{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223748,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223748,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223748,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223748,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223748,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223748,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223748,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223748,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223748,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223748,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223748,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223748,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223748,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223748,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223748,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223748,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223748,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223748,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3748","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Mentoring bei der Ausbildung von Flucht-Betroffenen nutzen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Vielerorts ist Mentoring ein bew\u00e4hrtes Instrument - auch bei der Unterst\u00fctzung von Gefl\u00fcchteten. Es dient der beruflichen wie der sozialen Integration, erg\u00e4nzt die Angebote von Regelstrukturen in Bildung und Arbeitsmarkt und unterst\u00fctzt die F\u00e4higkeiten der Betroffenen auch im Hinblick auf eine hoffentlich einst m\u00f6gliche R\u00fcckkehr in ihre Heimat. Derzeit besteht aufgrund des Angriffskrieges in der Ukraine und damit verbundenen Fluchtbewegungen auch in die Schweiz grosser Unterst\u00fctzungs- und Begleitungsbedarf - auch bei nachobligatorischen und h\u00f6her qualifizierenden Ausbildungen. Vor diesem Hintergrund ersuche ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Wo in der nachobligatorischen Bildung wird freiwillige Mentoring-Begleitung als besonders hilfreiches Instrument zur Unterst\u00fctzung von Kriegsfl\u00fcchtlingen gesehen sowie zur Entlastung und Erg\u00e4nzung professioneller Regelstrukturen?</p><p>2. Wo gibt es im nachobligatorischen Bildungssystem gut funktionierende Modelle von Mentoring zugunsten der Integration von Gefl\u00fcchteten und wo fehlen diese weitgehend oder teilweise?</p><p>3. Gibt es diesbez\u00fcglich einen etablierten Erfahrungsaustausch zwischen den Institutionen zwecks gegenseitigem Lernen aus Erfahrungen und Erfolgsmodellen Dritter?</p><p>4. Wo sieht der Bund Chancen f\u00fcr die Optimierung, Weiterentwicklung oder erg\u00e4nzende Etablierung von Mentoring-Begleitung in nachobligatorischen Aus- und Weiterbildungen?</p><p>5. Welche M\u00f6glichkeiten zur Unterst\u00fctzung von freiwilligem Mentoring-Engagement bestehen oder sind in Planung?</p><p>6. Wie wird der Nutzen von professioneller Begleitung derartiger Mentoring-Programme eingesch\u00e4tzt - insbesondere auch im Hinblick auf ein m\u00f6glichst nachhaltiges Engagement der freiwillig Engagierten?</p>","ReasonText":"<p>In der Schweiz hat der Angriffskrieg auf ein europ\u00e4isches Land viel Solidarit\u00e4t mit den Betroffenen ausgel\u00f6st. So sind z.B. viele Menschen bereit, als Gastfamilien einen Beitrag zur Unterbringung von Gefl\u00fcchteten zu leisten. P\u00e4dagogInnen leisten freiwilliges Engagement zur Unterst\u00fctzung der Volksschule, damit fluchtbetroffene Kinder bestm\u00f6glich in hiesige Schulen inkludiert werden k\u00f6nnen. Auch in der nachobligatorischen Ausbildung gibt es viele Anstrengungen um Fluchtbetroffenen in Ausbildung zu erm\u00f6glichen, diese m\u00f6glichst unb\u00fcrokratisch fortsetzen zu k\u00f6nnen.</p><p>Die Erfahrung zeigt, dass bei gegenseitigem Interesse und Verst\u00e4ndnis (auch sprachlich) Mentoring durch freiwillige Begleitpersonen geeignet sein kann, jungen Menschen einen Ausbildungszugang zu erm\u00f6glichen, den sie ohne diese Unterst\u00fctzung weniger erfolgreich meistern w\u00fcrden. Auch weiss man, dass derartige 'G\u00f6tti-Funktionen' nicht nur beim Einstieg sondern auch ausbildungsbegleitend hilfreich sein k\u00f6nnen.