{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223628,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223628,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223628,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223628,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223628,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223628,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223628,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223628,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223628,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223628,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223628,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223628,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223628,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223628,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223628,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223628,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223628,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223628,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3628","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Ist eine hochmechanisierte Forstwirtschaft kompatibel mit einer nachhaltigen Nutzung der W\u00e4lder?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In der Begr\u00fcndung zur Motion 20.3745 \"Sicherstellung der nachhaltigen Pflege und Nutzung des Waldes\" wird erw\u00e4hnt, dass \"nur gesunde und nachhaltig genutzte W\u00e4lder [...] massgeblich zum Klimaschutz beitragen\" k\u00f6nnen.</p><p>Eine Waldwirtschaftsstrategie, die aus Rentabilit\u00e4tsgr\u00fcnden eine hochgradige Mechanisierung vorsieht, richtet an Umwelt und Biodiversit\u00e4t erwiesenermassen Sch\u00e4den an. Der Einsatz von Forstmaschinen hinterl\u00e4sst in aufgeweichten B\u00f6den riesige Furchen und zerst\u00f6rt am Ort des Holzeinschlags Flora und Fauna. Allein die Verwertung des Erdstammst\u00fccks wird angestrebt. Spitzen und Astwerk bleiben am Boden liegen; sie beg\u00fcnstigen umgehend das Wachstum von Brombeerstr\u00e4uchern, die jeglichen Wiederaufwuchs ersticken. Zudem sind gelagerte Baumst\u00e4mme, die auf ihre Entrindung und Weiterverarbeitung zu Holzpellets warten, wichtiges Futtermaterial f\u00fcr Schadinsekten und damit gef\u00e4hrlich.</p><p>In unseren Augen ist eine hochmechanisierte Forstwirtschaft, die einzig auf den Ertrag ausgerichtet ist, nebst dem Klimawandel eine weitere Ursache f\u00fcr das Waldsterben. Sie l\u00e4uft den in der Motion 20.3745 F\u00e4ssler genannten Zielen zuwider, die fordert, es seien finanzielle Anreize zu schaffen, damit die Waldeigent\u00fcmerinnen und -eigent\u00fcmer den Wald auch in Zukunft nachhaltig bewirtschaften und dessen Funktionen f\u00fcr das Klima, die Wohlfahrt und die Holzversorgung bewahren k\u00f6nnen. </p><p>Ich stelle deshalb dem Bundesrat die folgenden Fragen:</p><p>1. Ist sich das BAFU bewusst, welche Sch\u00e4den der Einsatz von Forstmaschinen an Umwelt und Biodiversit\u00e4t anrichten?</p><p>2. Ist es m\u00f6glich, die durch diese Art der Bewirtschaftung verursachten Sch\u00e4den durch ein Monitoring zu evaluieren?</p><p>3. W\u00e4re das BAFU allenfalls bereit, Kriterien aufzustellen, nach denen der Einsatz von Forstmaschinen unter bestimmten Voraussetzungen eingeschr\u00e4nkt oder verboten wird?</p><p>4. Sollte die finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Pflege des Waldes nicht Anreize f\u00fcr eine Forstwirtschaft setzen, die Umwelt und Biodiversit\u00e4t st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt und weniger mechanisiert ist?</p><p>5. L\u00e4uft eine hochmechanisierte Forstwirtschaft nicht den in der Motion 20.3745 F\u00e4ssler genannten Zielen zuwider?</p><p>Ich danke dem Bundesrat f\u00fcr die Beantwortung dieser Fragen.</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der unsachgem\u00e4sse Einsatz von Prozessoren (Holzvollernter) im Wald kann die Umwelt und die Biodiversit\u00e4t sch\u00e4digen. Der Mechanisierungsgrad der Holzernte hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Trotzdem zeigen die Daten des vierten Landesforstinventars (LFI4) vom Juni 2020, dass die bei der Holzernte entstehenden Sch\u00e4den durch Fahrspuren und an Umgebungsb\u00e4umen in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich abgenommen haben.</p><p>2. Das Landesforstinventar (LFI) ist ein aussagekr\u00e4ftiges Instrument, um Entwicklungen im Wald zu verfolgen. Das LFI gibt bereits \u00fcber die Entwicklung der durch die mechanisierte Holzernte verursachten Sch\u00e4den Auskunft. Der Bundesrat sieht keinen Anlass, ein zus\u00e4tzliches Monitoring zu diesem Thema einzuf\u00fchren.</p><p>3. Der Erlass der erforderlichen Bewirtschaftungsvorschriften, die einen unsachgem\u00e4ssen Einsatz von Prozessoren im Wald verhindern sollen, und die Kontrolle der Einhaltung der Vorschriften ist Sache der Kantone. Angesichts der Kompetenzregelungen und der positiven Entwicklung der festzustellenden Sch\u00e4den sieht der Bundesrat derzeit keinen Bedarf f\u00fcr einen Massnahmenkatalog betreffend den Einsatz von Prozessoren.</p><p>4. und 5. Die bestehende Programmvereinbarung Wald enth\u00e4lt bereits Qualit\u00e4tskriterien f\u00fcr eine naturnahe Waldbewirtschaftung. Die aktuelle Waldbewirtschaftung entspricht aus Sicht des Bundes weitgehend den naturnahen Qualit\u00e4tskriterien und steht nicht im Widerspruch zu den Zielen der Motion F\u00e4ssler 20.3745.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1661904000000)\/","SubmittedBy":"Gschwind Jean-Paul","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1664496000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1715169308653)\/","SubmissionDate":"\/Date(1655251200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5115,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Umwelt|Landwirtschaft"}}