{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223765,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223765,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223765,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223765,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223765,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223765,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223765,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223765,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223765,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223765,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223765,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223765,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223765,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223765,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223765,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223765,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223765,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223765,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3765","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Unter welchen Bedingungen kann Arbeitszeitreduktion einen Beitrag zu mehr Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit leisten?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu pr\u00fcfen und in einem Bericht darzulegen, welchen Beitrag eine generelle Reduktion der Erwerbsarbeitszeit zur Erreichung der Klimaziele und f\u00fcr mehr soziale Gerechtigkeit leisten k\u00f6nnte. Er untersucht dabei insbesondere, welche Begleitmassnahmen (wie z.B. sozial abgestufter Lohnausgleich, Minimal- und Maximallohn, \"Universal basic services\", Anerkennung von Care-Arbeit, Besteuerung CO2-intensiver T\u00e4tigkeiten etc.) geeignet oder erforderlich w\u00e4ren, damit die Arbeitszeitverk\u00fcrzung tats\u00e4chlich zu einer suffizienzorientierten und gerechten \u00f6kologisch-sozialen Transformation beitr\u00e4gt.</p>","ReasonText":"<p>Die Klimaerhitzung, die Umweltverschmutzung, die Krisenanf\u00e4lligkeit globaler Lieferketten, wie wir sie im Zuge der Corona-Pandemie als auch des russischen Angriffs auf die Ukraine sehen, die wachsende Lohnschere und die ungleiche Verteilung von Care- und Erwerbsarbeit zeigen alle das Gleiche: unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, das der Logik eines stetigen wirtschaftlichen und materiellen Wachstums folgt, st\u00f6sst an \u00f6kologische, soziale, und \u00f6konomische Grenzen. Unser Verst\u00e4ndnis von Lohnarbeit, Care-Arbeit und Freizeit wird dabei grundlegend in Frage gestellt.</p><p>Zus\u00e4tzlich zur Effizienzsteigerung und zu Konsistenzstrategien (Kreislaufwirtschaft) ist auch eine suffizienzorientierte Transformation unumg\u00e4nglich und dringend. Es geht dabei um die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und dem Verbrauch nat\u00fcrlicher Ressourcen, die Neugewichtung von Erwerbsarbeit und die Ausrichtung an einem umfassenderen Wohlstandsbegriff, welcher neben der materiellen Grundsicherung auch immaterielle Aspekte mit einbezieht (z.B. \"Zeitwohlstand\").</p><p>Die Reduktion der Erwerbsarbeitszeit stellt einen wichtigen Bestandteil in entsprechenden Konzepten dar. In der Schweiz ist dabei der Hebel besonders gross, hat unser Land doch mit knapp 42 Stunden heute eine der h\u00f6chsten w\u00f6chentlichen Normalarbeitszeiten in Europa. Die Reduktion der Erwerbsarbeitszeit f\u00fchrt indes nicht per se zu geringerem Ressourcenverbrauch, mehr sozialer Gerechtigkeit und einer gerechteren Verteilung der Care-Arbeit. Entscheidend ist die Art und Weise, wie der gewonnene \"Zeitwohlstand\" genutzt und verteilt wird.</p><p>Deshalb soll der Bundesrat beauftragt werden, die Reduktion der Erwerbsarbeit im Zusammenspiel mit weiteren Konzepten wie einem sozial abgestuften Lohnausgleich, einem Minimal- und/oder Maximallohn, einem unbedingten Grundeinkommen und/oder der unentgeltlichen Grundversorgung (\"Universal basic services\"), der Anerkennung von Care-Arbeit sowie der Besteuerung CO2-intensiver T\u00e4tigkeiten zu untersuchen und dahingehend zu bewerten, welchen Beitrag dies an den Klimaschutz und die soziale Gerechtigkeit leisten kann.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Verschiedene Fragen des Postulanten werden vom Bundesrat in der Strategie nachhaltige Entwicklung 2030 (SNE 2030) behandelt, wo er die Leitlinien seiner Nachhaltigkeitspolitik festh\u00e4lt und die nachhaltige Entwicklung als eine wichtige Anforderung f\u00fcr alle Politikbereiche des Bundes verankert. Mit seiner Klimapolitik will der Bundesrat die Treibhausgasemissionen der Schweiz bis 2050 auf Nettonull reduzieren und damit einen Beitrag zur Begrenzung der globalen Erw\u00e4rmung leisten. Dazu m\u00fcssen die Emissionen in den verschiedenen Sektoren (Industrie, Verkehr, Geb\u00e4ude, Abfall und Landwirtschaft) reduziert werden und die verbleibenden Emissionen durch Senken im In- oder Ausland ausgeglichen werden. F\u00fcr eine effektive und effiziente Reduktion der Emissionen und des Ressourcenverbrauchs sind zielgerichtete Massnahmen notwendig, bspw. durch die Weiterf\u00fchrung und Verst\u00e4rkung der Massnahmen im CO2-Gesetz (u.a. CO2-Abgabe auf Brennstoffe, F\u00f6rderungen im Geb\u00e4udebereich). Seit 1990 sind die Emissionen trotz Wirtschafts- und Bev\u00f6lkerungswachstum zur\u00fcckgegangen, was f\u00fcr eine zunehmende Entkopplung von Wirtschaftsentwicklung und Emissionen spricht. Das Potential zur Steigerung der Ressourceneffizienz ist weiterhin hoch, weshalb der Bundesrat aus volkswirtschaftlichen Gr\u00fcnden priorit\u00e4r auf Effizienzmassnahmen setzt.</p><p>Wie aus den Stellungnahmen zum Postulat Meyer Mattea (19.3275) und zu den Motionen Funiciello (21.4642) und Prezioso (21.4644) hervorgeht, erachtet der Bundesrat eine Reduktion der Erwerbsarbeitszeit aus klima- oder aus sozialpolitischen Gr\u00fcnden nicht als zielf\u00fchrend. Von einer Reduktion der Arbeitszeit ist keine Reduktion des Ressourcenverbrauchs oder der Treibhausgasemissionen zu erwarten, da nicht nur w\u00e4hrend der Arbeit, sondern auch in der Freizeit Ressourcen verbraucht werden. Die durchschnittlichen normalerweise geleisteten Wochenarbeitsstunden lagen in der Schweiz mit einem Wert von 36,3 im Jahr 2021 leicht unter dem Durchschnitt der EU-Staaten mit 37,2. Vor allem aufgrund einer starken Verbreitung von Teilzeitarbeitsverh\u00e4ltnissen besteht in der Schweiz zudem ein grosser Spielraum bezogen auf das individuell gew\u00fcnschte Arbeitsvolumen. Eine verordnete Reduktion und Umverteilung der Arbeitszeit w\u00fcrde massive regulatorische Eingriffe erfordern und die angestrebten Ziele doch nicht erreichen.</p><p>Eine Analyse der klima- und sozialpolitischen Auswirkungen einer Reduktion und Umverteilung der Erwerbsarbeitszeit erachtet der Bundesrat aus den genannten Gr\u00fcnden als nicht sinnvoll.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1661299200000)\/","SubmittedBy":"Gl\u00e4ttli Balthasar","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1709131761000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|28|44|52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1776958317037)\/","SubmissionDate":"\/Date(1655337600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5115,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Soziale Fragen|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Umwelt|Gesundheit"}}