</p><p>Ein Erfolgsfaktor mit hohem Multiplikatoreffekt kann die professionelle Unterst\u00fctzung f\u00fcr Mentorinnen und Mentoren sein, welche f\u00fcr die Zuordnung, Organisation und Begleitung der Freiwilligen sorgt. Auch angesichts von aktuell hoch belasteten professionellen Strukturen sowie verbreitetem Fachkr\u00e4ftem\u00e4ngel stellt sich die Frage, ob und wie das grosse Potenzial motivierter ehemaliger Absolventen und/oder Auszubildender in h\u00f6her qualifizierender Bildung f\u00fcr die Unterst\u00fctzung von Fluchtbetroffenen noch besser abgeholt und genutzt werden kann.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. und 6.</p><p>Unter dem Begriff \"Mentoring\" werden Projekte mit Freiwilligen (so genannte \"Mentoren\") zusammengefasst, welche dazu beitragen, die berufliche und pers\u00f6nliche Entwicklung spezifischer Zielgruppen (so genannte \"Mentees\") wie beispielsweise von Gefl\u00fcchteten zu f\u00f6rdern. Mentoring hilft Gefl\u00fcchteten, berufliche und soziale Netzwerke aufzubauen und sich mit den Werten und Normen der Schweizer Gesellschaft vertraut zu machen. Sie ersetzen dabei nicht die bestehenden Angebote der Regelstrukturen der Bildung, sondern erg\u00e4nzen diese.</p><p>Der Bundesrat teilt die Auffassung, dass Mentoring einen wichtigen Beitrag leistet, um die berufliche Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu f\u00f6rdern. Um Mentoring als Instrument zur beruflichen und sozialen Integration zu st\u00e4rken, hat das Staatssekretariat f\u00fcr Migration SEM im Jahre 2014 das Bundesprogramm \"Mentoring\" lanciert. Im Rahmen des Programms unterst\u00fctzten Mentorinnen und Mentoren unter anderem Personen aus dem Asylbereich dabei, sich im Schweizer Bildungssystem und Arbeitsmarkt zu orientieren.</p><p>Die Evaluation des Bundesprogramms hat die Wirksamkeit von Mentoring best\u00e4tigt. F\u00fcr ein nachhaltiges Engagement ist insbesondere die lokale Verankerung von Mentoring-Projekten sowie die institutionalisierte Koordination und Betreuung von Mentorinnen und Mentoren wichtig.</p><p>2.</p><p>Mentoring-Projekte sind in der Regel kommunal oder \u00fcberregional organisiert. Es besteht auf nationaler Ebene keine \u00dcbersicht \u00fcber entsprechende Angebote. Die R\u00fcckmeldungen aus den Kantonen zeigen jedoch, dass sich Mentoring als erg\u00e4nzendes Angebot der Zivilgesellschaft etabliert hat. F\u00fcr den Einsatz von Freiwilligen bestehen vielerorts von zivilgesellschaftlichen Organisationen oder staatlichen Stellen eingerichtete Koordinationsstellen. Diese arbeiten mit den kommunalen und kantonalen Akteuren der Integrationsf\u00f6rderung wie auch mit den Regelstrukturen der Bildung zusammen. Das SEM f\u00f6rdert diese Initiativen und Massnahmen im Rahmen seiner Beitr\u00e4ge an die kantonalen Integrationsprogramme KIP mit.</p><p>3. und 4.</p><p>Der Bund organisiert seit Abschluss des Bundesprogramms \"Mentoring\" im 2016 keinen spezifischen Erfahrungsaustausch mehr auf nationaler Ebene. Fragen der sozialen Integration, darunter auch des Einsatzes von Mentoring, werden im Rahmen der regelm\u00e4ssigen Austausche im Bereich Integrationsf\u00f6rderung (Workshops, Tagungen der Konferenz der Integrationsdelegierten) behandelt. Auf kantonaler und kommunaler Ebene finden zudem Erfahrungsaustausche und Weiterbildungen f\u00fcr Mentorinnen und Mentoren statt.</p><p>5.</p><p>Zurzeit sind auf nationaler Ebene \u00fcber die genannten Massnahmen hinaus keine weitergehenden und zus\u00e4tzlichen Aktivit\u00e4ten zur F\u00f6rderung von Mentoring geplant. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass erfolgreiche Mentoring-Programme lokal verankert werden m\u00fcssen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1661299200000)\/","SubmittedBy":"Brunner Thomas","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1664496000000)\/","ResponsibleDepartment":5,"ResponsibleDepartmentName":"Justiz- und Polizeidepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EJPD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|32|44|2811","Category":null,"Modified":"\/Date(1715164575127)\/","SubmissionDate":"\/Date(1655337600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5115,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Bildung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Migration"}}