringerung der Belastungen f\u00fcr Versuchstiere) mit internationaler Beteiligung \u00fcber Alternativen zu CO2 zur Euthanasie von Labortieren organisiert. Vor diesem Hintergrund konnte das BLV im Mai 2021 der Universit\u00e4t Z\u00fcrich den Forschungsauftrag \"Das Leben von Tieren humaner beenden\" vergeben. Dabei werden m\u00f6gliche CO2-Alternativen zur Euthanasie von Labortieren erforscht, die weniger (oder kein) Leiden hervorrufen, bevor das Tier das Bewusstsein verliert. Umfassende Ergebnisse sind im Jahr 2025 zu erwarten. Weitere Erkenntnisse sind im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 79 \"Advancing 3R - Tiere, Forschung und Gesellschaft\" zu erwarten, in dessen Rahmen im Sommer 2021 erste Ausschreibungen erfolgt sind.</p><p>Angesichts dieser bereits bestehenden und geplanten Aktivit\u00e4ten er\u00fcbrigt sich aus Sicht des Bundesrates ein zus\u00e4tzlicher Bericht.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1661299200000)\/","SubmittedBy":"Graf Maya","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1663027200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1690499692900)\/","SubmissionDate":"\/Date(1655164800000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5115,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Umwelt"}}