{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223711,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223711,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223711,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223711,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223711,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223711,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223711,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223711,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223711,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223711,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223711,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223711,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223711,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223711,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223711,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223711,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223711,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223711,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3711","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Eine Ausbildungspflicht bis zum 18. Altersjahr und eine Ausbildungsgarantie bis zum 25. Altersjahr einf\u00fchren und damit die Sek-II-Ausbildungsquote anheben","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Einf\u00fchrung einer Ausbildungspflicht bis zum 18. Altersjahr und einer Ausbildungsgarantie bis 25 zu pr\u00fcfen, Erfahrungen damit auszuwerten und dar\u00fcber zu berichten.</p>","ReasonText":"<p>Die EDK setzte sich 2006 mit dem Bund und den Sozialpartnern das Ziel, bis sp\u00e4testens 2015 die Sek-II-Ausbildungs-Quote auf 95 Prozent anzuheben. Davon sind wir immer noch weit entfernt. Laut Bundesamt f\u00fcr Statistik (BfS) hatten nur 91,4 Prozent der Jugendlichen, die 2010 15 Jahre alt waren, zehn Jahre sp\u00e4ter einen Abschluss der Sekundarstufe II erlangt. Zwar gibt es viele Angebote und Massnahmen. Dennoch schafft es jeder zw\u00f6lfte nicht. Das d\u00fcrfen wir nicht hinnehmen. Ein verfehlter Berufseinstieg kann sich auf das ganze Leben auswirken und w\u00e4hrend Jahrzehnten hohe Kosten f\u00fcr unser Sozialsystem nach sich ziehen.</p><p>Schon lange fordert die Schweizerische Konferenz f\u00fcr Sozialhilfe (SKOS), der Schulpflicht eine Ausbildungspflicht bis zum 18. Altersjahr folgen zu lassen. Auch der Bundesrat empfahl in seinem Bericht vom 18. April 2018 in Erf\u00fcllung der Motion 14.3890, es sei \"die M\u00f6glichkeit einer gesetzlichen Bestimmung, mit der eine Ausbildungspflicht bis zur Vollj\u00e4hrigkeit verankert wird, ... zu pr\u00fcfen\".</p><p>Laut BfS stehen heute 9,2 Prozent der Jugendlichen nach Ende der obligatorischen Schule ohne Anschlussl\u00f6sung da. Zwar bem\u00fchen sich viele Institutionen um sie. Eine geordnete Beeinflussung ist ohne Ausbildungspflicht aber kaum m\u00f6glich. Oft gelingt es erst auf Umwegen und mit enormem Aufwand, wieder einen guten Kontakt zu den Jugendlichen herzustellen. Das ist menschlich und gesellschaftlich mit hohen Kosten verbunden und weit weniger wirksam als ein von Kontinuit\u00e4t gepr\u00e4gtes Vorgehen.</p><p>2018 trat im Kanton Genf eine Ausbildungspflicht bis zur Vollj\u00e4hrigkeit in Kraft und 2021 im Kanton Tessin. \u00d6sterreich f\u00fchrte 2016 die Ausbildungspflicht bis 18 ein und weitete 2017 die Ausbildungsgarantie bis 25 aus, um junge Menschen zu einer beruflichen Ausbildung zu gewinnen, die daf\u00fcr zuerst motiviert werden m\u00fcssen. Gute Erfahrungen machte \u00d6sterreich auch mit der \u00dcberbetrieblichen Lehrlingsausbildung \u00dcBA, in der 8 Prozent aller Lehrlinge ausgebildet werden. Der volkswirtschaftliche und fiskalische Ertrag \u00fcbersteigt die Kosten der \u00dcBA deutlich. Eine Ausbildungspflicht bis 18 kennen Holland und seit 2020 Frankreich. Auf Empfehlung des Rates vom Oktober 2020 setzen alle EU-L\u00e4nder eine verst\u00e4rkte Jugendgarantie um.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Ein funktionierender \u00dcbergang von der obligatorischen Schule in eine Ausbildung auf Sekundarstufe II ist essenziell f\u00fcr die Zukunft der Jugendlichen. Entsprechend haben sich Bund und Kantone als langfristiges gemeinsames Ziel gesetzt, dass 95\u00a0Prozent aller 25-J\u00e4hrigen \u00fcber einen Abschluss auf der Sekundarstufe II verf\u00fcgen sollen. Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt haben in den letzten Jahren grosse Anstrengungen unternommen, um die Jugendlichen beim \u00dcbertritt in die Sekundarstufe II und beim Erlangen eines nachobligatorischen Abschlusses zu unterst\u00fctzen. Dazu z\u00e4hlen namentlich die breit abgestimmte Berufswahlvorbereitung in der obligatorischen Schule, die kantonale Berufsinformation und -beratung, Coaching- und Mentoringprogramme sowie St\u00fctzkurse und weitere F\u00f6rdermassnahmen an Schulen.</p><p>Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Jugendliche und junge Erwachsene mit spezifisch auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnittenen Massnahmen unterst\u00fctzt werden. So steht f\u00fcr Jugendliche, die mit verschiedenen Problemen konfrontiert sind, das Case Management Berufsbildung in allen Kantonen zur Verf\u00fcgung. In diesem koordinierten Verfahren werden die Jugendlichen durch eine fallf\u00fchrende Stelle von der Berufswahl in der obligatorischen Schule bis zum Abschluss einer beruflichen Grundbildung individuell unterst\u00fctzt. \u00dcberdies werden im Ausland geborene Personen (Fl\u00fcchtlinge, vorl\u00e4ufig aufgenommene und sp\u00e4t zugewanderte Personen) mit zielgruppenspezifischen Programmen angesprochen wie beispielsweise mit der Integrationsvorlehre INVOL+. Den Kantonen steht es frei, weitere Massnahmen zu ergreifen.</p><p>Gem\u00e4ss neusten Zahlen des Bundesamts f\u00fcr Statistik begannen rund 96\u00a0Prozent der Schulabg\u00e4ngerinnen und -abg\u00e4nger im Jahr 2016 innerhalb von drei Jahren nach Schulaustritt eine zertifizierende Ausbildung der Sekundarstufe II. Rund 91\u00a0Prozent der 25-J\u00e4hrigen verf\u00fcgten im Jahr 2019 \u00fcber einen Abschluss auf Sekundarstufe II. Insbesondere dank der auf den Arbeitsmarkt abgestimmten Berufsbildung verf\u00fcgt die Schweiz im europ\u00e4ischen Vergleich \u00fcber eine tiefe Jugendarbeitslosigkeit.</p><p>Der n\u00e4chste Schweizer Bildungsbericht, der das Herzst\u00fcck des Bildungsmonitorings bildet und unter anderem Rechenschaft zum Stand der Zielerreichung des 95\u00a0Prozent-Ziels ablegen soll, wird im Fr\u00fchjahr 2023 erscheinen. Er wird auch wissenschaftlich fundierte Hinweise auf Ursachen geben. Darauf basierend werden Bund und Kantone allf\u00e4lligen weiteren Handlungsbedarf pr\u00fcfen.</p><p>Der Bundesrat erachtet die bereits zahlreichen ergriffenen Massnahmen und das Monitoring anhand des Bildungsberichts als ausreichend und zielf\u00fchrend.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1661299200000)\/","SubmittedBy":"Atici Mustafa","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1709131191000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|32","Category":null,"Modified":"\/Date(1745522961973)\/","SubmissionDate":"\/Date(1655337600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5115,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Bildung"}}