{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224006,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224006,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224006,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224006,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224006,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224006,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224006,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224006,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224006,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224006,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224006,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224006,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224006,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224006,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224006,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224006,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224006,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20224006,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.4006","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Informationslage zu ME/CFS und bessere Versorgung f\u00fcr Betroffene","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In einer k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Studie der Charit\u00e9 Berlin (Mitautorin Prof. Dr. med. Carmen Scheibenbogen) wurde belegt, dass auch COVID-19 ein Ausl\u00f6ser von Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS) ist. Was bereits vermutet wurde, ist nun also Gewissheit, und die F\u00e4lle von ME/CFS d\u00fcrften in den n\u00e4chsten Monaten und Jahren steigen. </p><p>Wie viele ME/CFS Patientinnen und Patienten es in der Schweiz zurzeit gibt, ist nicht bekannt. Sch\u00e4tzungen gehen von 24 000 Betroffenen in der Schweiz aus. Es gibt zurzeit weder validierte Tests zur Best\u00e4tigung oder Ausschluss von ME/CFS noch eine Therapie. Obwohl CFS seit 1969 eine ICD-Nummer hat und unter \"Neurologischen Krankheiten\" mit der Nummer G-93.3 erfasst ist, wird sie h\u00e4ufig nicht anerkannt und weitestgehend ignoriert. </p><p>1. Wie sch\u00e4tzen der Bundesrat und das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit die Situation von ME/CFS Betroffenen in der Schweiz ein?</p><p>2. ME/CFS wird von der IV h\u00e4ufig nicht anerkannt, dies aufgrund von fehlender Information und fehlender Sensibilisierung der \u00c4rzteschaft und Gutachter. Was gedenkt der Bundesrat zur Verbesserung der Stellung von ME/CFS Patientinnen und Patienten gegen\u00fcber der IV zu tun?</p><p>3. Oft wird erst nach mehrj\u00e4hriger diagnostischer und therapeutischer Odyssee die richtige Diagnose gestellt. Wie gedenkt der Bundesrat diesen Missstand in der Diagnostik und bei der Forschung von ME/CFS zu beheben?</p><p>4. Von ME/CFS sind zahlreiche Menschen betroffen, beispielsweise mehr als von MS. Dennoch gibt es kaum Kompetenzzentren, und eine Aufkl\u00e4rung der Bev\u00f6lkerung, Spit\u00e4ler, \u00c4rzteschaft und Apotheken findet nicht statt. Wie, bis wann und mit welchen Mitteln will der Bundesrat sicherstellen, dass die Betroffenen die n\u00f6tige Unterst\u00fctzung erhalten und die Fachpersonen richtig informiert werden?</p><p>5. Verf\u00fcgt der Bundesrat \u00fcber Informationen, wie in der EU mit dem Thema ME/CFS umgegangen wird und wie viele Gelder f\u00fcr Forschung, Diagnostik, Therapie gesprochen werden? Wie sieht die rechtliche Situation der Betroffenen aus?