{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223825,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223825,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223825,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223825,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223825,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223825,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223825,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223825,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223825,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223825,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223825,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223825,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223825,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223825,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223825,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223825,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223825,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223825,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3825","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Bodenfrass und Nebenwirkungen beim Strassenausbau Wankdorf-Sch\u00f6nb\u00fchl und Sch\u00f6nb\u00fchl-Kirchberg?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>- Bodenfrass: Wieviel Quadratmeter Kulturland und Fruchtfolgefl\u00e4chen werden f\u00fcr die beiden Projekte \"Ausbau Grauholz\" (8 Spuren) und Ausbau \"Sch\u00f6nb\u00fchl-Kirchberg\" (6 Spuren) zubetoniert?</p><p>Bodenfrass: Wo genau wird dieser Fl\u00e4chenfrass kompensiert, inbs. bei der Fruchtfolgefl\u00e4che?</p><p>- Sicherheit:  Was genau bedeutet der Verzicht auf Pannenstreifen f\u00fcr die a) Verkehrssicherheit und b) die Unterhaltsarbeiten auf diesen kilometerlangen Strecken?</p><p>- Sicherheit: Sind dem Bundesrat Forschungsergebnisse und Zahlen \u00fcber die Sicherheit beim Verzicht auf Pannenstreifen bekannt?</p><p>- Umwelt: Was sind die erwarteten Auswirkungen bez\u00fcglich Bodenversiegelung, das Grundwasser sowie die Landschaft.</p><p>- Umwelt: Zu welchen st\u00e4rkeren Emissionen von Luftschadstoffen und Klimagasen sowie zu einem h\u00f6heren Energieverbrauch f\u00fchren die h\u00f6heren Verkehrsleistungen?</p><p>- Raumordnung: Welches sind (gem\u00e4ss dem erl\u00e4uternden Bericht des Bundesrates vom Januar 2022) die mittel- und langfristigen Impulse auf die Siedlungsentwicklung?</p><p>- Klima: Wie viele Tonnen CO2 und anderer Treibhausgase werden w\u00e4hrend der Bauzeit und anschliessend durch die erh\u00f6hten Strassenkapazit\u00e4ten freigesetzt?</p><p>- Modalsplit: Wie sieht die gem\u00e4ss Bericht des Bundesrates vom Januar 2022 erw\u00e4hnte \"Konkurrenzierung des \u00f6ffentlichen Verkehrs durch die strassenseitige Verbesserung\" aus (Umfang, Ausmass auf CO2, Auswirkung auf Modalsplit etc)?</p><p>- Gr\u00fcnbr\u00fccke: Wie ist sichergestellt, dass die Wildquerung (auch w\u00e4hrend der Bauzeit) m\u00f6glich ist?</p><p>- Worblental-Querung: Was passiert mit der Br\u00fccke, die angeblich nicht verbreitert werden kann?</p>","ReasonText":"<p>In der Region Bern sind im Rahmen des geplanten \"Ausbauschritts 2023\" verschiedene Autobahnausbau-Projekte in Diskussion. Auf der einen Seite soll die Autobahn A1 zwischen Kirchberg und Bern auf 8 Spuren ausgebaut werden. Auf der anderen Seite sind neue Autobahnanschl\u00fcsse zur Entflechtung der Zufahrtsstrecken (Spaghetti-Teller) sowie ein Bypass zur Entlastung der Bev\u00f6lkerung in Osten der Stadt Bern geplant. </p><p>- Bodenfrass: Mit der Bodenstrategie beabsichtigt der Bund, dass in der Schweiz bis 2050 netto keine B\u00f6den mehr verbraucht werden. Das \u00dcberbauen des Bodens ist zwar weiterhin m\u00f6glich, bedingt aber, an einem anderen Ort eine gleichwertige Bodenaufwertung zur Kompensation. </p><p>- Sicherheit: Bei der geplanten Spurerweiterung zwischen Wankdorf, Sch\u00f6nb\u00fchl und Kirchberg ist ein Bodenverbrauch unvermeidbar. Gem\u00e4ss Bundesrat (Vernehmlassungs-Botschaft) ist \"eine Minimierung m\u00f6glich, indem auf dem Abschnitt Sch\u00f6nb\u00fchl - Kirchberg beidseitig auf die Anordnung eines Pannensteifens verzichtet wird.