{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223678,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223678,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223678,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223678,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223678,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223678,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223678,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223678,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223678,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223678,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223678,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223678,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223678,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223678,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223678,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223678,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223678,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223678,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3678","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Zukunftsf\u00e4hige Geldpolitik","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Weltwirtschaft und damit das Finanzsystem sind eng mit der Natur verwoben - sie sind abh\u00e4ngig von einem stabilen Klima und den Leistungen eines intakten \u00d6kosystems. Die sich verst\u00e4rkende Doppelkrise aus Biodiversit\u00e4tsverlust und Klimawandel bringt erhebliche Risiken f\u00fcr die Finanz- und Preisstabilit\u00e4t mit sich. </p><p>Zentralbanken und Finanzaufsichtsbeh\u00f6rden haben ihren Auftrag zum Management von Finanzrisiken im Zusammenhang mit dem Klima und der biologischen Vielfalt erkannt. Die Zentralbanken und Aufsichtsbeh\u00f6rden der G7 und G20 bekr\u00e4ftigten k\u00fcrzlich ihre Verpflichtung, diese Risiken in ihre Entscheidungen zu integrieren.  </p><p>Die Zentralbanken und Aufsichtsbeh\u00f6rden m\u00fcssen, um ihrem Mandat gerecht zu werden, rasch Vorsichtsmassnahmen ergreifen. Gegenw\u00e4rtig sch\u00f6pfen sie ihre marktgestaltende Rolle nicht in vollem Umfang aus. Und obwohl es zu ihren Aufgaben geh\u00f6rt, setzen sie auch nicht alle verf\u00fcgbaren Instrumente ein, um die von den regulierten Akteuren verursachten negativen Umweltauswirkungen zu begrenzen. </p><p>Vor diesem Hintergrund wird der Bundesrat gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Analysiert und integriert die Schweizerische Nationalbank klima- und biodiversit\u00e4tsbedingte finanzielle Risiken in den Sicherheitsrahmen ihrer Offenmarktgesch\u00e4fte? Wenn ja, wie? Wenn nein, wieso nicht?  </p><p>2. Analysiert und integriert die Schweizerische Nationalbank klimabedingte und biodiversit\u00e4tsbedingte finanzielle Risiken in die Kreditw\u00fcrdigkeitsanalysen resp. Bonit\u00e4tsanalysen? Wenn ja, wie? Wenn nein, wieso nicht?  </p><p>3. Wie hoch sind die klima- und biodiversit\u00e4tsbedingte finanziellen Risiken des Fremdw\u00e4hrungsportfolios der Schweizerischen Nationalbank (vor allem Aktien und Unternehmungsobligationen) und wie gedenkt die SNB diese zu reduzieren?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der gesetzliche Auftrag der SNB ist die Gew\u00e4hrleistung der Preisstabilit\u00e4t unter Ber\u00fccksichtigung der Konjunktur. Die SNB hat hingegen keinen Auftrag, spezifische politische Ziele zu verfolgen oder Strukturpolitik zu betreiben. Entgegen der Auffassung des Interpellanten geh\u00f6rt es nicht zu den gesetzlich mandatierten Aufgaben der SNB \"alle verf\u00fcgbaren Instrumente einzusetzen, um die von den regulierten Akteuren verursachten negativen Umweltauswirkungen zu begrenzen\" oder ihre \"marktgestaltende Rolle auszusch\u00f6pfen\". Bei der Mandatsaus\u00fcbung muss die SNB alle relevanten Risiken ber\u00fccksichtigen, soweit dies f\u00fcr die Gew\u00e4hrleistung der Preisstabilit\u00e4t und der Finanzstabilit\u00e4t sowie der Anlageverwaltung erforderlich ist. Dazu geh\u00f6ren alle Arten von Risiken, also auch die relevanten Klimarisiken und Biodiversit\u00e4tsrisiken. Die angemessene Beurteilung und Ber\u00fccksichtigung der Risiken obliegt der SNB.