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Myalgische Enzephalomyelitis (ME; auch Chronic Fatigue Syndrome [CFS] genannt) ist eine schwere und komplexe Krankheit, die das Leben der erkrankten Personen oft stark einschr\u00e4nkt und f\u00fcr die Betroffenen sowie ihr soziales Umfeld \u00e4usserst belastend sein kann. Die betroffenen Personen und ihre Angeh\u00f6rigen ben\u00f6tigen eine ad\u00e4quate und kontinuierliche Behandlung und Begleitung. Das Fehlen urs\u00e4chlicher Therapien f\u00fcr ME/CFS stellt dabei eine besondere Herausforderung dar. Zur Diagnose und Behandlung von ME/CFS existieren verschiedene Empfehlungen und Leitlinien, wie der Bundesrat in seiner Antwort auf die Anfrage 18.1068 Birrer-Heimo \"Myalgische Enzephalomyelitis. Wenn die \"Grippe\" einfach nicht weggeht\" festgestellt hat. Das Erarbeiten dieser Leitlinien ist Aufgabe der medizinischen Fachorganisationen (siehe auch Antwort auf die Fragen 3 und 4). F\u00fcr die Gesundheitsversorgung sind die Kantone zust\u00e4ndig.</p><p>2. Damit die Invalidenversicherung (IV) Leistungsgesuche pr\u00fcfen kann, m\u00fcssen umfassende Informationen und genaue Diagnosen von \u00c4rztinnen und \u00c4rzten \u00fcber die zu versichernde Person vorliegen. Je nach Gesuch kann die IV Spezialistinnen und Spezialisten bei der Begutachtung der Grundlagen beiziehen. Entsprechend m\u00fcssen die Fach\u00e4rztinnen und Fach\u00e4rzte sowohl in der Behandlung wie auch in der Begutachtung im Rahmen ihrer Aus-, Fort- und Weiterbildung auf dem neusten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse sein. Zur Sicherstellung der notwendigen Qualit\u00e4t bei versicherungsmedizinischen Gutachten wurde per 1. Januar 2022 die \"Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr Qualit\u00e4tssicherung in der medizinischen Begutachtung\" eingesetzt. Durch entsprechende Empfehlungen und Massnahmen im Bereich der Weiterbildung der Spezialistinnen und Spezialisten ist davon auszugehen, dass sich die Situation der Betroffenen im Abkl\u00e4rungsverfahren der IV verbessern wird.</p><p>3./4.: Im Auftrag des Bundes f\u00f6rdert der Schweizerische Nationalfonds (SNF) Forschung in allen wissenschaftlichen Disziplinen, auch in der Medizin. Forschende haben \u00fcber die Projektf\u00f6rderung des SNF - oder bei eher anwendungsorientierten Themen \u00fcber die Innosuisse - die M\u00f6glichkeit, Mittel f\u00fcr die Durchf\u00fchrung wissenschaftlicher Projekte zu beantragen. Die Mittel werden nach dem Wettbewerbsprinzip vergeben.</p><p>Die Auswertung der Forschung ist Aufgabe der medizinischen Fachorganisationen, wie der Bundesrat bereits in seiner Stellungnahme zum Postulat 20.3671 M\u00fcller Damian \"Myalgische Enzephalomyelitis. Hilfe f\u00fcr Betroffene einer schweren chronischen und unheilbaren Krankheit\" festgehalten hat. Die medizinischen Fachorganisationen sind auch daf\u00fcr zust\u00e4ndig, Leitlinien zur Diagnostik und Therapie zu entwickeln sowie Weiter- und Fortbildungen f\u00fcr Fachpersonen anzubieten.</p><p>5. Am 18. Juni 2020 nahm das Europ\u00e4ische Parlament einen Entschliessungsantrag zu zus\u00e4tzlichen Finanzmitteln f\u00fcr die biomedizinische Forschung zur Krankheit ME/CFS an. Der Entschliessungsantrag, der auf eine Petition zur\u00fcckgeht, fordert zudem eine verst\u00e4rkte internationale Zusammenarbeit im Bereich der Forschung sowie weitere Massnahmen, wie beispielsweise Aufkl\u00e4rungs- und Sensibilisierungskampagnen f\u00fcr Fachkr\u00e4fte des Gesundheitswesens und die \u00d6ffentlichkeit. Der Antrag richtet sich mit seinen Forderungen sowohl an die Europ\u00e4ische Kommission als auch an die EU-Mitgliedsstaaten. In der Vergangenheit unterst\u00fctzte die EU im Rahmen ihres mehrj\u00e4hrigen Forschungsprogramms verschiedene Forschungsprojekte auf dem Gebiet ME/CFS. Der genaue Umfang der Gelder, die in der EU im Bereich ME/CFS gesprochen werden, ist dem Bundesrat nicht bekannt. Die rechtliche Situation der Betroffenen ist je nach EU-Mitgliedsstaat unterschiedlich.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1667952000000)\/","SubmittedBy":"M\u00fcller Damian","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1670803200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690499061373)\/","SubmissionDate":"\/Date(1664150400000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5116,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Gesundheit"}}