\" </p><p>Eine Umfrage bei Strassenmeistern in Deutschland zeigt klar, dass sich die Praktiker eine Autobahn ohne Pannenstreifen nicht vorstellen k\u00f6nnen.  \"Das Forschungsprojekt des Instituts f\u00fcr angewandte Verkehrs- und Tourismusforschung stellte fest, dass Strecken ohne Pannenstreifen unter gleichen Voraussetzungen weitaus h\u00f6here Unfallraten (Zunahme um etwa 37 %) zeigen.\" </p><p>- Auswirkung auf die Umwelt. Im Erl\u00e4uternden Bericht des Bundesrates vom Januar 2022 wird folgendes festgehalten: \"Die Erweiterungsprojekte des Ausbauschrittes 2023 des STEP Nationalstrassen haben negative Auswirkungen auf die Bodenversiegelung, das Grundwasser sowie die Landschaft und f\u00fchren aufgrund der h\u00f6heren Verkehrsleistung zu st\u00e4rkeren Emissionen von Luftschadstoffen und Klimagasen sowie zu einem h\u00f6heren Energieverbrauch. Positiv zu beurteilen sind die Wirkungen der Massnahmen, die zu Stauvermeidung und die geringere L\u00e4rmbelastung f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung f\u00fchren\". </p><p>- Auswirkung auf die Raumordnung. Im Erl\u00e4uternden Bericht des Bundesrates vom Januar 2022 wird folgendes festgehalten: \"Betriebliche Optimierungen der Nationalstrassen k\u00f6nnen mittel- und langfristig Impulse auf die Siedlungsentwicklung ausl\u00f6sen. (...) Die erh\u00f6hten Kapazit\u00e4ten k\u00f6nnen aber auch die r\u00e4umliche Ausdehnung der Agglomerationen und damit die weitere Zersiedlung f\u00f6rdern.\"</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. F\u00fcr den Abschnitt Wankdorf-Sch\u00f6nb\u00fchl werden insgesamt rund 66'500 m2 und f\u00fcr den Abschnitt Sch\u00f6nb\u00fchl-Kirchberg rund 87'600 m2 Boden versiegelt. Die Fl\u00e4chenangaben enthalten sowohl Kulturland (inklusive Fruchtfolgefl\u00e4chen) als auch weitere Fl\u00e4chen (z.B. Aufhebung des begr\u00fcnten Mittelstreifens).</p><p>2. F\u00fcr den Abschnitt Wankdorf-Sch\u00f6nb\u00fchl erfolgt die Kompensation auf dem Gemeindegebiet von Lyssach, f\u00fcr den Abschnitt Sch\u00f6nb\u00fchl-Kirchberg ist das Kompensationsprojekt noch in Arbeit.</p><p>3. Der Pannenstreifen erm\u00f6glicht Pannenfahrzeugen, sicher anzuhalten. Das Unterhaltspersonal ben\u00f6tigt ihn f\u00fcr den betrieblichen Unterhalt, die Notfalldienste f\u00fcr die Ereignisbew\u00e4ltigung. Ein Pannenstreifen erleichtert zudem die sichere Durchf\u00fchrung von Sanierungsarbeiten, da er bei Arbeiten auf den Fahrspuren den Verkehr aufnehmen kann. Aus diesen Gr\u00fcnden wird in den beiden Projekten nur im Ausnahmefall auf den Pannenstreifen verzichtet.</p><p>4. Der Sicherheitsaspekt wurde bereits verschiedentlich untersucht, z.B. im Rahmen der Erarbeitung der Richtlinie \"Pannenstreifen-Umnutzung\" (<a href=\"http://www.astra.admin.ch\">www.astra.admin.ch</a> &gt; Fachleute und Verwaltung &gt; Dokumente f\u00fcr Nationalstrassen &gt; Standards f\u00fcr Nationalstrassen &gt; Richtlinie &gt; Pannenstreifenumnutzung). Siehe dazu auch die Antwort unter Ziffer 3.</p><p>5. Das Grundwasser ist im Abschnitt Wankdorf-Sch\u00f6nb\u00fchl kaum, im Abschnitt Sch\u00f6nb\u00fchl-Kirchberg nur punktuell betroffen. Mit geeigneten Massnahmen werden Verschmutzungen w\u00e4hrend des Baus vermieden. Grunds\u00e4tzlich bringt der Ausbau f\u00fcr das Grundwasser insgesamt eine Verbesserung. Die Gef\u00e4hrdung durch Havarien wird durch bauliche Massnahmen stark vermindert. Die k\u00fcnftige Reinigung des Strassenabwassers im ganzen Abschnitt reduziert die Belastung der Gew\u00e4sser und den Schadstoffeintrag in den Boden. Die Landschaft ver\u00e4ndert sich gegen\u00fcber heute nicht wesentlich. Es wird ein grosses Augenmerk auf eine landschaftsvertr\u00e4gliche Gestaltung gelegt. So wird z.B. bewusst auf den Bau von hohen St\u00fctzmauern verzichtet.