{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224040,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224040,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224040,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224040,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224040,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224040,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224040,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224040,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224040,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224040,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224040,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224040,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224040,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224040,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224040,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224040,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224040,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20224040,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.4040","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Reduktionsziel beim Stickstoff. Die unvermeidbaren N-Verluste mitber\u00fccksichtigen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Gem\u00e4ss Bundesrat betragen die Stickstoffverluste (erl\u00e4uternder Bericht zur Er\u00f6ffnung des Vernehmlassungsverfahrens des Verordnungspakets pa.\u00a0iv. 19.475, Referenzjahre 2014/16) 97 344 Tonnen. Diese setzen sich aus den vermeidbaren und unvermeidbaren N-Verlusten zusammen. Unter unvermeidbaren Verlusten versteht sich jener Teil des N, der trotz guter landwirtschaftlicher Praxis in die Umwelt verloren geht, z. B. in der Tierhaltung als Ammoniak direkt bei der Ausscheidung oder als Nitratauswaschung im Boden aufgrund eines besonders regenreichen Herbstes/Winters. </p><p>In Deutschland wird in Regionen mit viel Hofd\u00fcngern mit bis zu 60 Prozent unvermeidbaren N-Verlusten gerechnet (Verluste aus dem N-Vorrat des Bodens) und bei Kulturen mit einem hohen N-Saldo (z. B. Raps, K\u00f6rnerleguminosen oder Feldgem\u00fcse) ein Zuschlag f\u00fcr N-Verluste aufgrund der Fruchtfolge von bis zu 80 Prozent ber\u00fccksichtigt wegen unvermeidbarer N-Auswaschungen. Auch die Grundlagen der D\u00fcngung landwirtschaftlicher Kulturen in der Schweiz (GRUD) machen eine Unterscheidung zwischen vermeidbaren und unvermeidbaren Verlusten beim Stickstoff - z. B. beim Anfall in der Tierhaltung. Die unvermeidbaren N-Verluste betragen gem\u00e4ss GRUD gegen 20 Prozent. Daraus l\u00e4sst sich folgern, dass von den 97 344 Tonnen Stickstoffverlusten - auch bei einer konservativen Berechnung - zwischen 40 bis 60 Prozent als unvermeidbare N-Verluste zu betrachten sind, was rund 38 900 bis 58 400 Tonnen ausmachen w\u00fcrde. Folglich m\u00fcsste sich das Absenkziel beim N auf ca. die H\u00e4lfte bzw. rund 9700 Tonnen N reduzieren. </p><p>1. Teilt der Bundesrat die Einsch\u00e4tzung, dass die unvermeidbaren N-Verluste der Landwirtschaft bei rund 50 Prozent bzw. 48 600 t liegen?</p><p>2. Und teilt der Bundesrat die Folgerung, dass das N-Reduktionsziel auf die vermeidbaren N-Verluste anzuwenden ist?</p><p>3. Falls der Bundesrat die Einsch\u00e4tzungen unter Punkt 1 nicht teilt, wie hoch ist der Anteil der unvermeidbaren N-Verlusten an den total 97 344 Tonnen Stickstoffverlusten gem\u00e4ss Referenzjahre 2014/16?</p><p>4. Falls der Bundesrat auch die Folgerung von Punkt 2 nicht teilt, warum verlangt er von der Landwirtschaft N-Verluste zu senken, die auch bei bester landwirtschaftlicher Praktik gar nicht vermeidbar sind?