{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223843,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223843,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223843,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223843,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223843,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223843,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223843,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223843,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223843,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223843,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223843,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223843,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223843,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223843,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223843,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223843,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20223843,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20223843,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.3843","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Geothermie f\u00fcr die W\u00e4rmeversorgung. Potenzial pr\u00fcfen und Roadmap aufzeigen!","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht zum Potenzial der Geothermie zur W\u00e4rmeversorgung vorzulegen (besonders im mitteltiefen Bereich mit der hydrothermalen Geothermie). </p><p>Der Bericht soll insbesondere aufzeigen: </p><p>1. das Potenzial,</p><p>2. die praktischen H\u00fcrden/Probleme, die den Ausbau ausbremsen.</p><p>3. welche zus\u00e4tzlichen Massnahmen - \u00fcber das aktuelle F\u00f6rdersystem hinaus - zur Ausnutzung dieses Potenzials notwendig sind,</p><p>4. welche Standorte, die bereits heute \u00fcber thermische Netze verf\u00fcgen oder solche planen, sich besonders f\u00fcr Geothermie-Anlagen zur W\u00e4rmeversorgung eignen,</p><p>5. einen \u00dcberblick \u00fcber die Erfahrungen u. Technologien, die im Ausland bereits im Einsatz sind</p><p>6. einen realistischen Zeitplan / eine Roadmap f\u00fcr die Umsetzung der Massnahmen u. die Aussch\u00f6pfung des Potenzials,</p>","ReasonText":"<p>Hat man bisher vor allem auf die Stromproduktion gesetzt, sind die Forschenden des \"Kompetenzzentrums f\u00fcr Energieforschung\" \u00fcberzeugt, dass die W\u00e4rme aus dem Boden direkt zum klimafreundlichen Heizen genutzt werden sollte (vgl. Ammann, srf, 11.9.21, \"Geothermie hat Potenzial aber einen schlechten Ruf\"). In mittleren Tiefen vorhandenes warmes Wasser l\u00e4sst sich f\u00fcr unterschiedlichste Zwecke nutzen, z.B. f\u00fcr die Versorgung von Quartieren oder gr\u00f6sseren Stadtgebieten \u00fcber Nah- bzw. Fernw\u00e4rmenetze. Weiter k\u00f6nnen auch Gewerbe und Industrie mit W\u00e4rme oder K\u00e4lte beliefert werden. In der Landwirtschaft lassen sich Gew\u00e4chsh\u00e4user heizen, Lebensmittel verarbeiten oder zum Beispiel Gras trocknen. Je nach Temperatur des gef\u00f6rderten Wassers und der gew\u00fcnschten Nutztemperatur werden bei der mitteltiefen Geothermie erg\u00e4nzend W\u00e4rmepumpen eingesetzt.</p><p>Dieses Potenzial wird z.B. in den Regionen von Paris und M\u00fcnchen breit genutzt, leider aber noch nicht in der Schweiz. Lediglich die Geothermieanlage in Riehen im Kanton Basel-Stadt nutzt seit 27 Jahren diese Erdw\u00e4rme erfolgreich. Die Nutzung der Geothermie in mittleren Tiefen hat eigentlich ein grosses Potenzial, \u00fcber thermische Netze vor allem Agglomerationen mit erneuerbarer, CO2-freier, bei jedem Wetter und \u00fcbers ganze Jahr hinweg kontinuierlich verf\u00fcgbaren W\u00e4rme zu versorgen. Leider ist ihr Ruf schlecht und das Potenzial liegt brach. Aufwand und Risiko bei der Geothermie zur W\u00e4rmegewinnung sind jedoch deutlich tiefer als zur Stromgewinnung, denn das Risiko von Erdbeben bei Bohrungen in diesen Tiefen ist gering.</p><p>Um dieses ungenutzte Potenzial endlich erschliessen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen die Rahmenbedingungen aufgezeigt, analysiert und verbessert sowie transparent informiert werden. Die mitteltiefe Geothermie zur W\u00e4rmenutzung insbesondere in st\u00e4dtischen Verbundnetzen ist enorm effizient und kann nicht nur einen entscheidenden Beitrag zur Dekarbonisierung der W\u00e4rmeversorgung in den St\u00e4dten und Agglomerationen leisten, sondern auch unsere Abh\u00e4ngigkeit von russischem Erdgas verringern und Winterstrom f\u00fcr andere Bereiche freigeben. Es ist Zeit dies zu nutzen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass nebst der etablierten Nutzung der untiefen