</p><p>Zu 1: Zu den Hauptrisiken der Anlagen der SNB geh\u00f6ren Wechselkurs-, Goldpreis-, Aktienkurs- und Zinsrisiken. Ausserdem bestehen Liquidit\u00e4tsrisiken sowie Kredit- und L\u00e4nderrisiken. Finanzielle Risiken aufgrund des Klimawandels oder der Biodiversit\u00e4t sind nicht grunds\u00e4tzlich verschieden von den erw\u00e4hnten finanziellen Risiken. Sie sind folglich Bestandteil der Risikoanalyse der SNB. Wie andere finanzielle Risiken k\u00f6nnen Klima- oder Biodiversit\u00e4tsrisiken Marktschwankungen ausl\u00f6sen oder verst\u00e4rken und die Attraktivit\u00e4t bzw. die Bonit\u00e4t von Anlagen beeinflussen. Die Risikomessung der SNB beruht auf g\u00e4ngigen Risikokennzahlen und Verfahren. Dazu geh\u00f6ren auch sogenannte Value-at-Risk Berechnungen. Erg\u00e4nzend dazu werden regelm\u00e4ssig Sensitivit\u00e4tsanalysen und Stresstests durchgef\u00fchrt. F\u00fcr die Bonit\u00e4tsanalysen orientiert sich die SNB an den f\u00fchrenden Rating Agenturen. Als Mitglied des Network for Greening the Financial System (NGFS) beteiligt sich die SNB am Erfahrungsaustausch mit anderen Zentralbanken und an der Weiterentwicklung der Messmethoden.</p><p>Zu 2: Der gr\u00f6sste Teil der Anleihen, welche die SNB h\u00e4lt, sind Staatsanleihen f\u00fchrender Industriel\u00e4nder. Diese Staaten sind zwar wie auch die Unternehmen den vom Klimawandel und der abnehmenden Biodiversit\u00e4t ausgehenden Risiken ausgesetzt. Bis anhin gibt es jedoch keine Anzeichen, dass spezifische, nicht bereits in die Bonit\u00e4tseinsch\u00e4tzungen einfliessende Klima-Risiken die Zahlungsf\u00e4higkeit einzelner f\u00fchrender Industriel\u00e4nder im relevanten Zeitraum (n\u00e4mlich der Laufzeit der Anleihen) signifikant beeintr\u00e4chtigen. Bei den anderen Anleihen (insbesondere bei den Unternehmensanleihen) nimmt das Portfoliomanagement der SNB eine Bonit\u00e4tsbeurteilung vor, die alle finanziellen Risiken und somit u.a. auch Klimarisiken beinhaltet. Bei der Bonit\u00e4tsbeurteilung st\u00fctzt sich die SNB unter anderem auf die f\u00fchrenden Rating Agenturen ab. In Zusammenhang mit den Ratings findet derzeit bei den Zentralbanken und dem NGFS eine Diskussion statt, ob diese die Klimarisiken ausreichend ber\u00fccksichtigen. Die Absch\u00e4tzung der Risiken, die mit einem Verlust der Biodiversit\u00e4t verbunden sein k\u00f6nnten, ist noch sehr unklar und derzeit noch nicht quantifizierbar.</p><p>Zu 3: Die SNB weist die H\u00f6he der allf\u00e4lligen klima- und biodiversit\u00e4tsbedingten finanziellen Risiken nicht separat aus, wie sie dies auch nicht f\u00fcr Cyberrisiken, Pandemierisiken etc. tut. Die gr\u00f6ssten Risiken der SNB sind die Wechselkursrisiken, die sie nicht absichern kann. Mit ihrem Ansatz der breiten Diversifizierung (Aktien) und der hohen Bonit\u00e4t (Anleihen) minimiert die SNB ihre Risiken.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1661299200000)\/","SubmittedBy":"Andrey Gerhard","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1718369560000)\/","ResponsibleDepartment":7,"ResponsibleDepartmentName":"Finanzdepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EFD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|24|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1763102701070)\/","SubmissionDate":"\/Date(1655337600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5115,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Finanzwesen|Umwelt"}}