</p><p>6. Die Einhaltung der Luftreinhalteverordnung mit den neuen prognostizierten Verkehrsmengen wird in den Umweltvertr\u00e4glichkeitsberichten nachgewiesen. Die verkehrstechnischen und lufthygienischen Fragen wurden im Rahmen der Projektierung auch mit einer NISTRA-Analyse (Nachhaltigkeits-Indikatoren f\u00fcr STRAsseninfrastrukturprojekte) untersucht. Diese zeigt, dass auf den Abschnitten aufgrund der h\u00f6heren Fahrleistung zus\u00e4tzlich j\u00e4hrlich 1,9 Tonnen PM10 (Feinstaub) und 5'500 Tonnen CO2 ausgestossen werden. Dies ist allerdings keine Netto-Zunahme.</p><p>Die Verkehrsmodelle zeigen, dass die zus\u00e4tzlichen Emissionen zum gr\u00f6ssten Teil auf Verlagerungen des Verkehrs von anderen Verkehrsachsen zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Dort entfallen die entsprechenden Emissionen. Insgesamt wird die entstehende Mehrbelastung daher bedeutend tiefer ausfallen als in der NISTRA-Analyse.</p><p>7. Die Effekte der beiden Erweiterungsprojekte auf die Siedlungsentwicklung sind in der Summe positiv: Der Mehrverkehr und die gr\u00f6sstenteils ausserhalb der Siedlungsgebiete gelegene Linienf\u00fchrung der Autobahn beeintr\u00e4chtigt die Aufenthaltsqualit\u00e4t in den angrenzenden Wohngebieten nur geringf\u00fcgig. Die offen gef\u00fchrte Spurerweiterung f\u00fchrt zu einer leichten Beeintr\u00e4chtigung eines Naherholungsgebiets sowie von zwei sch\u00fctzenswerten Objekten von lokaler Bedeutung. Positiv wirken sich die Reisezeit- und die Zuverl\u00e4ssigkeitsgewinne auf die Erreichbarkeit der angrenzenden Siedlungsschwerpunkte aus. Dies gilt insbesondere f\u00fcr den Abschnitt Wankdorf-Sch\u00f6nb\u00fchl.</p><p>Positive Impulse auf die Siedlungsentwicklung l\u00f6sen Erweiterungsprojekte auf Autobahnen insbesondere aus, wenn sie zu einer nachhaltigen Entlastung des nachgelagerten Strassennetzes durch Siedlungsgebiete f\u00fchren und/oder die Erreichbarkeit der angrenzenden Siedlungsgebiete substanziell verbessern.</p><p>8. Die Treibhausgasemissionen der Baustellen werden nicht erhoben. Sie sind massgeblich abh\u00e4ngig von den eingesetzten Fahrzeugen und dem verbauten Material. Mit der Umweltbegleitung sorgt das Bundesamt f\u00fcr Strassen auf Baustellen f\u00fcr die rechtskonforme Realisierung der Bauvorhaben und die Einhaltung der geltenden Umweltschutzgesetzgebung. Die Auswirkungen nach der Fertigstellung sind in der Antwort unter Ziffer 6 beschrieben.</p><p>9. Die strassenseitigen Verbesserungen durch die beiden Erweiterungsprojekte Wankdorf-Sch\u00f6nb\u00fchl und Sch\u00f6nb\u00fchl-Kilchberg f\u00fchren zu einer Verschiebung des Modal Splits um -0.07\u00a0Prozent. Dieser Wert best\u00e4tigt die Ergebnisse einer Studie von 2017. Diese kam zum Schluss, dass die Wechselwirkungen zwischen den strategischen Entwicklungsprogrammen der Bahn und der Nationalstrasse in diesem Raum gering sind.</p><p>10. Auf dem Abschnitt Wankdorf-Sch\u00f6nb\u00fchl werden die baulichen Anpassungen im Umfeld der Wildquerung so etappiert, dass das Wild diese auch w\u00e4hrend der Bauarbeiten benutzen kann. Im Abschnitt Sch\u00f6nb\u00fchl-Kirchberg ist die Wildquerung \"Birchiwald\" bereits auf sechs Fahrstreifen ausgelegt und somit vom Ausbau nicht direkt betroffen. Es wird auch darauf geachtet, dass das Wild nicht durch k\u00fcnstliche Baustellenbeleuchtung irritiert wird.</p><p>11. Die beiden Worblentalbr\u00fccken sind breit genug, um die zus\u00e4tzlichen Fahrspuren aufzunehmen. Sie m\u00fcssen also nicht verbreitert, infolge statischer Defizite jedoch 2023 bis 2025 ert\u00fcchtigt werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1661299200000)\/","SubmittedBy":"Imboden Natalie","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1664496000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"48|52|2846","Category":null,"Modified":"\/Date(1715164123443)\/","SubmissionDate":"\/Date(1655424000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5115,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Verkehr|Umwelt|Raumplanung und Wohnungswesen"}}