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat hat in seinem erl\u00e4uternden Bericht vom 28. April 2021 zur Er\u00f6ffnung des Vernehmlassungsverfahrens zum Verordnungspaket der Parlamentarischen Initiative 19.475 \"Das Risiko beim Einsatz von Pestiziden reduzieren\" die Stickstoffverluste aus der Landwirtschaft f\u00fcr die Referenzjahre 2014 bis 2016 mit 97'344 Tonnen Stickstoff (N) ausgewiesen. Die Stickstoffverluste aus der Schweizer Landwirtschaft werden im Rahmen des Agrar-Umweltmonitorings j\u00e4hrlich von Agroscope mit der sogenannten \"OSPAR-Methode\" (nationale Input-Output-Bilanz-Methode) berechnet. Die Methode st\u00fctzt sich auf den im \u00dcbereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordatlantiks (\"OSPAR-Konvention\", SR 0.814.293) festgelegten Ansatz ab. Dabei wird eine Bilanzierung \u00fcber die gesamte Schweizer Landwirtschaft (Pflanzenbau und Tierhaltung) ausgef\u00fchrt. Die Stickstoffbilanz wird aufgrund des Stickstoff-Inputs in die Landwirtschaft (Import aus dem Ausland und aus anderen inl\u00e4ndischen Wirtschaftssektoren) und des Stickstoff-Outputs aus der Landwirtschaft (Export ins Ausland und in andere inl\u00e4ndische Wirtschaftssektoren) erstellt. Der Bilanzsaldo umfasst die Bodenvorrats\u00e4nderung sowie die gesamten Verluste (gasf\u00f6rmige Emissionen, Auswaschung, Abschwemmung, Erosion, etc).</p><p>Im erw\u00e4hnten erl\u00e4uternden Bericht macht der Bundesrat keine Unterscheidung zwischen vermeidbaren und unvermeidbaren Verlusten. Auf nationaler Ebene ist eine solche Unterscheidung nicht zielf\u00fchrend, da auch unvermeidbare Verluste die Umwelt belasten. Die \u00d6kosysteme k\u00f6nnen mit Stickstoffeintr\u00e4gen umgehen, solange deren Tragf\u00e4higkeit nicht \u00fcberschritten wird. Das ist der Grund, warum die Stickstoffverluste aus der Landwirtschaft nicht auf Null reduziert werden m\u00fcssen. Bis zu welchem Grad Stickstoffverluste vermeidbar sind, h\u00e4ngt auch von der Systemgrenze ab. In seinem Bericht in Erf\u00fcllung der Postulate 20.3139 und 21.3015 zur zuk\u00fcnftigen Ausrichtung der Agrarpolitik vom 22. Juni 2022 bezieht der Bundesrat das gesamte Ern\u00e4hrungssystem von der Produktion bis zum Konsum in die \u00dcberlegungen ein.</p><p>Im einzelbetrieblichen Nachweis einer ausgeglichenen D\u00fcngerbilanz, wie er im \u00d6kologischen Leistungsnachweis (\u00d6LN) verlangt ist, wird den unvermeidbaren Verlusten Rechnung getragen. Die Sch\u00e4tzung der unvermeidbaren Verluste im \u00d6LN basiert auf den Grundlagen der D\u00fcngung landwirtschaftlicher Kulturen in der Schweiz (GRUD). Der Anteil unvermeidbarer Verluste h\u00e4ngt davon ab, welche Produkte mit welchen Produktionssystemen (z.B. Anteil und Ausgestaltung von Weidehaltungssystemen) hergestellt werden. Die Anteile unterscheiden sich von Betrieb zu Betrieb stark.</p><p>Vor diesem Hintergrund beantwortet der Bundesrat die Fragen wie folgt:</p><p>Zu 1 und 3: Der Bundesrat macht auf nationaler Ebene keine Unterscheidung zwischen vermeidbaren und unvermeidbaren Stickstoffverlusten.</p><p>Zu 2 und 4: Da auch unvermeidbare Stickstoffverluste die Umwelt belasten, unterscheidet die Bilanzierungsmethodik nicht zwischen vermeidbaren und unvermeidbaren Stickstoffverlusten. Aus Sicht des Bundesrats ist es richtig, im nationalen Reduktionsziel alle Verluste zu ber\u00fccksichtigen. Um die Tragf\u00e4higkeit der \u00d6kosysteme langfristig sicherzustellen, sind die umweltrelevanten Stickstoffverluste (Ammoniak, Nitrat, Lachgas) um mindestens 30 000 Tonnen Stickstoff zu reduzieren. </p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1669161600000)\/","SubmittedBy":"Haab Martin","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1727430739000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1745522525580)\/","SubmissionDate":"\/Date(1664323200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5116,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}