Geothermie mit W\u00e4rmepumpen, auch die Nutzung der tiefen Geothermie in der Schweiz ein grosses Potenzial aufweist. Der Bund hat kein quantifiziertes Ziel f\u00fcr die W\u00e4rmebereitstellung aus der tiefen Geothermie ausgearbeitet. Der Geothermieverband geht f\u00fcr das Jahr 2050 von einem wirtschaftlich nutzbaren Potenzial von 8 Terrawattstunden pro Jahr aus bei einem gesch\u00e4tzten j\u00e4hrlichen W\u00e4rmebedarf von rund 70 Terrawattstunden. Die wichtigsten H\u00fcrden f\u00fcr die Nutzung dieses Potenzials wurden bereits identifiziert: 1) Unsicherheit zur Beschaffenheit des Untergrunds (F\u00fcndigkeitsrisiko); 2) Mangel an angemessenen und vorteilhaften kantonalen regulatorischen Rahmenbedingungen; 3) Kompetenzdefizit vieler Akteure aufgrund fehlender heimischer Erfahrung mit Rohstoffextraktion. Vor diesem Hintergrund sind die Investitionsrisiken f\u00fcr Projekte sehr hoch. Es wurden bereits Massnahmen getroffen, um das F\u00fcndigkeits- und Investitionsrisiko abzubauen: Der Bund hat 2018 ein F\u00f6rderprogramm f\u00fcr Projekte zur direkten Nutzung von Geothermie eingef\u00fchrt. Indem bis zu 60 Prozent der Investitionskosten vom Bund \u00fcbernommen werden, sinkt einerseits das Investitionsrisiko und andererseits werden durch die Ver\u00f6ffentlichung der gewonnen Daten die geologischen Unsicherheiten laufend reduziert. Seit Einf\u00fchrung dieses Instruments haben f\u00fcnf W\u00e4rmeprojekte eine finanzielle Zusicherung erhalten. Die damit verbundenen Erkundungsarbeiten sind am Laufen und etliche weitere Projekte sind geplant.</p><p>F\u00fcr Projekte zur direkten W\u00e4rmenutzung stehen durch dieses Programm 30 Millionen Schweizer Franken pro Jahr zur Verf\u00fcgung, welche bis anhin noch nicht komplett ausgesch\u00f6pft wurden. Die Effizienz der bestehenden, projektspezifischen F\u00f6rdermassnahmen k\u00f6nnten durch eine datenbasierte \u00fcberregionale \u00dcbersicht zum Potenzial der tiefen Geothermie gesteigert werden. Die Industrie w\u00fcrde dadurch motiviert, in den Regionen mit den h\u00f6chsten Erfolgschancen Erkundungsprojekte zu entwickeln. Die Ausarbeitung einer derartigen Potenzialstudie wird bereits im Rahmen der Beantwortung der Motion 20.4063 angegangen. Das in der Motion geforderte nationale Erkundungsprogramm k\u00f6nnte zwischen 2025 und 2030 durchgef\u00fchrt werden. Weitere direkte Massnahmen durch den Bund zum Risikotransfer werden als nicht notwendig erachtet.</p><p>Der Bundesrat hat f\u00fcr die Vernehmlassung zur Revision des CO2-Gesetzes vorgeschlagen, auch eine Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Energieplanung (Art. 34a Abs. 1 Bst. b) auf verschiedenen Ebenen vorzusehen, wodurch die Durchdringung des W\u00e4rmemarktes mit Geothermie verbessert werden kann. Der Bund realisiert zudem indirekte Unterst\u00fctzungsmassnahmen, die den Kantonen bei der Rolle als Regulator helfen, Forschung und Innovation f\u00f6rdern, Ausbildungsg\u00e4nge unterst\u00fctzen oder bei der Kommunikation ansetzen.</p><p>Die Identifizierung geeigneter Standorte f\u00fcr die Entwicklung von Geothermieprojekten zur direkte W\u00e4rmenutzung, h\u00e4ngt von zwei Faktoren ab: 1. Vom W\u00e4rmebedarf an der Oberfl\u00e4che. Die Kantone, Regionen und Gemeinden haben durch ihre Energieplanung den besten \u00dcberblick diesbez\u00fcglich. 2. Von der Verf\u00fcgbarkeit der geothermischen Ressourcen im Untergrund. Sie kann nur durch Erkundungsarbeiten beantwortet werden. Ein gutes Beispiel ist der Tiefengeothermie-Kataster des Kantons Waadt. Die Technologien, welche zur Nutzung der Geothermie ben\u00f6tigt werden, sind erprobt und es gibt international viel Erfahrung in deren Anwendung. Die Schwierigkeit liegt im Transfer des Fachwissens in die Schweiz. Der Bund unterst\u00fctzt innovative Technologien wie geschlossene Systeme (\"closed-loop systems\") oder die Nutzung von petrothermalen Systemen (\"Enhanced Geothermal Systems\") zur W\u00e4rmeerzeugung wie das st1-Projekt in Finnland.</p><p>Aus diesen Gr\u00fcnden erachtet der Bundesrat die im Postulat 22.3843 gestellten Anliegen als bereits erf\u00fcllt oder als Teil von bereits laufenden Arbeiten.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1661904000000)\/","SubmittedBy":"Christ Katja","BusinessStatus":209,"BusinessStatusText":"\u00dcberwiesen an den Bundesrat","BusinessStatusDate":"\/Date(1718205673000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|66","Category":null,"Modified":"\/Date(1745522909873)\/","SubmissionDate":"\/Date(1655424000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5115,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Energie"}}